Jungheinrich kaufen
05.08.04 13:01
Conrad Hinrich Donner Bank
Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank stufen die Aktie von Jungheinrich mit "kaufen" ein.
Das Marktumfeld für Flurförderzeuge habe sich im letzten Jahr für Jungheinrich schwierig gestaltet. So sei das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge im vergangenen Jahr zwar deutlich um 6,4 Prozent auf 593.000 Einheiten gestiegen. Jedoch sei dies maßgeblich durch Zuwächse in Asien getrieben worden. In den Kernmärkten von Jungheinrich, Deutschland und das restliche Europa, sei lediglich ein unterdurchschnittliches Wachstum von drei bzw. zwei Prozent zu verzeichnen gewesen. Somit, sei auch die Wettbewerbssituation hierzulande unverändert intensiv geblieben.
Trotzdem habe Jungheinrich die Marktposition als Nr. 4 weltweit erfolgreich verteidigen können. Positiv sei hierbei anzumerken, dass dieses Ergebnis nicht auf Kosten der Profitabilität erreicht worden sei. Im Gegenteil, die Ertragskraft des Unternehmens habe weiter gesteigert werden können. Neben der bereits im Jahr 2002 erfolgten Umstellung auf die direkte Vertriebsstruktur hätten hierzu vor allem interne Rationalisierungsmaßnahmen bei den ausländischen Standorten Leighton Buzzard/GB und Argentan/FRA beigetragen, welche zu deutlich geringeren Verlustbeiträgen geführt hätten. Allerdings sei es nicht gelungen, beide Standorte nachhaltig in die Profitabilität zu führen.
Folgerichtig habe der Vorstand in 2003 beschlossen, beide Standorte aufzugeben und die Produktion der in Großbritannien gefertigten Gegengewichtsstapler nach Moosburg und einen Teil der Produktion aus Argentan nach Norderstedt zu verlagern. Beides sei per Ende Juni 2004 abgeschlossen worden.
Diese Maßnahmen hätten sich naturgemäß in den Ergebniskennziffern widergespiegelt. So sei der ausgewiesene Jahresüberschuss durch die Aufwendungen für die Werksschließung in Argentan (39 Mio. EUR) von 54 Mio. EUR in 2002 auf 21 Mio. EUR im letzten Geschäftsjahr gesunken. Allerdings habe sich die operative Ertragskraft weiter verbessert. So habe bei einem leicht rückläufigen Umsatz (1.471 Mio. EUR) das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5,4 Prozent auf 78 Mio. EUR gesteigert werden können. Dies entspreche einer EBIT-Umsatzrendite von 5,3 Prozent. Damit habe das Management erneut unter Beweis gestellt, dass es auch in einem schwierigen Marktumfeld in der Lage sei, die Ertragskraft kontinuierlich zu verbessern.
Die erwartete Belebung der Nachfrage bei Flurförderzeugen habe im ersten Quartal bei Jungheinrich noch auf sich warten lassen. Allerdings habe sich im März eine Nachfragebelebung abgezeichnet. So hätten sich die Auftragseingänge im 1. Quartal auf 376 Mio. EUR belaufen, was einem leichten Anstieg (+6 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Die Umsatzerlöse seien im gleichen Zeitraum mit 345 Mio. EUR jedoch fast vier Prozent niedriger gewesen als in den ersten drei Monaten des Jahres 2003. Ungeachtet dessen habe das EBIT auf 13,8 Mio. EUR gesteigert werden können, was einer EBIT-Umsatzrendite von 4,0 Prozent (Vj.: 3,5 Prozent) entspreche. Beachtlich sei, dass dies unter Berücksichtigung der für das erste Quartal angefallenen operativen Verluste in den ausländischen Werken erreicht worden sei. Nach deren Schließung sei somit mit einer weiteren Verbesserung der Ertragskraft zu rechnen.
Die zunehmende Verbesserung der konjunkturellen Lage in der Eurozone führe in diesem Jahre auch in Europa zu einem deutlichen Anstieg des Marktvolumens bei Flurförderzeugen. So habe Jungheinrich auf der Hauptversammlung am 2. Juni mitgeteilt, dass sich die positive Entwicklung im Monat März auch in den Folgemonaten fortgesetzt habe. Insbesondere sei dabei auch ein Trend zu margenträchtigeren Geräten zu verzeichnen. Gleichzeitig erwarte man, dass der Umsatzanteil des Bereichs "AfterSales" (Full Service- und Wartungsverträge, Ersatzteilgeschäft) - aufgrund des größeren Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen - in diesem Jahr erneut wachsen werde. Die Wertpapierexperten würden davon ausgehen, dass die positive Entwicklung des Marktumfeldes und die operativen Verbesserungen zu einer positiven Überraschung bei der Präsentation der Halbjahreszahlen führen werde. Für das Gesamtjahr gehe man von einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,75 EUR aus.
Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank empfehlen die Jungheinrich-Aktie mit Kursziel 21,00 EUR zum Kauf.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das Marktumfeld für Flurförderzeuge habe sich im letzten Jahr für Jungheinrich schwierig gestaltet. So sei das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge im vergangenen Jahr zwar deutlich um 6,4 Prozent auf 593.000 Einheiten gestiegen. Jedoch sei dies maßgeblich durch Zuwächse in Asien getrieben worden. In den Kernmärkten von Jungheinrich, Deutschland und das restliche Europa, sei lediglich ein unterdurchschnittliches Wachstum von drei bzw. zwei Prozent zu verzeichnen gewesen. Somit, sei auch die Wettbewerbssituation hierzulande unverändert intensiv geblieben.
Trotzdem habe Jungheinrich die Marktposition als Nr. 4 weltweit erfolgreich verteidigen können. Positiv sei hierbei anzumerken, dass dieses Ergebnis nicht auf Kosten der Profitabilität erreicht worden sei. Im Gegenteil, die Ertragskraft des Unternehmens habe weiter gesteigert werden können. Neben der bereits im Jahr 2002 erfolgten Umstellung auf die direkte Vertriebsstruktur hätten hierzu vor allem interne Rationalisierungsmaßnahmen bei den ausländischen Standorten Leighton Buzzard/GB und Argentan/FRA beigetragen, welche zu deutlich geringeren Verlustbeiträgen geführt hätten. Allerdings sei es nicht gelungen, beide Standorte nachhaltig in die Profitabilität zu führen.
Folgerichtig habe der Vorstand in 2003 beschlossen, beide Standorte aufzugeben und die Produktion der in Großbritannien gefertigten Gegengewichtsstapler nach Moosburg und einen Teil der Produktion aus Argentan nach Norderstedt zu verlagern. Beides sei per Ende Juni 2004 abgeschlossen worden.
Die erwartete Belebung der Nachfrage bei Flurförderzeugen habe im ersten Quartal bei Jungheinrich noch auf sich warten lassen. Allerdings habe sich im März eine Nachfragebelebung abgezeichnet. So hätten sich die Auftragseingänge im 1. Quartal auf 376 Mio. EUR belaufen, was einem leichten Anstieg (+6 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Die Umsatzerlöse seien im gleichen Zeitraum mit 345 Mio. EUR jedoch fast vier Prozent niedriger gewesen als in den ersten drei Monaten des Jahres 2003. Ungeachtet dessen habe das EBIT auf 13,8 Mio. EUR gesteigert werden können, was einer EBIT-Umsatzrendite von 4,0 Prozent (Vj.: 3,5 Prozent) entspreche. Beachtlich sei, dass dies unter Berücksichtigung der für das erste Quartal angefallenen operativen Verluste in den ausländischen Werken erreicht worden sei. Nach deren Schließung sei somit mit einer weiteren Verbesserung der Ertragskraft zu rechnen.
Die zunehmende Verbesserung der konjunkturellen Lage in der Eurozone führe in diesem Jahre auch in Europa zu einem deutlichen Anstieg des Marktvolumens bei Flurförderzeugen. So habe Jungheinrich auf der Hauptversammlung am 2. Juni mitgeteilt, dass sich die positive Entwicklung im Monat März auch in den Folgemonaten fortgesetzt habe. Insbesondere sei dabei auch ein Trend zu margenträchtigeren Geräten zu verzeichnen. Gleichzeitig erwarte man, dass der Umsatzanteil des Bereichs "AfterSales" (Full Service- und Wartungsverträge, Ersatzteilgeschäft) - aufgrund des größeren Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen - in diesem Jahr erneut wachsen werde. Die Wertpapierexperten würden davon ausgehen, dass die positive Entwicklung des Marktumfeldes und die operativen Verbesserungen zu einer positiven Überraschung bei der Präsentation der Halbjahreszahlen führen werde. Für das Gesamtjahr gehe man von einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,75 EUR aus.
Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank empfehlen die Jungheinrich-Aktie mit Kursziel 21,00 EUR zum Kauf.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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