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GAM Holding AG

WKN: A0YBKX / ISIN: CH0102659627

Julius Bär kaufen


08.08.08 11:33
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät zum Kauf der Julius Bär-Aktie (ISIN CH0029758650 / WKN A0MQFZ).

Der Nettogewinn habe im ersten Halbjahr 2008 mit 510,1 Mio. CHF in etwa auf dem Vorjahresniveau (-1,5% ggü. Vj.) gelegen und damit erneut die Erwartungen übertroffen (Konsens H1 2008: 488 Mio. CHF). Ende Juni 2008 habe Julius Bär 363,9 Mrd. CHF verwaltet. Dies habe einem Rückgang von 10% gegenüber 405,5 Mrd. CHF im Vorjahr entsprochen (Ende 2007: 405,1 Mrd. CHF). Nettomittelzuflüsse von insgesamt 10 Mrd. CHF seien mehr als kompensiert von den schwachen Aktien- und Anleihenmärkten worden, die in einer negativen Marktperformance von 32 Mrd. CHF resultiert hätten. Der Anstieg des Schweizer Frankens zum US-Dollar, zum Euro und zum Britischen Pfund habe zusätzlich zu einem negativen Währungseinfluss von 19 Mrd. CHF geführt. Das Private Banking (Sparte "Bank Julius Bär") habe 222 Mrd. CHF verwaltet (-5% ggü. Ende 2007) und das Asset Management 142 Mrd. CHF (-17% ggü. Ende 2007).

Angesichts reduzierter Marktaktivitäten der Kunden und des durchschnittlich niedrigeren Vermögensbestands habe der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 9% auf 1.195 Mio. CHF abgenommen. Die Zunahme des Kreditvolumens mit Privatkunden habe in einem um 32% höheren Zinsergebnis von 221 Mio. CHF resultiert. Erfolge im Devisenhandel hätten das Handelsergebnis um 28% auf 178 Mio. CHF gesteigert.

Die Verwaltungsaufwendungen hätten sich leicht von 960 Mio. CHF auf 949 Mio. CHF reduziert. Der Personalaufwand habe um 2% auf 673 Mio. CHF zugenommen. Dem Personalanstieg von 10% im Jahresvergleich von 3.869 auf 4.272 hätten niedrigere Abgrenzungen für leistungsbasierte Vergütungen gegenüber gestanden. Gleichwohl sei die Kostenquote leicht von 57,5% im Vorjahr auf 58,5% gestiegen.

Auf Spartenebene habe der Geschäftsbereich Private Banking (Sparte Julius Bär) den größten Teil zum Gesamtresultat beigetragen (Anteil am Vorsteuerergebnis rund 60%; Spartenergebnis -4,4% ggü. Vj.). Der Anteil des Bereichs Asset Management habe sich auf etwa 40% belaufen (-2,2% ggü. Vj.).

Nach Abzug der Steuern von 142,6 Mio. CHF (Steuerquote ~22%) habe der Konzern einen Gewinn von 510,1 Mio. CHF erwirtschaftet. Die Eigenkapitalrendite sei auf 28,8% gestiegen (Vj.: 27,9%).

Unter Einbezug von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Ende 2005 getätigten Übernahme der drei Privatbanken und GAM und finanziellen Sonderfaktoren habe der Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2008 412,4 Mio. CHF betragen (Vj. unbereinigt: 424,3 Mio. CHF).

Die von den Schweizern vorgelegten Zahlen würden die vergleichsweise robuste Gewinnentwicklung untermauern. Dem Unternehmen sei es erneut gelungen, die Erwartungen zu übertreffen. Zwar hätten die verwalteten Vermögen leicht unter dem Konsens gelegen (Konsens: 380 Mrd. CHF; H1 2008: 364 Mrd. CHF; -10% ggü. Vj.). Im Gegensatz zur heimischen Konkurrenz habe sich Julius Bär jedoch nicht zuletzt aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus der Beraterkapazitäten dem negativen Kapitalmarktumfeld weitgehend entziehen und die bestehenden Marktanteile ausbauen können.

Für die Jahre 2008 und 2009 gehen die Analysten von Hauck & Aufhäuser trotz des schwierigen Aktienmarktumfelds von weiteren Ergebnissteigerungen aus. Insbesondere das internationale Marktumfeld für Asset Manager sei nach wie vor vergleichsweise positiv. So gehe der World Wealth Report 2007 von Merrill Lynch und Capgemini für die nächsten fünf Jahre von einem Wachstum von 6,8% p. a. beim finanziellen Vermögen aus (von weltweit 37.200 Mrd. USD auf 51.600 Mrd. USD; vorher habe die Prognose bei 6,0% p. a. gelegen). Vor allem für die Wachstumsregionen würden sich angesichts des zunehmenden Wohlstands positive Perspektiven ergeben.

Aber auch auf dem Heimatmarkt Schweiz sollte Julius Bär die Nettomittelzuflüsse weiter steigern können. Der im Zuge der Subprime-Krise entstandene Imageschaden bei den Wettbewerbern UBS und Credit Suisse habe bereits zur Verunsicherung von deren Kunden geführt, was sich in ersten Nettomittelabflüssen zeige. Von dem entstandenen Vertrauensverlust der Vermögensverwaltungskunden sollte Julius Bär nach Einschätzung der Analysten profitieren.

Positiv auf die Entwicklung des Ergebnisses je Aktie wirke sich auch das erneut angekündigte Aktienrückkaufprogramm aus. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 habe der Konzern den Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 2 Mrd. CHF angekündigt.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Julius-Bär-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 85 CHF (vorher: 103 CHF) und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 08.08.2008) (08.08.2008/ac/a/a)




 
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