Irak-Krise überschattet alles
14.10.02 10:50
Sparkasse Bremen
Die Nachrichten aus der Wirtschaft werden weiterhin von der Irak-Krise in den Hintergrund gedrängt, so die Analysten der Sparkasse Bremen.
Im Berichtszeitraum seien zudem nur Daten aus der zweiten Reihe veröffentlicht worden. Insofern hätten die Börsenteilnehmer die deutschen Industrieaufträge zwar wohlwollend aufgenommen, seien jedoch nicht in Euphorie verfallen. Im Gegensatz zu den Erwartungen (-0,4%) sei der saisonbereinigte Auftragseingang im August gegenüber Juli um 1,7% gefallen. Auch die vergleichsweise positiven Zahlen der Industrieproduktion in Deutschland hätten auf dem Parkett kein Gehör gefunden. Wie so oft seien die Meinungen der Ökonomen über den Gehalt dieser Zahlen weit auseinander gegangen. Man sehe eine wirtschaftliche Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
Die Irak-Krise laste wie ein Damokles-Schwert über dem deutschen Aktienmarkt. Insbesondere Aktien wie die Lufthansa und TUI könnten vor diesem Hintergrund nicht die Aufmerksamkeit der Anleger erlangen. Die Interpretation der "Rauchsignale" auf politischer Ebene gestalte sich derzeit schwierig. Die entscheidenden Weichen würden wohl eher in Paris, Moskau und Peking als in Berlin gestellt. Den Hintergrund bilde die Tatsache, dass die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates ein Veto-Recht besäßen, mit dem sie alle Resolutionen des Gremiums blockieren könnten.
Angesichts der an dieser Stelle bereits konstatierten Unterbewertung der Aktien gewinne die Betrachtung der Stimmung an den Märkten an Bedeutung. Diese werde in sogenannten "Sentiment-Indikatoren" gemessen. Dabei würden die positiven von den negativen Stimmen abgezogen. Man erwarte kurzfristig noch eine Verschlechterung der Stimmung, falls der DAX die 2.000er-Marke testen sollte.
Der Test der 2.000er Marke könne auch technisch durch die Betrachtung eines DAX-Langfristcharts abgeleitet werden. Dieses Niveau stamme von Anfang der Neunziger-Jahre und sei die Ausgangsbasis für den bekannten Höhenflug mit exzessiven Überbewertungen vieler Aktien (z.B. Technologiewerte).
Im Berichtszeitraum seien zudem nur Daten aus der zweiten Reihe veröffentlicht worden. Insofern hätten die Börsenteilnehmer die deutschen Industrieaufträge zwar wohlwollend aufgenommen, seien jedoch nicht in Euphorie verfallen. Im Gegensatz zu den Erwartungen (-0,4%) sei der saisonbereinigte Auftragseingang im August gegenüber Juli um 1,7% gefallen. Auch die vergleichsweise positiven Zahlen der Industrieproduktion in Deutschland hätten auf dem Parkett kein Gehör gefunden. Wie so oft seien die Meinungen der Ökonomen über den Gehalt dieser Zahlen weit auseinander gegangen. Man sehe eine wirtschaftliche Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
Angesichts der an dieser Stelle bereits konstatierten Unterbewertung der Aktien gewinne die Betrachtung der Stimmung an den Märkten an Bedeutung. Diese werde in sogenannten "Sentiment-Indikatoren" gemessen. Dabei würden die positiven von den negativen Stimmen abgezogen. Man erwarte kurzfristig noch eine Verschlechterung der Stimmung, falls der DAX die 2.000er-Marke testen sollte.
Der Test der 2.000er Marke könne auch technisch durch die Betrachtung eines DAX-Langfristcharts abgeleitet werden. Dieses Niveau stamme von Anfang der Neunziger-Jahre und sei die Ausgangsbasis für den bekannten Höhenflug mit exzessiven Überbewertungen vieler Aktien (z.B. Technologiewerte).
