Irak-Konflikt belastet
04.02.03 11:54
Conrad Hinrich Donner Bank
Der drohende Krieg im Irak und die Furcht vor einem "Flächenbrand" überlagert derzeit die zuversichtlichen Aussichten für die Aktienmärkte, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.
Vor allem das Fed-Modell zeige eine deutliche Unterbewertung sowohl der US-Börsen als auch der europäischen Aktienmärkte an. Die Stimmung hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung sei schlechter als es die Wirtschaftsdaten und Frühindikatoren belegen würden. Die Märkte würden prozentual zweistellige Rückgänge der Unternehmensergebnisse einpreisen, die in diesem Ausmaß nicht erwartet würden. Ebenso sei das Deflationsgespenst in Europa nicht nachvollziehbar.
Vielmehr würden Import- und Erzeugerpreise auf tendenziell steigende Verbraucherpreise hindeuten. In dem Moment, wo der Rentenmarkt seine Stellung als "sicherer Hafen" verliere, sei daher mit steigenden Renditen zu rechnen. Selbst unter dieser Annahme und im Durchschnitt für 2003 unterstellte leicht rückläufige Gewinne zeige die Anwendung des Fed-Modells unverändert eine Unterbewertung der Aktien an. Lediglich der - erstaunlicherweise - an der Börse gehandelte Optimismus (gemessen an der Put/Call-Ratio) verhindere, ebenso wie die schwelende Ungewissheit bezüglich des Irak-Konflikts, einen "Befreiungsschlag" der Aktien.
Vor allem das Fed-Modell zeige eine deutliche Unterbewertung sowohl der US-Börsen als auch der europäischen Aktienmärkte an. Die Stimmung hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung sei schlechter als es die Wirtschaftsdaten und Frühindikatoren belegen würden. Die Märkte würden prozentual zweistellige Rückgänge der Unternehmensergebnisse einpreisen, die in diesem Ausmaß nicht erwartet würden. Ebenso sei das Deflationsgespenst in Europa nicht nachvollziehbar.
Vielmehr würden Import- und Erzeugerpreise auf tendenziell steigende Verbraucherpreise hindeuten. In dem Moment, wo der Rentenmarkt seine Stellung als "sicherer Hafen" verliere, sei daher mit steigenden Renditen zu rechnen. Selbst unter dieser Annahme und im Durchschnitt für 2003 unterstellte leicht rückläufige Gewinne zeige die Anwendung des Fed-Modells unverändert eine Unterbewertung der Aktien an. Lediglich der - erstaunlicherweise - an der Börse gehandelte Optimismus (gemessen an der Put/Call-Ratio) verhindere, ebenso wie die schwelende Ungewissheit bezüglich des Irak-Konflikts, einen "Befreiungsschlag" der Aktien.
