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Fr, 17. April 2026, 19:46 Uhr

Internationale Rentenmärkte belastet


19.01.06 10:21
Conrad Hinrich Donner Bank

Zu Beginn des Jahres 2005 gingen viele Volkswirte und Analysten davon aus, dass die Renditen über sämtliche Laufzeiten sowohl in Europa als auch in den USA wieder deutlich steigen werden, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.

Gestützt worden sei diese Annahme durch die Erwartung, dass die amerikanische Notenbank (FED) die Leitzinsen in den USA im Jahresverlauf weiter erhöhen werde sowie eine robuste Weltkonjunktur und weiter steigende Rohstoffpreise einträten. Die Erwartung deutlich steigender Renditen habe sich jedoch, obwohl diese Annahmen eingetroffen seien, nicht erfüllt. In den USA seien zwar die Zinsen im kurzen Laufzeitenbereich - vor allem bedingt durch die Erhöhung der Leitzinsen von 2,25 auf 4,25% - angestiegen, die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen habe sich jedoch im Jahresverlauf nur geringfügig erhöht.

Auch im Euroraum sei ein deutlicher Renditeanstieg ausgeblieben. Auf Grund einer soliden Konjunkturentwicklung und zunehmender Inflationsängste habe die Europäische Zentralbank EZB die Leitzinsen lediglich von 2,00% auf 2,25% erhöht. Dies habe im kurzen Laufzeitenbereich für ein geringfügig höheres Zinsniveau gesorgt. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei dagegen weiter zurückgegangen. Habe ein Anleger Anfang des Jahres 2005 noch eine Rendite von 3,68% bei einer Kapitalbindung von 10 Jahren erhalten, seien es am Jahresende gerade noch 3,39% gewesen. Im September habe die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen zwischenzeitlich sogar erstmalig unter 3,00% notiert.

Für die Rentenmärkte würden die Analysten in 2006 ein schwieriges Jahr erwarten. Anleger sollten sich insgesamt auf sehr geringe Renditen einstellen, da die Zinskupons niedrig seien und durch eventuelle Kursverluste bei einem leicht steigenden Kapitalmarktzinsniveau noch geschmälert werden könnten.



 
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