Intercell-Aktie: Überraschender Gewinn in Q2/2012
10.08.12 15:51
Erste Group Research
Wien (www.aktiencheck.de) - Vladimira Urbankova, Analystin von Erste Group Research, stuft die Intercell-Aktie weiterhin mit dem Votum "halten" ein.
Zu Beginn der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 präsentiert. Beflügelt durch steigende Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro (Anstieg um 41,2% auf EUR 14,7 Mio. in 1H 2012) und eine Abfindungszahlung von GSK (zur Beilegung eines Streits folgend der Entscheidung die Zusammenarbeit an den anderen potenziellen Pflaster-Impfstoffen zu beenden) seien die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 15,2% auf EUR 21,2 Mio. gestiegen.
Obwohl die Finanzierungskosten im Jahresvergleich wesentlich höher gewesen seien (zuletzt im Zusammenhang mit der abgeschlossenen BB Biotech-Finanzierungsrunde), habe Intercell geschafft durch die weitere massive Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (um 34,9% auf EUR 9,6 Mio.) den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 45,1% auf EUR 7,1 Mio. zu verringern. Im zweiten Quartal 2012 habe Intercell überraschend sogar einen Nettogewinn von EUR 1,0 Mio. ausgewiesen. Die Cashposition Ende Juni 2012 habe EUR 66,6 Mio. betragen.
Der Periodenverlust sei dank der unerwarteten Zahlung von GSK und wesentlich größeren F&E-Einsparungen besser ausgefallen als von den Analysten und dem Markt erwartet (die Analystenschätzung für den Nettoverlust sei EUR 11,6 Mio. gewesen; die Marktprognose habe bei EUR 12,0 Mio. gelegen). Nichtsdestotrotz habe das Management für das Gesamtjahr 2012 den Ergebnisausblick mit einem Nettoverlust im oberen Bereich der früher kommunizierten Bandbreite EUR 15 bis 20 Mio. bestätigt, vor allem wegen der durch klinische Studienfortschritte steigenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und der Finanzierungskostensteigerung.
Obwohl die Analysten derzeit nicht ausschließen könnten, dass sie in der Zukunft ihre Schätzungen für Erlöse sowie Aufwendungen leicht anpassen würden, würden sie denken, dass der Veränderungsbedarf nicht signifikant sein werde. Auch ihr bisher prognostizierter Nettoverlust von EUR 19,3 Mio. bleibe weiter ein realistisches Target für 2012. Durch die abgeschlossene Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung (EUR 35,2 Mio. in Summe) sei die finanzielle Position von Intercell mittelfristig deutlich stärker geworden. Und weil die Firma in der letzten Zeit auch die Resultate erziele, die sie versprochen habe, sollte das Vertrauen der Investoren langsam wieder zurückkommen. An den fundamentalen Geschäftsperspektiven habe sich jedoch nicht viel verändert.
Der wichtige Newsflow aus dem F&E-Breich sowie die Aktivitäten im Kooperationsbereich seien in der letzten Zeit seltener geworden (dieses Jahr habe Intercell noch keinen Kooperationsvertrag untergeschrieben). Die Resultate der entscheidenden Pseudomonas Studie würden nun erst in der zweiten Hälfte 2013 (früher Mitte 2013) erwartet.
In Summe denken die Analysten von Erste Group Research, dass die Pros und Cons momentan ausgeglichen sind und bestätigen daher ihre "halten"-Empfehlung für die Intercell-Aktie. Das Kursziel werde bei 2,60 Euro gesehen. (Analyse vom 10.08.2012) (10.08.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Zu Beginn der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 präsentiert. Beflügelt durch steigende Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro (Anstieg um 41,2% auf EUR 14,7 Mio. in 1H 2012) und eine Abfindungszahlung von GSK (zur Beilegung eines Streits folgend der Entscheidung die Zusammenarbeit an den anderen potenziellen Pflaster-Impfstoffen zu beenden) seien die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 15,2% auf EUR 21,2 Mio. gestiegen.
Obwohl die Finanzierungskosten im Jahresvergleich wesentlich höher gewesen seien (zuletzt im Zusammenhang mit der abgeschlossenen BB Biotech-Finanzierungsrunde), habe Intercell geschafft durch die weitere massive Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (um 34,9% auf EUR 9,6 Mio.) den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 45,1% auf EUR 7,1 Mio. zu verringern. Im zweiten Quartal 2012 habe Intercell überraschend sogar einen Nettogewinn von EUR 1,0 Mio. ausgewiesen. Die Cashposition Ende Juni 2012 habe EUR 66,6 Mio. betragen.
Obwohl die Analysten derzeit nicht ausschließen könnten, dass sie in der Zukunft ihre Schätzungen für Erlöse sowie Aufwendungen leicht anpassen würden, würden sie denken, dass der Veränderungsbedarf nicht signifikant sein werde. Auch ihr bisher prognostizierter Nettoverlust von EUR 19,3 Mio. bleibe weiter ein realistisches Target für 2012. Durch die abgeschlossene Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung (EUR 35,2 Mio. in Summe) sei die finanzielle Position von Intercell mittelfristig deutlich stärker geworden. Und weil die Firma in der letzten Zeit auch die Resultate erziele, die sie versprochen habe, sollte das Vertrauen der Investoren langsam wieder zurückkommen. An den fundamentalen Geschäftsperspektiven habe sich jedoch nicht viel verändert.
Der wichtige Newsflow aus dem F&E-Breich sowie die Aktivitäten im Kooperationsbereich seien in der letzten Zeit seltener geworden (dieses Jahr habe Intercell noch keinen Kooperationsvertrag untergeschrieben). Die Resultate der entscheidenden Pseudomonas Studie würden nun erst in der zweiten Hälfte 2013 (früher Mitte 2013) erwartet.
In Summe denken die Analysten von Erste Group Research, dass die Pros und Cons momentan ausgeglichen sind und bestätigen daher ihre "halten"-Empfehlung für die Intercell-Aktie. Das Kursziel werde bei 2,60 Euro gesehen. (Analyse vom 10.08.2012) (10.08.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Werte im Artikel
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