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Fr, 17. April 2026, 21:01 Uhr

Intel Corp

WKN: 855681 / ISIN: US4581401001

Intel Outperformer


04.04.03 16:27
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Intel mit "Outperformer" ein.

Der weltweit führende Anbieter von Mikroprozessoren für PCs und Server, Intel, habe seine Umsatzprognose für das erste Quartal 2003 von 6,5 bis 7,0 auf 6,6 bis 6,8 Milliarden US-Dollar präzisiert. Zur Einführung der neuen Centrino-Technologie habe Intel seine bisher teuerste Werbekampagne in Höhe von 300 Millionen US-Dollar gestartet. Erstmals werde das Marketing nicht auf den Prozessor allein abgestellt, sondern auf die Kombination Prozessor, Chipsatz und Netzwerk-Adapter. In dieser Konfiguration solle die Leistungsaufnahme nur etwa halb so hoch sein wie bei einer Mobile Pentium 4 Ausrüstung. Dementsprechend sei die Wärmeentwicklung geringer, und die Notebooks könnten flacher gebaut werden, die Laufzeit einer Akku-Ladung solle über fünf Stunden betragen.

Auf 3,5 bis 3,9 Milliarden US-Dollar sei das geplante Investitionsvolumen für 2003 gekürzt worden. Im Vorjahr seien 4,7 Milliarden US-Dollar aufgewendet worden. Die Einführung des Pentium 4 Nachfolgers (Codename Prescott) sei für Weihnachten dieses Jahres geplant. Der in 90nm-Technolgie gefertigte Prozessor solle Taktfrequenzen bis 5 GHz ermöglichen. Dessen Nachfolger Tejas solle bis zu 9,2 GHz getaktet werden. Allgemein plane Intel, die Taktfrequenz bis zum Jahr 2010 in den Bereich von 15 bis 20 GHz hochzuschrauben. Im Serverbereich erscheine demnächst der "Xeon"-Chip und Anfang 2004 der "Nocoma", der auf dem "Prescott"-Design basiere und eventuell schon die neue Sicherheitstechnik "LaGrande", die das Ausspähen von Festplattendaten durch Unbefugte verhindern solle, beinhalte.

Der Anteil der Notebooks am PC-Markt nehme nach Aussagen der Marktforschungsinstitute IDC und Gartner zu. Dabei würden immer mehr Privatanwender zu einem Notebook greifen. Intel sei zu einem hohen Grad von der Entwicklung des PC-Marktes abhängig. Stärker zu wachsen als dieser sei dem Unternehmen kaum möglich. Bei Hinzugewinnung weiterer Marktanteile würden die Kartellbehörden wieder aktiv (zuletzt 1995). Mit der Einführung der Centrino-Technologie sei aber die Möglichkeit zu relativ zum Umsatz überproportionalen Gewinnen gegeben, da bei Laptops höhere Margen durchsetzbar seien.

Der Anteil von Notebooks am PC-Markt werde weiter zunehmen, nicht nur wegen den vermehrten Käufen durch Privatanwender, sondern auch durch eine Veränderung des PC-Mix in den Unternehmen. Feldstudien in den USA hätten ergeben, dass bei einem Übergang vom Desk- zum Laptop eine Steigerung der produktiven Zeit um eine Stunde pro Monat, teilweise sogar eine Stunde pro Woche, eintrete. Von daher bestehe für Intel die Möglichkeit, den Gewinn stärker zu steigern als es die prognostizierten Zahlen des PC-Gesamtmarktes suggerieren würden.

Als Risiko stelle sich der Übergang zur 90 nm-Technologie dar. Die Einführung des neuen Pentium 4 noch vor Weihnachten erscheine vor diesem Hintergrund als ambitioniert. Für die Marketingabteilung könnte sich der Umstand, dass ein mit 1,6 GHz getakteter Centrino-Prozessor schneller sei als ein 2,4 GHz Pentium 4, als schwierig erweisen. Insgesamt lasse sich konstatieren, dass Intel ein Kerninvestment im Technologiesektor darstelle und bei einem freundlicherem Konjunkturumfeld überdurchschnittlich profitieren dürfte. Bis dorthin bestehe die Chance, dass der Laptop-Bereich für positive Überraschungen sorge.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse schätzen Intel daher als Outperformer ein. Ein Stop-Loss empfehle sich bei 13,80 Euro.





 
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