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Fr, 17. April 2026, 12:09 Uhr

Int. Börsen schwächer


21.06.01 17:32
LB Schleswig-Holstein

Die internationalen Aktienmärkte präsentieren sich im Juni schwächer, so die Anbalysten der Landesbank Schleswig-Holstein.

Wieder belasteten Gewinn- und Umsatzwarnungen amerikanischer und auch europäischer Wachstumswerte aus dem Technologiesektor die Börsen. Den Startschuss hätten die Meldungen von Nokia und Philips gegeben, worauf auch noch SAP an Gewinnmitnahmen vor den Oracle-Zahlen habe leiden müssen. Die Zahlen des zweitgrößten Softwareherstellers der Welt, Oracle, hätten dann doch überraschen können.

Das Unternehmen habe im vierten Quartal einen Gewinn von 15 Cents je Aktie verzeichnen können, der über den nach unten revidierten Prognosen der Analysten gelegen habe. Oracle-Chef Ellison habe sich optimistisch gezeigt, dass das Unternehmen bei einer Konjunkturerholung zu den starken Wachstumsraten der Vergangenheit zurückkehren und die prognostizierten Gewinnerwartungen
übertreffen könnte.

Geschockt worden sei der deutsche Aktienmarkt indes von der Gewinnwarnung Infineons. Der Halbleiterhersteller habe bekannt gegeben, einen Verlust für das gesamte Geschäftsjahr 2000/2001 nicht ausschließen zu können. Die geplante Kapitalerhöhung solle aber nicht abgesagt werden. Die Muttergesellschaft Siemens werde daran zwar nicht teilnehmen, aber weiter einen Anteil von mehr als 50% an dem Unternehmen halten (zur Zeit 70,99%). Infineon erwarte einen Verlust vor Steuern und Zinsen im laufenden Quartal von bis zu 600 Mio. Euro und einen Umsatzrückgang um bis zu 30% im Vergleich zum Vorquartal.