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So, 19. April 2026, 1:24 Uhr

Int. Börsen in Übertreibungsphase


25.03.03 12:54
Conrad Hinrich Donner Bank

Die Jahre 2000 und 2003 sind von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sicherlich nicht vergleichbar, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.

In einem wesentlichen Punkt seien die beiden Jahre aber eindeutig identisch: Die Aktienmärkte hätten sich von ihren fundamentalen Daten abgekoppelt und seien von einer psychologischen Übertreibungsphase geprägt. Die Erfahrung von 1999 und 2000 zeige, dass solche Übertreibungsperioden mehrere Monate oder sogar Quartale anhalten könnten, dabei extreme Fehlbewertungen entstünden, aber auch, dass letztendlich die Märkte zu ihrer fundamental "gerechtfertigten" Basis zurückkehren würden.

1999 habe sich die Weltwirtschaft in einer Hochkonjunktur befunden. Obgleich zum Jahreswechsel 1999/2000 die wichtigen Frühindikatoren angezeigt hätten, dass sich der Aufschwung nicht weiter fortsetzen würde, seien die Wachstumsschätzungen für 2000 in der allgemeinen Euphorie weiter nach oben gesetzt worden. Parallel hätten sich die Gewinnschätzungen der Analysten erhöht und die Aktienmärkte seien innerhalb von wenigen Monaten kräftig gestiegen.

Geblendet von der Aktieneuphorie habe man erst im Herbst 2000 den konjunkturellen Abschwung wahrgenommen, der sich bereits Monate vorher angedeutet habe. Viele Gewinnschätzungen seien auf Sand gebaut worden und hätten vor dem Hintergrund des falschen Konjunkturszenarios stark korrigiert werden müssen, mit den bekannten Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Aktien.