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Fr, 17. April 2026, 14:57 Uhr

Inflation dürfte steigen


29.05.09 11:24
Conrad Hinrich Donner Bank

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt intensive weltweite Auswirkungen, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.

Die Rezession lasse die Preise fallen und die Inflationsraten würden deutlich zurückgehen. Im Januar 2009 sei die Inflationsrate in der Eurozone auf 1,1% zurückgegangen, während die Spitzenwerte im Juni und Juli 2008 noch über 4% erreicht hätten.

Einige Analysten würden sogar weltweit vor Deflation, also nachhaltig fallenden Preisen warnen, was dramatische Auswirkungen hätte. Dieses Szenario würden die Analysten für nicht sehr wahrscheinlich halten. Um die Auswirkungen der Rezession abzumildern, würden die Notenbanken und Regierungen weltweit die Kapitalmärkte mit nie da gewesenen Milliardenbeträgen fluten. Dieses habe in der Vergangenheit immer zu Problemen im Rentenmarkt geführt. Das erste Anzeichen sei Ende März 2009 eine fehlgeschlagene Auktion von zehnjährigen britischen Staatsanleihen gewesen. Papiere im Wert von 2,5 Mrd. Euro hätten erst nach einer Koppelung der Anleihe an die Inflationsrate und damit einer Verbesserung der Anleihebedingungen platziert werden können.

Um neben der quasi Null-Zins-Politik der Notenbanken den Märkten weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen, würden die Notenbanken Staatsanleihen aufkaufen. Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, habe erst kürzlich bekannt gegeben, bis zu 1 Billion US-Dollar an US-Staatsanleihen kaufen zu wollen. Diese außerordentliche Geldvermehrung wird aus Sicht der Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank auf Dauer zu einer höheren Inflationsrate führen.

Eine Geldentwertung wie zuletzt in den 70er und 80er Jahren sei mittel-/längerfristig nicht auszuschließen. (Ausgabe Juni 2009) (29.05.2009/ac/a/m)




 
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