Infineon noch beobachten
07.06.02 15:31
Die Telebörse-online
Die Analysten von "Die Telebörse-online" raten die Infineon-Aktie (WKN 623100) noch zu beobachten, und sobald die Stimmung dreht zu kaufen.
Infineon verhandele mit dem schwedischen Telekomausrüster Ericsson über den Kauf von dessen Mikroelektroniksparte. Der Zeitpunkt erscheine günstig: Ericsson sei angeschlagen und brauche dringend Geld, die Handy-Branche leide unter stagnierenden Umsätzen. Folge: Der Kaufpreis könnte sich den Gerüchten zufolge in Höhe des Jahresumsatzes von 250 Millionen Euro bewegen. Vor einem Jahr hätte Infineon noch ein Vielfaches dieser Summe hinblättern müssen.
Strategisch würde der Deal für Europas zweitgrößten Halbleiterhersteller durchaus Sinn machen, da der Zukauf die Abhängigkeit von den Sparten Speicherchips und drahtgebundene Kommunikation verringern würde. Der Umsatzanteil des langfristig aussichtsreichen, momentan jedoch krisengeschüttelten Bereichs drahtlose Kommunikation würde auf knapp 30 Prozent steigen.
Derweil scheine es so, als ob sich Infineon während der Krise fit mache für den nächsten Aufschwung. Dafür spreche nicht nur der mögliche Deal mit Ericsson, sondern auch die enormen Summen, die der Konzern in den vergangenen Monaten in die Entwicklung moderner Technologien und die Errichtung neuer Fabriken investiert habe. Nach der teuren Umstellung auf die effizientere 300 mm-Wafer-Technologie würden bei Infineon die Herstellungskosten für Chips schon bald um bis zu 30 Prozent sinken.
Mit dem Bau einer Chipfabrik in Taiwan nehme man den asiatischen Markt ins Visier, und die gemeinsam mit AMD und DuPont in Angriff genommene 500 Millionen Euro teure Errichtung einer Photomaskenfabrik in Dresden bringe den Konzern in eine Pole Position für die nächste Halbleitergeneration.
Allerdings würden die hohen Investitionen und Millionenverluste an den finanziellen Reserven der Siemens-Tochter zehren. Damit keine weiteren Kapitalmaßnahmen notwendig würden, brauche es eine Trendwende am Halbleitermarkt. Schenke man den Unternehmen Glauben, stehe der Aufschwung schon vor der Tür. Unternehmens-Chef Ulrich Schumacher sehe derzeit eine "Erholungstendenz" und erwarte für das zweite Halbjahr "so etwas wie einen Aufschwung". Für das nächste Jahr habe er sogar ein "sehr gutes Gefühl".
Diese Aussagen würden sich mit den Prognosen des Branchenverbandes der US-Halbleiterindustrie decken. Dieser rechne für das aktuelle Jahr mit einem leichten Wachstum des Weltmarktes für Halbleiter, bevor es dann im kommenden Jahr um 23 Prozent und 2004 nochmals um 21 Prozent nach oben gehen solle.
Würden die Prophezeiungen nur halbwegs eintreten, stehe Infineon vor einem massiven Turnaround. Die Börsianer scheine derzeit nicht zu interessieren: Die Aktie falle und falle, aktuell notiere sie bei 16 Euro.
Langfristig sei das ein attraktiver Einstiegskurs, kurzfristig würden allerdings noch Kursverluste bis auf 12,20 Euro drohen, wo das Allzeittief liege. Spekulative Anleger warten den aktuellen Ausverkauf und den möglichen Test der Tiefststände ab, um dann in Infineon-Aktien einzusteigen, wenn Stimmung und Kurs nach oben drehen, so die Analysten von "Die Telebörse-online". Ein Stop-loss sollte bei 12 Euro gelegt werden.
Infineon verhandele mit dem schwedischen Telekomausrüster Ericsson über den Kauf von dessen Mikroelektroniksparte. Der Zeitpunkt erscheine günstig: Ericsson sei angeschlagen und brauche dringend Geld, die Handy-Branche leide unter stagnierenden Umsätzen. Folge: Der Kaufpreis könnte sich den Gerüchten zufolge in Höhe des Jahresumsatzes von 250 Millionen Euro bewegen. Vor einem Jahr hätte Infineon noch ein Vielfaches dieser Summe hinblättern müssen.
Strategisch würde der Deal für Europas zweitgrößten Halbleiterhersteller durchaus Sinn machen, da der Zukauf die Abhängigkeit von den Sparten Speicherchips und drahtgebundene Kommunikation verringern würde. Der Umsatzanteil des langfristig aussichtsreichen, momentan jedoch krisengeschüttelten Bereichs drahtlose Kommunikation würde auf knapp 30 Prozent steigen.
Derweil scheine es so, als ob sich Infineon während der Krise fit mache für den nächsten Aufschwung. Dafür spreche nicht nur der mögliche Deal mit Ericsson, sondern auch die enormen Summen, die der Konzern in den vergangenen Monaten in die Entwicklung moderner Technologien und die Errichtung neuer Fabriken investiert habe. Nach der teuren Umstellung auf die effizientere 300 mm-Wafer-Technologie würden bei Infineon die Herstellungskosten für Chips schon bald um bis zu 30 Prozent sinken.
Allerdings würden die hohen Investitionen und Millionenverluste an den finanziellen Reserven der Siemens-Tochter zehren. Damit keine weiteren Kapitalmaßnahmen notwendig würden, brauche es eine Trendwende am Halbleitermarkt. Schenke man den Unternehmen Glauben, stehe der Aufschwung schon vor der Tür. Unternehmens-Chef Ulrich Schumacher sehe derzeit eine "Erholungstendenz" und erwarte für das zweite Halbjahr "so etwas wie einen Aufschwung". Für das nächste Jahr habe er sogar ein "sehr gutes Gefühl".
Diese Aussagen würden sich mit den Prognosen des Branchenverbandes der US-Halbleiterindustrie decken. Dieser rechne für das aktuelle Jahr mit einem leichten Wachstum des Weltmarktes für Halbleiter, bevor es dann im kommenden Jahr um 23 Prozent und 2004 nochmals um 21 Prozent nach oben gehen solle.
Würden die Prophezeiungen nur halbwegs eintreten, stehe Infineon vor einem massiven Turnaround. Die Börsianer scheine derzeit nicht zu interessieren: Die Aktie falle und falle, aktuell notiere sie bei 16 Euro.
Langfristig sei das ein attraktiver Einstiegskurs, kurzfristig würden allerdings noch Kursverluste bis auf 12,20 Euro drohen, wo das Allzeittief liege. Spekulative Anleger warten den aktuellen Ausverkauf und den möglichen Test der Tiefststände ab, um dann in Infineon-Aktien einzusteigen, wenn Stimmung und Kurs nach oben drehen, so die Analysten von "Die Telebörse-online". Ein Stop-loss sollte bei 12 Euro gelegt werden.
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