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Fr, 17. April 2026, 17:34 Uhr

Infineon AG

WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004

Infineon meiden


08.11.02 13:14
Sparkasse Bremen

Von einer Investition in Aktien der Infineon Technologies AG (WKN 623100) raten die Analysten der Sparkasse Bremen ab.

"Der Ausblick für die kommenden Monate zeigt noch keine eindeutigen Anzeichen für einen Nachhaltigen Anstieg der Nachfrage", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Schumacher.

Infineon sei durch die Abspaltung des Halbleitergeschäfts der Siemens AG entstanden. Mit einem Anteilsbesitz von 41% sei Siemens noch heute Groß-Aktionär. Die Gesellschaft stelle Chips für eine Vielzahl von Anwendungen und Geräten her. Dazu zählten Kommunikations- und Multimediageräte, Autoairbags und Navigationssysteme, Sicherheitssysteme und Chipkarten sowie PC-Arbeitsspeicher. Der Großteil der Umsätze werde mit Speicherprodukten erzielt.

Im Gesamtjahr 2001/02 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 5,21 Mrd. Euro zurückgegangen. Ursache dafür seien die insgesamt schwache Nachfrage im Halbleitermarkt und der Preisdruck gewesen. Das EBIT habe bei minus 1,14 Mrd. Euro gelegen, gegenüber -1,02 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Nettoverlust habe ebenfalls 1,02 Mrd. Euro betragen und der Verlust pro Aktie bei 1,47 Euro gegenüber -0,92 Euro im Vorjahr gelegen.

Der Free Cashflow habe sich im Gesamtjahr auf -360 Mio. Euro nach -1,99 Mrd. Euro im Vorjahr verbessert. Grund hierfür sei hauptsächlich die Verringerung der Investitionen auf 643 Mio. Euro nach 2,28 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2000/01 gewesen.

"In einem schwierigen Marktumfeld haben wir unseren Umsatz in allen Segmenten gesteigert. Wir sehen derzeit eine Stabilisierung der Nachfrage in der Mobilkommunikation und einen moderaten Anstieg in der Automobil-Elektronik. Die Entwicklung der Nachfrage in den Segmenten Drahtgebundene Kommunikation und Chipkarten bleibt bis zum Ende unseres zweiten Geschäfts-Quartals ungewiss. Wir erwarten auch, dass der Preisdruck in allen Bereichen während der kommenden Monate anhält. Infineon werde deshalb weiter die Kosten in der DRAM-Produktion senken und den Produkt-Mix verbessern", so Ulrich Schumacher.

Im nächsten Geschäftsjahr sei eine Umsatzsteigerung im Bereich von 5% zu erwarten. Dies dürfte nicht ausreichen, um die unbefriedigte Ertragssituation deutlich zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund sollten die Aktien von Infineon wie auch andere Halbleiterwerte gemieden werden. Dies ist die Einschätzung der Analysten der Sparkasse Bremen.





 
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