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Fr, 17. April 2026, 17:56 Uhr

Ifo-Index besser als erwartet


02.09.03 16:43
Frankfurter Sparkasse

Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel für August mit 90,8 Punkten höher als im Juli und oberhalb der Erwartungen, die bei 90,0 Zählern lagen, aus, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Besonders erfreulich sei gewesen, dass die Verbesserung nicht nur durch optimistischere Erwartungen bei den 7.000 befragten Firmen zustande gekommen sei, sondern auch auf Grund einer positiveren Beurteilung der gegenwärtigen Situation.

Bei den Teilnehmern des Geldmarktes sei es daraufhin kurzzeitig zu einer Diskussion über die Möglichkeit einer baldigen Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB gekommen. Dieses Szenario erscheine aber sehr unwahrscheinlich. Preisdruck sei in Euroland nur von den Lebensmitteln her zu erwarten, so dass die Inflation - zumindest in der Kernrate - keinen Handlungsbedarf induziere. Und die amerikanische Zentralbank scheine fest entschlossen, die US-Leitzinsen für längere Zeit auf dem derzeit niedrigen Niveau zu belassen, so dass international weiterhin ein allgemein niedriges Geldmarktniveau vorherrschen werde. Die überwiegende Anzahl der Volkswirte gehe denn auch von einer weiteren Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte durch die europäische Notenbank bis Ende des Jahres aus.

Die Renditen würden auf ihrem derzeitigen Niveau die Erwartung einer baldigen wirtschaftlichen Erholung wider spiegeln, die sich auch in den Stimmungsindikatoren, wie dem Ifo-Index, ankündige. Der Konjunkturoptimismus werde bis jetzt jedoch kaum von harten Fakten unterstützt. Der Verband der Maschinenbauer, eine Branche, die sehr nahe am Konjunkturzyklus sei, sehe jedenfalls noch keinen Grund zum Optimismus. Ein besonderes Augenmerk sollte bei der Positionsüberwachung auf die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes gelegt werden.

Ohne Verbesserungen in diesem Bereich sei eine Belebung der US-Konjunktur und somit der hiesigen Wirtschaft kaum mehr möglich. Bei signifikanter Aufhellung des US-Arbeitsmarktes kämen die Anleihekurse dementsprechend unter Druck. Vor diesem Hintergrund würden die Renditen als zu hoch erscheinen, so dass eine Korrekturbewegung sehr wahrscheinlich und ein verstärktes Engagement im Bereich 3 bis 7 Jahre empfehlenswert sei.





 
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