IMMOEAST langfristig interessant
22.01.10 16:52
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Gernot Jany, Analyst der Erste Bank, hält die Aktie von IMMOEAST langfristig für interessant.
In den in der vergangenen Woche stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlungen der IMMOFINANZ und IMMOEAST sei die Fusion der beiden Gesellschaften mit überwiegender Mehrheit von den beiden Aktionärsgruppen abgesegnet worden. 96% der anwesenden IMMOEAST-Aktionäre hätten sich für die Fusion ausgesprochen, bei der IMMOFINANZ seien es sogar 99,9% gewesen, zumal sich das Interesse bei den IMMOFINANZ-Aktionären in Grenzen gehalten habe und weniger als 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals anwesend gewesen seien.
Das Umtauschverhältnis betrage für die Minderheitsaktionäre der IMMOEAST drei Aktien der IMMOFINANZ für zwei Aktien der IMMOEAST und entspreche der Relation der jeweiligen Nettovermögenswerte (NAV) zum vereinbarten Bewertungsstichtag (31.10.2009) adjustiert um die potenzielle Verwässerung durch die 2009-11-Wandelanleihentranche, welche sich bereits im Geld befinde und seit dem 1. Dezember 2009 gewandelt werden könne. Der Aktientausch finde nach der Firmenbucheintragung der Verschmelzung statt, die frühestens Ende Februar 2010 zu erwarten sei. Kurz darauf sollte dann auch der Handel mit IMMOEAST-Aktien eingestellt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt erwarte man eine Notierung der beiden Aktien im Verhältnis 1,5 zu 1, da das Austauschverhältnis bereits fixiert sei.
Die ursprünglich vor der Fusion geplante Kapitalerhöhung bei der IMMOFINANZ in Höhe von bis zu 229 Mio. Stück sei laut Aussagen des Vorstandes im Wesentlichen aufgrund des geringen Interesses der Marktakteure aufgeschoben worden. Eine Kapitalerhöhung werde nach wie vor ins Auge gefasst, insbesondere um die stillgelegten Projekte der IMMOEAST zu reaktivieren, hänge jedoch von der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten und den Immobilienmärkten ab.
Der Vorstand der IMMOFINANZ habe den Investoren zugestimmt, dass eine Immobiliengesellschaft grundsätzlich eine Dividende ausschütten sollte. Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation sei dies derzeit zwar nicht möglich, die Dividendenfähigkeit werde jedoch bis 2012 angestrebt.
Ein Listing der IMMOFINANZ in Polen sei geprüft worden, jedoch aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen nicht zweckmäßig. Aktuell würden polnische Investoren rund 5% des Aktienkapitals der IMMOEAST halten. Aufgrund lokaler Vorschriften sei zu erwarten, dass sich insbesondere die polnischen Pensionsfonds in den nächsten Monaten zumindest von einem Teil ihrer IMMOEAST-Aktien und möglicherweise auch nach dem Umtausch von einem Teil ihrer IMMOFINANZ-Aktien trennen würden.
Nach zähen Verhandlungen hätten sich IMMOEAST und Constantia Packaging BV. bezüglich der Rückzahlung des von letzterer garantieren EUR 512 Mio. IBAG corporate bonds materiell geeinigt. Diese Forderung sei von IMMOEAST bereits um rund ein Drittel wertberichtigt und für die verbleibenden EUR 350 Mio. eine außergerichtliche Lösung angestrebt worden (EUR 217 Mio. in Cash, 36,36 Mio. Stück IMMOEAST-Aktien). Notwendige Voraussetzung sei jedoch noch die Übergabe der Aviso Bank (Bad-Bank-Teil der Constantia Privatbank) durch die österreichischen Systembanken. Auch die Internalisierung des Personals sei faktisch erledigt, rechtlich jedoch noch offen und werde spätestens gemeinsam mit der Übernahme der Bad Bank erledigt.
Die Aktie von IMMOEAST sei in den letzten Tagen etwas unter Druck gewesen, was man im Wesentlichen auf den Aktienüberhang von rund 9% (Aktien, die von polnischen Pensionsfonds und von Constantia Packaging BV. gehalten würden) zurückführe.
Mit 0,49-NAV-2010e beziehungsweise 16,5-EBITDA-2010e sei die Aktie derzeit billiger bewertet als ihre Vergleichsunternehmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 0,52-Buchwert-2010e beziehungsweise 20,0-EBITDA-2010e.
Die Analysten der Erste Bank gehen davon aus, dass der Aktienüberhang und eine potenzielle Kapitalerhöhung nach der Fusion bis dahin die Aktienkursentwicklung der IMMOEAST-Aktie kurzfristig weiter beeinträchtigen wird, sind aber was das langfristige Potenzial der Aktie betrifft, positiv gestimmt. Das Kursziel sehe man bei EUR 5,20. (Analyse vom 22.01.2010) (22.01.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
In den in der vergangenen Woche stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlungen der IMMOFINANZ und IMMOEAST sei die Fusion der beiden Gesellschaften mit überwiegender Mehrheit von den beiden Aktionärsgruppen abgesegnet worden. 96% der anwesenden IMMOEAST-Aktionäre hätten sich für die Fusion ausgesprochen, bei der IMMOFINANZ seien es sogar 99,9% gewesen, zumal sich das Interesse bei den IMMOFINANZ-Aktionären in Grenzen gehalten habe und weniger als 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals anwesend gewesen seien.
Das Umtauschverhältnis betrage für die Minderheitsaktionäre der IMMOEAST drei Aktien der IMMOFINANZ für zwei Aktien der IMMOEAST und entspreche der Relation der jeweiligen Nettovermögenswerte (NAV) zum vereinbarten Bewertungsstichtag (31.10.2009) adjustiert um die potenzielle Verwässerung durch die 2009-11-Wandelanleihentranche, welche sich bereits im Geld befinde und seit dem 1. Dezember 2009 gewandelt werden könne. Der Aktientausch finde nach der Firmenbucheintragung der Verschmelzung statt, die frühestens Ende Februar 2010 zu erwarten sei. Kurz darauf sollte dann auch der Handel mit IMMOEAST-Aktien eingestellt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt erwarte man eine Notierung der beiden Aktien im Verhältnis 1,5 zu 1, da das Austauschverhältnis bereits fixiert sei.
Die ursprünglich vor der Fusion geplante Kapitalerhöhung bei der IMMOFINANZ in Höhe von bis zu 229 Mio. Stück sei laut Aussagen des Vorstandes im Wesentlichen aufgrund des geringen Interesses der Marktakteure aufgeschoben worden. Eine Kapitalerhöhung werde nach wie vor ins Auge gefasst, insbesondere um die stillgelegten Projekte der IMMOEAST zu reaktivieren, hänge jedoch von der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten und den Immobilienmärkten ab.
Der Vorstand der IMMOFINANZ habe den Investoren zugestimmt, dass eine Immobiliengesellschaft grundsätzlich eine Dividende ausschütten sollte. Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation sei dies derzeit zwar nicht möglich, die Dividendenfähigkeit werde jedoch bis 2012 angestrebt.
Nach zähen Verhandlungen hätten sich IMMOEAST und Constantia Packaging BV. bezüglich der Rückzahlung des von letzterer garantieren EUR 512 Mio. IBAG corporate bonds materiell geeinigt. Diese Forderung sei von IMMOEAST bereits um rund ein Drittel wertberichtigt und für die verbleibenden EUR 350 Mio. eine außergerichtliche Lösung angestrebt worden (EUR 217 Mio. in Cash, 36,36 Mio. Stück IMMOEAST-Aktien). Notwendige Voraussetzung sei jedoch noch die Übergabe der Aviso Bank (Bad-Bank-Teil der Constantia Privatbank) durch die österreichischen Systembanken. Auch die Internalisierung des Personals sei faktisch erledigt, rechtlich jedoch noch offen und werde spätestens gemeinsam mit der Übernahme der Bad Bank erledigt.
Die Aktie von IMMOEAST sei in den letzten Tagen etwas unter Druck gewesen, was man im Wesentlichen auf den Aktienüberhang von rund 9% (Aktien, die von polnischen Pensionsfonds und von Constantia Packaging BV. gehalten würden) zurückführe.
Mit 0,49-NAV-2010e beziehungsweise 16,5-EBITDA-2010e sei die Aktie derzeit billiger bewertet als ihre Vergleichsunternehmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 0,52-Buchwert-2010e beziehungsweise 20,0-EBITDA-2010e.
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