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Sa, 18. April 2026, 7:42 Uhr

HUMAN GEN. SCIENCES DL-01

WKN: 889323 / ISIN: US4449031081

Human Genome akkumulieren


04.07.02 15:59
BioTech-World

Die Analysten von "BioTech-World" empfehlen derzeit die Aktien von Human Genome Sciences (WKN 889323) zu akkumulieren.

Human Genome Sciences (HGS) sei vom Namen her eines der bekanntesten Biotech-Unternehmen der Welt, da man maßgeblich an der Sequenzierung des menschlichen Genoms beteiligt gewesen sei. Jedoch habe man bislang noch keine einzige Arznei verkauft. Die derzeitige Haupteinkunftsquelle sei die Vermarktung von Genpatenten und die Lizenzierung von Technologien. HGS versuche nun aber, auf der Basis der gewonnen Erkenntnisse und Daten neuartige gen- und proteinbasierte Arzneien zu entdecken, zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten.

HGS verfüge über eine erstklassige Datenbank, die nun die Grundlage für den zukünftigen Erfolg bilden solle. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1992 habe HGS bereits ca. 200 Genpatente von der zuständigen US-Behörde erhalten - für weitere 7.500 Erbanlagen sei der Erfinderschutz beantragt worden.

HGS unterstütze mit seinen Entdeckungen in der Genforschung vor allem große pharmazeutische Partnerunternehmen. Aus diesem Grund sei das Human Gene Consortium gegründet worden. Das von HGS und Glaxo SmithKline geführte Konsortium habe des Weiteren die Pharmaunternehmen Schering-Plough, Takeda Chemical, Merck KGaA und Sanofi-Synthelabo beinhaltet und einen der bisher wichtigsten Unternehmensabschnitte dargestellt.

Im Zuge dieser Organisation habe HGS für die Nutzung seiner Technologien große Vorauszahlungen erhalten. Zudem seien von den Partnern branchenübliche Meilensteinzahlungen (zahlbar bei Abschluss zuvor festgelegter Forschungsabschnitte) und Lizenzgebühren gezahlt worden. Die Verträge von HGS mit den Human Gene Consortium Partnern seien am 1. Juli 2001 erloschen.

Ende Juli 2001 sei HGS eine Kooperation mit dem amerikanischen Antikörperspezialisten Medarex eingegangen. Bei der Kooperation gehe es um die gemeinsame Entwicklung von Antikörperpräparaten. HGS werde hierfür Zugriff auf Medarex UltiMAb-Technologie erhalten. Zudem halte HGS die Option, die möglichen zukünftigen Präparate exklusiv zu lizenzieren. Medarex werde dann mit Meilensteinzahlungen und Royalties am Umsatz beteiligt.

In diesem Bereich wolle man zukünftig stark wachsen, da die eigene Pipeline bisher nicht sehr weit ausgereift sei. Es gebe zwar mehrere sich in der Entwicklung befindliche Präparate, wie z.B. Repiferim (Keratinocyte Growth Factor-2 , abgekürzt KGF-2, Schutz des Gewebes bei der Chemotherapie, Phase II, Vermarktungspartner Glaxo SmithKline), aber es gebe kein aktuelles Präparat in Phase III.

Zudem habe HGS kürzlich bekannt gegeben, dass die Testreihen für Mirostipen, ein ähnliches Präparat, eingestellt worden seien. HGS habe diesen Schritt damit begründet, dass das Produkt zwar über eine gute Verträglichkeit verfüge, aber keine Anwendungsvorteile gegenüber den bereits auf dem Markt befindlichen Produkten anderer Anbieter besitze.

Für 2002 erwarte HGS für vier Wirkstoffkandidaten den Eintritt in die klinischen Studien der Phase I. Der erste Eintritt sei bereits erfolgreich vermeldet worden. Es handele sich hierbei um einen voll-humanen, monoklonalen Antikörper, der gegen den sogenannten TRAIL Receptor-1 gerichtet sei. Dieser Rezeptor werde auf der Oberfläche von diversen Tumorzellen (v.a. solide Tumore und entartete Blutzellen) verstärkt exprimiert und biete sich daher als Zielmolekül für eine innovative Krebsbekämpfung an.

Die Neuausrichtung des Unternehmen zeige sich auch in der Forschung nach nicht-menschlichen Genen in Organismen wie Bakterien, Pilzen und Viren, die später nützlich für die Entwicklung von Impfstoffen und Antibiotika sein könnten. Ein weiteres Kooperationsfeld liege in der Gen-Therapeutik.

Im ersten Quartal 2002 habe sich der Verlust auf 38,3 Millionen US-Dollar oder 0,30 US-Dollar je Aktie belaufen. Im vergangenen Vorjahresquartal habe man mit 13 Millionen US-Dollar oder 0,10 US-Dollar pro Aktie noch einen erheblich niedrigeren Verlust ausweisen können. Auch der Umsatz sei stark rückläufig und habe sich von 5,3 Millionen US-Dollar auf spärliche 600.000 US-Dollar verringert. Hier mache sich der Wegfall des Human Gene Consortiums stark bemerkbar.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, wolle man im laufenden Geschäftsjahr die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die allgemeinen Kosten um insgesamt etwa 20 Millionen US-Dollar senken. Für die Zukunft allerdings sei HGS finanziell gut gewappnet. Die aktuellen Cashreserven hätten sich per 31. März auf 1,61 Milliarden US-Dollar belaufen, was zur Zeit der Marktkapitalisierung entspreche.

Das Rating der Analysten von "BioTech-World" für Human Genome Sciences lautet auf "akkumulieren". Es sollte jedoch im derzeitigen Marktumfeld kein Handlungsbedarf bei über ca. 10 US-Dollar bestehen!





 
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