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Sa, 18. April 2026, 2:26 Uhr

Henkel AG & Co KGaA Vz

WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432

Henkel VZ kaufen


03.06.03 16:22
Sparkasse Essen

Die Analysten der Sparkasse Essen stufen die Vorzugsaktie von Henkel mit "kaufen" ein.

Henkel sei in den drei Bereichen Waschmittel, Kosmetik und Kleb- und Dichtstoffe/Oberflächentechnik tätig. Im Jahr 2002 habe das Unternehmen bei einem Umsatz von 9,7 Mrd. Euro ein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 666 Mio. Euro erzielt. Bekannt sei Henkel durch seine Markenprodukte im Wasch- und Reinigungsbereich, mit denen man Marktführer in Kontinentaleuropa sei: z.B. Persil, Dixan oder Vernel, die gemeinsam rund 1 Mrd. Euro Umsatz erreichen würden. Die EBIT-Marge liege in diesem Geschäftsbereich bei sehr guten 8,5%.

Bei Kosmetik und Körperpflege seien Schwarzkopf, Fa, taft oder Theramed sehr gut eingeführte Marken. Henkel sei hier Nr. 3 in Europa. Die EBIT-Marge liege bei 8,7%. Bei Konsumentenklebstoffen sei Henkel Weltmarktführer. Besonders bekannt seien hier Pritt, Pattex oder Metylan. Die EBIT-Marge habe 1999 noch 13,1% betragen und sei 2002 auf 9,4% gefallen. Henkel habe sich daher stärker auf industrielle Klebstoffe und Oberflächentechnologie konzentriert. Kunden seien hier die Automobilindustrie, Verpackungstechnik oder auch Handyhersteller.

Nach der missglückten Wella-Übernahme stelle sich die Frage nach Wachstumsmöglichkeiten. Hier solle internes Wachstum mit externen Möglichkeiten kombiniert werden. Internes Wachstum werde aus der Einführung neuer Marken bzw. der Wiederbelebung "alter" Marken erzielt. Außerdem sollten "weiße Flecken" auf der Weltkarte erschlossen werden.

Henkels Ziele sähen wie folgt aus: Nr. 1 bei Wasch- und Reinigungsmitteln in Europa, Nahem Osten und Nordafrika, Stärkung der Position bei Kosmetik und Körperpflege in Übersee, Nr. 1 bei Konsumklebstoffen in allen Regionen, Nr. 1 oder Nr. 2 bei industriellen Anwendungen in allen Regionen, sowie Stärkung der Auto- und Elektronikaktivitäten in Asien, der Verpackungsaktivitäten in Nordamerika und Asien.

Für Unternehmensakquisitionen habe Henkel klare Richtlinien erstellt, wonach die Akquisitionsrendite im Sinne des shareholder value höher sein müsse als die Kapitalkosten. Eine Gewinnverwässerung werde maximal für drei Jahre toleriert. Außerdem solle das A-Rating am Kapitalmarkt unbedingt gehalten werden. Die Analysten der Sparkasse Essen sehen in einer möglichen Übernahme von Beiersdorf ("Nivea") -evtl. gegen teilweise Bezahlung mit eigenen Aktien- starke Synergien. Allerdings sei die Eigentümerstruktur bei Beiersdorf noch nicht abschließend geklärt. Insbesondere die Strategie der Aktionäre Tchibo und Allianz sei unklar.

Wechselkursbereinigt seien die Umsätze im 1. Quartal 2003 um 3%, das Ebit überproportional um 3,5% gestiegen. Der Gewinn je Aktie sei um 22% verbessert worden. Als Herausforderungen für das Jahr 2003 sehe der Vorstand die unsicheren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, negative Wechselkurseinflüsse (starker Euro) und das schwache Inlands-Geschäftsklima. Die Umsatzprognose von +4% für das Gesamtjahr sei vor diesem Hintergrund schwer zu erreichen. Die Ergebnisziele seien jedoch bestätigt worden.

Die Finanzziele für 2005 würden sich wie folgt gestalten: Umsatzwachstum + 4%, EBIT-Marge 10%, Kapitalrendite 17%, Gewinnwachstum größer 10% p.a.

Im Mai habe Henkel erstmals eine Benchmark-Anleihe am Europäischen Kapitalmarkt begeben. Dank des ausgezeichneten Ratings habe 1 Mrd. Euro über 10 Jahre zu 4,25% sehr günstig finanziert werden können. Henkel löse damit zwei fällig werdende Anleihen ab und lege seine Finanzierung langfristiger aus. Angesichts des sehr niedrigen Zinsniveaus sei dies ein konsequenter Schritt.

Die Henkel-Vorzugsaktie sei bei 51-53 Euro im Chart gut unterstützt. Als starke Widerstandslinie sehe man 60 Euro. Bei einem Überspringen dürfte die Widerstandszone um 64-65 Euro erreichbar sein. Dort setze man das Kursziel an.

Henkel verfüge über starke Marken und halte führende Marktpositionen. Das Unternehmen zeige einen stabilen Cash-Flow und ein solides Gewinnwachstum. Die Ratingagenturen würden dies mit einem sehr guten A-Rating belohnen. Man sehe gute Chancen für internes, aber auch externes Wachstum. Die Reserven in der Bilanz ließen Unternehmenskäufe bis etwa 7 Mrd. Euro Volumen zu. Die Unternehmensstrategie sei dabei sehr transparent. Bewertungsabschläge wende man aufgrund der Gesellschaftskonstruktion an: Henkel sei eine KGaA, die durch die Familie Henkel beherrscht werde (51% der Stammaktien). Die im DAX enthaltenen Vorzugsaktien hätten kein Stimmrecht.

Die Analysten der Sparkasse Essen bewerten die Henkel-Vorzugsaktie mit dem Rating "kaufen".





 
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