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HEINEKEN NV - STND FUT

WKN: 318354 / ISIN: NL0000009157

Heineken verkaufen


06.03.09 14:44
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Heineken von "halten" auf "verkaufen" herab.

Dank Preiserhöhungen um sieben Prozent habe ein organisches Umsatzwachstum (ohne Akquisitionen) um 7,4% erwirtschaftet werden können. Der Umsatz habe daher mit EUR 14,32 Mrd. über den Analystenerwartungen von EUR 14,1 Mrd. gelegen.

Das Volumenwachstum in Zentral- und Osteuropa habe im zweiten Halbjahr nicht mehr an die Wachstumsraten des ersten Halbjahres heranreichen können. Es habe eine enttäuschende Margenentwicklung aufgrund der nach wie vor hohen Inputkosten gegeben, welche durch höhere Preise nicht hätten kompensiert werden können. Es sei zu einem deutlichen Rückgang des organischen Umsatzwachstums in den USA gekommen (z. B. Premium-Bier). Weiterhin negativ sei die Absatzsituation in den westeuropäischen Absatzmärkten gewesen. Als Stolperstein habe sich der Kauf von S&N erwiesen, nachdem der Gastronomieabsatz in Großbritannien deutlich eingebrochen sei. Problematisch sei auch die Pfund-Schwäche gegenüber dem EUR gewesen.

Der operative Gewinn sei 2008 um elf Prozent gesunken und der Nettogewinn sei um 9,5% zurückgegangen. Beide Zahlen hätten unter den Analystenerwartungen gelegen. Es habe einen hohen Abschreibungsbedarf (Russland, Großbritannien und Indien) gegeben.

Es sei ein neues Sparprogramm "Total Cost Management" entstanden; allerdings würden keine Angaben hinsichtlich der Kosteneinsparungen vorliegen. Die Diversifikation werde vorangetrieben (Sortimentserweiterung um Kaffee & Tee). Die Nettoverschuldung 2008 sei mehr als dreimal so hoch wie der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Das Unternehmensziel liege bei 2,5 bis 2011. Von Dividendenausschüttungen werde 2009 eventuell Abstand genommen.

Von der internationalen Wirtschaftskrise bleibe auch Heineken nicht verschont. Diesbezüglich habe das Management für das laufende Geschäftsjahr keinen Ausblick gegeben. Vor allem das erste Halbjahr dürfte ein schwieriges werden, da die in den Emerging Markets erzielten Zuwachsraten nicht mehr an jene von 2008 heranreichen würden (Basiseffekt). Zudem mache dem Unternehmen die Refinanzierung der Schulden aufgrund der nach wie vor angespannten Situation auf den Finanz- und Kreditmärkten zu schaffen.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern daher ihre Einschätzung für die Heineken-Aktie von "halten" auf "verkaufen". (Analyse vom 06.03.2009) (06.03.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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