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H&R KgaA

WKN: A2E4T7 / ISIN: DE000A2E4T77

H&R WASAG kaufen


19.04.05 14:11
Conrad Hinrich Donner Bank

Bodo Orlowski, Analyst der Conrad Hinrich Donner Bank, bewertet die H&R WASAG-Aktie (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) mit "kaufen".

Auf Konzernebene sei der Umsatz 2004 per Saldo um 135% auf 497,1 Mio. Euro gestiegen. Bedingt durch die genannten Belastungen und ein höheres negatives Zinsergebnis sei das EBT um gut 8% auf 9,7 Mio. Euro gefallen. Hauptsächlich die Finanzierung der Übernahme der BP-Aktivitäten habe die Nettoverschuldung von 6,7 Mio. Euro auf 99,5 Mio. Euro hochschnellen lassen, was zu einem Gearing von 120% führe.

Wenngleich das Ergebnis des Jahres 2004 aufgrund der Ölpreisbelastungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, spiegele es das Ergebnispotenzial von H&R WASAG wider. Für 2005 plane das Management einen Umsatz in Höhe von 530 Mio. Euro und - abhängig von der Ölpreisentwicklung - eine Verdopplung des EBT auf 20 Mio. Euro. Lege man die 9,7 Mio. Euro aus 2004 zugrunde und addiere die Integrationskosten von gut 4 Mio. Euro sowie geplante Synergien in Höhe von 6 Mio. Euro hinzu, so wäre dieses Ziel bereits erreicht.

Die geplanten Synergien von 6 Mio. Euro entsprächen einem Drittel des insgesamt für die nächsten drei Jahre evaluierten zusätzlichen Ergebnispotenzials von 18 Mio. Euro aus Kostensenkungen, Erhöhungen der Wertschöpfung (margenstärkere Produkte) und Mengenerhöhungen (Fixkostendegression). Mit einer Beruhigung beim Ölpreis sei auch die Zielmarge von 5% (EBT) realisierbar. Insgesamt wolle H&R WASAG vom Trend, dass sich die Ölmultis von ihren Spezialgeschäften trennen würden, weiter profitieren und sei für weitere Zukäufe (zuletzt seien Aktivitäten von ExxonMobil in Australien übernommen worden) offen.

Das Gearing begrenze jedoch zunächst die Möglichkeiten. Eine Kapitalerhöhung sei aufgrund der Verlustvorträge (WASAG) erst ab Mitte 2006 möglich. Wachstumschancen ergäben sich auch aus der Technologieführerschaft bei kennzeichnungsfreien Weichmachern, welche z. B. in der Feinstaub-Problematik Vorteile bei Reifen liefern würden. Bei Kunststoffen solle dem Preisdruck über neue Produkte begegnet werden. Hier sei 2004 auch mit der Produktion in China begonnen worden. Bei Explosivstoffen werde ein Umsatz von 150 Mio. Euro angestrebt (mögliches Joint-Venture mit französischer SNPE).

Obgleich die Zahlen für das 1. Quartal (12.05.) durch den Ölpreisanstieg enttäuschen könnten, empfehlen die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank die H&R WASAG-Aktie angesichts der Aussichten mit Kursziel 15 Euro zum Kauf.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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