Google zeichnen
05.09.05 16:12
Minerva Investments
Die Experten von Minerva Investments raten bei der Aktie von Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY) zur Zeichnung.
Diese Woche würden die Blicke vieler Investoren wohl in die USA gerichtet sein, wenn die Internetsuchmaschine Google vom 5. bis 9. September im Rahmen einer Kapitalerhöhung mehr als vier Milliarden US-Dollar frisches Cash einsammeln wolle und damit eine Mega-Transaktion durchziehe. Am Markt frage man sich, wozu die frischen Mittel eigentlich gebraucht würden, doch das wisse wahrscheinlich nicht einmal das Management selbst.
Ideen ein eigenes Netzwerk aufzuziehen, habe die Company bei einer Goldman Sachs-Investorenkonferenz im Mai dieses Jahres noch dementiert - mit der Aussage, dass das sehr wohl durchgeplant worden aber nicht erfolgversprechend genug sei und deswegen wieder verworfen worden sei. Die Chance, dass Google den Bekanntheitsgrad seines Namens einsetzen werde, um ins VoIP-Geschäft, also in die internetbasierte Telefonie, einzusteigen, würden die Experten von Minerva Investments hingegen nicht ganz ausschließen wollen.
Ausschließen wollten die Experten von Minerva Investments hingegen Grossakquisitionen - hier gebe es einfach zu wenig interessante Targets für die man vier Milliarden US-Dollar brauchen könnte. Auch die in den Filings erwähnten potenziellen Zukäufe an Technologie würden zwar wahrscheinlich erscheinen, aber da sollte es eher um maximal 500-Millionen-Dollar-Deals gehen. Wie Goldman Sachs in seinem aktuellen Report nach Erachten der Experten richtig schreibe, sei wohl auch keine Technologie bekannt oder am Markt verfügbar, die es wert wäre auch nur eine Milliarde US-Dollar in die Hand zu nehmen.
Die Experten von Minerva Investments würden den Grund der Kapitalerhöhung daher einerseits als "Antwort" auf die Yahoo-Aktivitäten in China sehen und von mehreren Google-Akquistionen in China und Indien ausgehen. Ihres Erachtens nach wäre die Kapitalerhöhung in Anbetracht der Tatsache, dass Google noch rund drei Milliarden Euro Cash in den Büchern habe, zwar nicht erforderlich - andererseits habe die Geschichte gezeigt, dass es oft vernünftig sei, sich Kapital zu besorgen, wenn man es nicht brauche - denn wenn man es einmal wirklich brauche, müsse man sich die Konditionen diktieren lassen.
Bleibe die Frage, ob die Aktie auf diesem Niveau nicht schon viel zu teuer sei. Ein Blick auf die Insider-Transaktionen würde diese Ansicht fürs Erste erhärten - immerhin hätten die Google-Boys seit dem Börsengang nicht weniger als drei Milliarden US-Dollar ins Trockene gebracht, indem Anteile verkauft worden seien. Sehe man genauer hin, falle aber einerseits auf das in den steigenden Markt abverkauft worden sei und der Stake natürlich immer noch gewaltig sei.
Eine Diversifikation des Vermögens erscheine also nur allzu logisch und ziemlich sicher würden die Experten in einer ähnlichen Situation auch einen kleinen Teil ihrer Minerva Investments-Aktien in ein paar Millionen Euro Cash umtauschen. Also würden die massiven Verkäufe der Gründer zwar tendenziell negativ zu bewerten bleiben, daraus abzuleiten, dass die Gründer nicht mehr an weiteres massives Kurssteigerungspotenzial glauben würden, wäre aber sicher der falsche Schluss.
Gemessen an klassischen Fundamentalkennzahlen sehe der Titel jedenfalls schon lange nicht mehr billig aus. Immerhin notiere Google auf einem geschätzten 2005er KGV von 50. Auf der anderen Seite bleibe die Frage, ob für eine Firma wie Google das KGV eine angemessene Bewertungsgrundlage darstelle. Da seien die Experten von Minerva Investments der Meinung Nein.
Mit der Verknüpfung aus Werbung und Suchmaschine habe Google eine Goldgrube gefunden, die nicht bis in alle Ewigkeit 35-Prozent Wachstum p.a. bringen könne, aber die Google-Story habe nach Ansicht der Experten von Minerva Investments durchaus die Chance zumindest die nächsten sieben bis zehn Jahre eine klassische Growth-Story zu bleiben, wenngleich die Firma mittlerweile eine Größe erreicht habe, in der weiteres überdurchschnittliches Wachstum nicht mehr ganz so leicht gehe.
Und die VoIP-Fantasie würden die Experten ebenfalls sehr ernst nehmen. Nehme man die Goldman Sachs-Schätzungen von einem 2007er EPS in der Höhe von 9,14 US-Dollar und teile die Ansicht von Experten von Minerva Investments, dass Google auch danach noch mehr als fünf Jahre durch überdurchschnittliches Wachstumstempo herausragen werde, dann erscheine der Titel wieder günstig bewertet.
Unabhängig von der langfristigen Einschätzung seien die Experten von Minerva Investments aber davon überzeugt, dass der Titel mit einem kleinen Discount zum Schlusskurs des 9. September platziert und die Aktie unmittelbar danach anziehen werde. Kurzfristig sollten also nette Gewinne aus der Transaktion mitzunehmen sein. Die Experten von Minerva Investments würden die Kapitalerhöhung jedenfalls zeichnen und von positiven Performancebeiträgen aus dem Deal ausgehen. Obgleich Google natürlich kein öffentliches Angebot in Österreich mache, gebe es für interessierte aber auch hierzulande eine Zeichnungsmöglichkeit - brokerjet werde für seine Kunden Zeichnungswünsche weiterleiten.
Die Experten von Minerva Investments raten bei der Aktie von Google zu zeichnen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Diese Woche würden die Blicke vieler Investoren wohl in die USA gerichtet sein, wenn die Internetsuchmaschine Google vom 5. bis 9. September im Rahmen einer Kapitalerhöhung mehr als vier Milliarden US-Dollar frisches Cash einsammeln wolle und damit eine Mega-Transaktion durchziehe. Am Markt frage man sich, wozu die frischen Mittel eigentlich gebraucht würden, doch das wisse wahrscheinlich nicht einmal das Management selbst.
Ideen ein eigenes Netzwerk aufzuziehen, habe die Company bei einer Goldman Sachs-Investorenkonferenz im Mai dieses Jahres noch dementiert - mit der Aussage, dass das sehr wohl durchgeplant worden aber nicht erfolgversprechend genug sei und deswegen wieder verworfen worden sei. Die Chance, dass Google den Bekanntheitsgrad seines Namens einsetzen werde, um ins VoIP-Geschäft, also in die internetbasierte Telefonie, einzusteigen, würden die Experten von Minerva Investments hingegen nicht ganz ausschließen wollen.
Ausschließen wollten die Experten von Minerva Investments hingegen Grossakquisitionen - hier gebe es einfach zu wenig interessante Targets für die man vier Milliarden US-Dollar brauchen könnte. Auch die in den Filings erwähnten potenziellen Zukäufe an Technologie würden zwar wahrscheinlich erscheinen, aber da sollte es eher um maximal 500-Millionen-Dollar-Deals gehen. Wie Goldman Sachs in seinem aktuellen Report nach Erachten der Experten richtig schreibe, sei wohl auch keine Technologie bekannt oder am Markt verfügbar, die es wert wäre auch nur eine Milliarde US-Dollar in die Hand zu nehmen.
Die Experten von Minerva Investments würden den Grund der Kapitalerhöhung daher einerseits als "Antwort" auf die Yahoo-Aktivitäten in China sehen und von mehreren Google-Akquistionen in China und Indien ausgehen. Ihres Erachtens nach wäre die Kapitalerhöhung in Anbetracht der Tatsache, dass Google noch rund drei Milliarden Euro Cash in den Büchern habe, zwar nicht erforderlich - andererseits habe die Geschichte gezeigt, dass es oft vernünftig sei, sich Kapital zu besorgen, wenn man es nicht brauche - denn wenn man es einmal wirklich brauche, müsse man sich die Konditionen diktieren lassen.
Bleibe die Frage, ob die Aktie auf diesem Niveau nicht schon viel zu teuer sei. Ein Blick auf die Insider-Transaktionen würde diese Ansicht fürs Erste erhärten - immerhin hätten die Google-Boys seit dem Börsengang nicht weniger als drei Milliarden US-Dollar ins Trockene gebracht, indem Anteile verkauft worden seien. Sehe man genauer hin, falle aber einerseits auf das in den steigenden Markt abverkauft worden sei und der Stake natürlich immer noch gewaltig sei.
Gemessen an klassischen Fundamentalkennzahlen sehe der Titel jedenfalls schon lange nicht mehr billig aus. Immerhin notiere Google auf einem geschätzten 2005er KGV von 50. Auf der anderen Seite bleibe die Frage, ob für eine Firma wie Google das KGV eine angemessene Bewertungsgrundlage darstelle. Da seien die Experten von Minerva Investments der Meinung Nein.
Mit der Verknüpfung aus Werbung und Suchmaschine habe Google eine Goldgrube gefunden, die nicht bis in alle Ewigkeit 35-Prozent Wachstum p.a. bringen könne, aber die Google-Story habe nach Ansicht der Experten von Minerva Investments durchaus die Chance zumindest die nächsten sieben bis zehn Jahre eine klassische Growth-Story zu bleiben, wenngleich die Firma mittlerweile eine Größe erreicht habe, in der weiteres überdurchschnittliches Wachstum nicht mehr ganz so leicht gehe.
Und die VoIP-Fantasie würden die Experten ebenfalls sehr ernst nehmen. Nehme man die Goldman Sachs-Schätzungen von einem 2007er EPS in der Höhe von 9,14 US-Dollar und teile die Ansicht von Experten von Minerva Investments, dass Google auch danach noch mehr als fünf Jahre durch überdurchschnittliches Wachstumstempo herausragen werde, dann erscheine der Titel wieder günstig bewertet.
Unabhängig von der langfristigen Einschätzung seien die Experten von Minerva Investments aber davon überzeugt, dass der Titel mit einem kleinen Discount zum Schlusskurs des 9. September platziert und die Aktie unmittelbar danach anziehen werde. Kurzfristig sollten also nette Gewinne aus der Transaktion mitzunehmen sein. Die Experten von Minerva Investments würden die Kapitalerhöhung jedenfalls zeichnen und von positiven Performancebeiträgen aus dem Deal ausgehen. Obgleich Google natürlich kein öffentliches Angebot in Österreich mache, gebe es für interessierte aber auch hierzulande eine Zeichnungsmöglichkeit - brokerjet werde für seine Kunden Zeichnungswünsche weiterleiten.
Die Experten von Minerva Investments raten bei der Aktie von Google zu zeichnen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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