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Fr, 17. April 2026, 13:35 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten DAX


01.03.04 16:51
Frankfurter Sparkasse

In den letzten Tagen hat sich die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt deutlich eingetrübt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Eine Reihe von negativen Faktoren habe dafür gesorgt, dass Gewinnmitnahmen ausgelöst worden seien und der DAX sogar unter seine charttechnisch wichtige Unterstützungsmarke von 4.000 Punkten gerutscht sei. Damit sei der tiefste Stand des Jahres erreicht und die deutlichen Kursgewinne seit Jahresanfang nahezu vollständig aufgezehrt worden.

Neben einigen Unternehmensberichten, die nicht ganz die Erwartungen der Analysten getroffen hätten, hätten vor allem enttäuschende Konjunkturdaten belastet. So sei in Deutschland der richtungsweisende Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar erstmals seit zehn Monaten wieder gesunken gewesen. Das amerikanische Verbrauchervertrauen sei sogar unerwartet deutlich von 96,8 auf 87,3 Punkte gefallen. Abzuwarten bleibe, ob dies nur ein kurzes Störfeuer sei. Immerhin würden diverse andere Indikatoren darauf hindeuten, dass der wirtschaftliche Aufschwung prinzipiell intakt sei.

Bis sich das Szenario verstetige, bleibe aber das Risiko einer anhaltenden Konsolidierung im Aktienmarkt mit dem charttechnisch möglichen Kursziel von rund 3.800 Punkten akut. Dies gelte insbesondere dann, wenn es dem DAX nicht gelinge, sich wieder über der 4.000er Marke zu etablieren. Auch die Investoren würden bereits mit Sektorrotation reagieren und würden zyklische Aktien verstärkt in defensive und dividendenstarke Werte tauschen. Zusätzliche Risiken für die Aktienmärkte würden mögliche Zins- und Währungsturbulenzen bieten. Weiterhin gelte die Empfehlung der Analysten, bestehende Engagements durch Stopp-Loss-Limits abzusichern und Neuinvestitionen erst auf einem tieferen Kursniveau zu tätigen.