Gericom spekulativer Kauf
27.11.00 00:00
fnet.de Research
Es ist nur einige Monate her, da rissen Anleger im Zuge von Neuemissionen den Börsenneulingen am Neuen Markt ihre zu emittierenden Wertpapiere förmlich aus den Händen. Immense Zeichnungsgewinne vor Augen, wurde alles gezeichnet was nur auf den Markt kam. Nun hat sich dieses vollkommen überzogene Zeichnungsgebaren gelegt, dass aber die eigene Emission derart daneben geht, damit hatte die österreichische Gericom AG (WKN 565773) sicher nicht gerechnet.
Zum einen habe die Aktie nicht einmal am unteren Ende der Bookbuildingspanne von 19 – 26 Euro emittiert werden können und hatte einen Ausgabekurs von 17 Euro. Zum anderen wäre die Zeichnungsfrist um zwei Tage verlänger wordent, der Tag der Erstnotiz sogar um drei Tage nach hinten verschoben. Zu guter Letzt hätten anstatt der geplanten 3,5 Mio. nur 2,2 Mio. Aktien an den Mann gebracht werden können. Zwangsläufig zwinge sich da die Frage auf, ob die Firma einfach nichts tauge oder aber falsch bewertet an den Markt gekommen sei?
Gericom sei Spezialist für Mobile Computing. Die Linzer produzieren und vermarkten Produkte aus Bereichen der mobilen Computer- und Kommunikationstechnologie. Neben Notebooks als Basisprodukt würden LCD-Computer und andere Hardwarekomponenten vertrieben, die sich vor allem durch die Komponenten Mobilität, Kommunikationsfähigkeit, Design und Performance von der Konkurrenz unterscheiden sollen. Der Vertrieb der Produkte basiere auf drei Säulen. Wichtigstes Standbein sei der Verkauf an strategische Vertriebspartner wie Metro (Media Markt, Saturn), Dixons und Kingfisher. In der zweiten Tätigkeit als Business Enabler würden Firmen wie Lidl, Libro, Bertelsmann und Hofer (Aldi-Austria) der Vertrieb von Notebooks und Web-Appliances ermöglicht.
Für gewisse Länder bestehe außerdem ein Vertrieb über Distributoren und Fachhändler. Zusätzlich würden diese drei Vertriebssäulen durch ein E-Commerce-Konzept unterstützt. Momentan rangiere Gericom in Deutschland mit einem Marktanteil von 9,2% knapp hinter IBM (9,5%) und Toshiba (20%) an dritter Stelle. Während derzeit noch ¾ des Umsatzes in Deutschland generiert würden, solle zukünftig der gesamte europäische Markt beliefert werden. So habe heute z. B. der erfolgreiche Einstieg in den englischen Markt verkündet werden können. Während derzeit die eigenen Produkte noch unter verschiedenen Namen wie „network“ oder „Advent“ vertrieben würden, solle langfristig Gericom als europaweiter Markenname etabliert werden.
Blicke man nun auf die heute veröffentlichten Zahlen für die ersten drei Quartale dieses Geschäftsjahres, so zeige sich ein Bild, das man aufgrund des schwachen Börsenstarts wohl eher nicht erwartet hat. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Umsatz um knapp 41 Prozent auf 218,8 Mio. Euro gewachsen. Während der Gewinn vor Steuern im gleichen Zeitraum um 153%, von 3,8 Mio. auf 9,6 Mio. Euro gesteigert werden konnte, sei der Periodenüberschuss um 152% von 2,5 Mio. auf 6,3 Mio. Euro gestiegen. Vor dem Hintergrund des jetzt gerade anlaufenden Weihnachtsgeschäftes stelle das mit 303,3 Mio. Euro aufgestellte Umsatzziel eine realistische Größe dar. Grundsätzlich werde bis 2003 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 40 Prozent kalkuliert.
Neben der Betrachtung der Ertragssituation bedürfe es zwangsläufig eines Blicks auf evtl. Schwachstellen bei Gericom. Hier stelle vor allem die große Abhängigkeit vom Metro-Konzern, die ca. 60% des Umsatzes bedeutet, einen Risikofaktor dar. Der Einkauf zentraler Basiskomponenten in US-Dollar schwäche die Gewinnmargen der Produkte, und das zukünftige Wachstum der Firma sei stark an den Erfolg der UMTS-Technologie gebunden.
Stelle man nun einen Vergleich von Gericom mit Wettbewerbern an, so zeige sich eine eindeutig günstigere Bewertung. Während Medion ein KGV für 2001 von 35 und IPC Archtec von 26 haben, liege das KGV von Gericom beim derzeitigen Kurs von 18,50 Euro bei 14. Für die Analysten von fnet.de Research sei die Aktie aufgrund der guten fundamentalen Ausgangssituation eindeutig unterbewertet. Die Analysten von fnet.de Research raten daher dem spekulativen Anleger zum Kauf der Aktie von Gericom, wobei jedoch bei 15,00 Euro ein Stop-Loss gesetzt werden sollte.
Zum einen habe die Aktie nicht einmal am unteren Ende der Bookbuildingspanne von 19 – 26 Euro emittiert werden können und hatte einen Ausgabekurs von 17 Euro. Zum anderen wäre die Zeichnungsfrist um zwei Tage verlänger wordent, der Tag der Erstnotiz sogar um drei Tage nach hinten verschoben. Zu guter Letzt hätten anstatt der geplanten 3,5 Mio. nur 2,2 Mio. Aktien an den Mann gebracht werden können. Zwangsläufig zwinge sich da die Frage auf, ob die Firma einfach nichts tauge oder aber falsch bewertet an den Markt gekommen sei?
Gericom sei Spezialist für Mobile Computing. Die Linzer produzieren und vermarkten Produkte aus Bereichen der mobilen Computer- und Kommunikationstechnologie. Neben Notebooks als Basisprodukt würden LCD-Computer und andere Hardwarekomponenten vertrieben, die sich vor allem durch die Komponenten Mobilität, Kommunikationsfähigkeit, Design und Performance von der Konkurrenz unterscheiden sollen. Der Vertrieb der Produkte basiere auf drei Säulen. Wichtigstes Standbein sei der Verkauf an strategische Vertriebspartner wie Metro (Media Markt, Saturn), Dixons und Kingfisher. In der zweiten Tätigkeit als Business Enabler würden Firmen wie Lidl, Libro, Bertelsmann und Hofer (Aldi-Austria) der Vertrieb von Notebooks und Web-Appliances ermöglicht.
Blicke man nun auf die heute veröffentlichten Zahlen für die ersten drei Quartale dieses Geschäftsjahres, so zeige sich ein Bild, das man aufgrund des schwachen Börsenstarts wohl eher nicht erwartet hat. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Umsatz um knapp 41 Prozent auf 218,8 Mio. Euro gewachsen. Während der Gewinn vor Steuern im gleichen Zeitraum um 153%, von 3,8 Mio. auf 9,6 Mio. Euro gesteigert werden konnte, sei der Periodenüberschuss um 152% von 2,5 Mio. auf 6,3 Mio. Euro gestiegen. Vor dem Hintergrund des jetzt gerade anlaufenden Weihnachtsgeschäftes stelle das mit 303,3 Mio. Euro aufgestellte Umsatzziel eine realistische Größe dar. Grundsätzlich werde bis 2003 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 40 Prozent kalkuliert.
Neben der Betrachtung der Ertragssituation bedürfe es zwangsläufig eines Blicks auf evtl. Schwachstellen bei Gericom. Hier stelle vor allem die große Abhängigkeit vom Metro-Konzern, die ca. 60% des Umsatzes bedeutet, einen Risikofaktor dar. Der Einkauf zentraler Basiskomponenten in US-Dollar schwäche die Gewinnmargen der Produkte, und das zukünftige Wachstum der Firma sei stark an den Erfolg der UMTS-Technologie gebunden.
Stelle man nun einen Vergleich von Gericom mit Wettbewerbern an, so zeige sich eine eindeutig günstigere Bewertung. Während Medion ein KGV für 2001 von 35 und IPC Archtec von 26 haben, liege das KGV von Gericom beim derzeitigen Kurs von 18,50 Euro bei 14. Für die Analysten von fnet.de Research sei die Aktie aufgrund der guten fundamentalen Ausgangssituation eindeutig unterbewertet. Die Analysten von fnet.de Research raten daher dem spekulativen Anleger zum Kauf der Aktie von Gericom, wobei jedoch bei 15,00 Euro ein Stop-Loss gesetzt werden sollte.
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