Freundliche Börsen in Europa
01.09.00 00:00
LB Schleswig-Holstein
Die Sitzung der europäischen Zentralbank sei das beherrschende Thema in der vergangenen Woche gewesen. In Erwartung einer Anhebung der Zinsen hätten sich die meisten Marktteilnehmer nervös und sich mit Engagements zurück präsentiert gehalten. Man glaube jedoch nicht, dass der Einfluss der EZB-Entscheidung nachhaltig auf den Aktienmarkt wirken werde. Die guten Unternehmenszahlen in Deutschland und Europa sprächen für eine weiter freundliche Entwicklung der Börsen.
So habe beispielsweise Carrefour in der Berichtswoche sehr gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Umsätze hätten um mehr als 20% auf 30,68 Mrd. EUR gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe im gleichen Zeitraum um 36% auf 831 Mio. EUR zugelegt. Damit habe das anvisierte Umsatzwachstum von 20 bis 25% für das Gesamtjahr erfüllen und die Planungen bestätigen können.
Weiter kritisch beäugt würden jedoch die großen Telekommunikationskonzerne. Vor allem die hohen Kosten für die Investitionen in die UMTS-Lizenzen und -Netzwerke verunsicherten die Investoren. Die niederländische KPN zum Beispiel sei unter Druck geraten, nachdem der Ausstieg Hutchinsons bekannt worden sei. Der Absprung des finanzstarken Partners aus Hongkong bedeute für die Niederländer weiteren Finanzierungsbedarf in Milliardenhöhe. Die von Goodwill-Abschreibungen und hohen Finanzierungskosten der E-Plus-Übernahme belasteten Halbjahreszahlen hätten ihr Übriges getan, den Kurs der KPN-Aktie auf eine neues Jahrestief bei 28 EUR zu drücken.
Ähnliche Bedenken sehe sich die Deutsche Telekom gegenüber. Während man aber bei KPN aufgrund der negativen Nachrichtenlage mit Neuengagements noch abwarte, sehe man für die Deutsche Telekom auf dem erreichten Niveau gute Einstiegschancen. Die schlechten Nachrichten sollten hier bereits im Kurs eskomptiert sein. Positiv stimme außerdem der weitere Ausbau des US-Engagements mit dem Kauf des Mobilfunkbetreibers Powertel.
Die Verluste bei den Telekom-Titeln hätten jedoch durch Gewinne in anderen Branchen wieder wettgemacht werden. Vor allem die Technologie- und Biotech-Werte hätten deutliche Zuwächse verbuchen können. Im Dax hervorzuheben seien hier die Muster-Depot-Werte SAP und Siemens, die beide im Wochenverlauf kräftig zugelegt hätten. Profitiert hätten die Titel dabei vor allem von der Erholung des Technologie-Sektors an der US-Börse Nasdaq.
Wie nervös die Investoren derzeit trotz des guten Umfeldes agierten, zeige aber der Fall des Netzwerkausrüsters Emulex. Nach der durch einen Internet-Dienst lancierten Falschmeldung, dass statt der gemeldeten Gewinne tatsächlich Verluste angefallen seien und das Management zurücktreten werde, sei der Kurs von 120 auf 43 US$ gefallen. Erst nach dem Dementi der Gesellschaft habe sich der Wert wieder bis auf 105 US$ erholt.
So habe beispielsweise Carrefour in der Berichtswoche sehr gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Umsätze hätten um mehr als 20% auf 30,68 Mrd. EUR gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe im gleichen Zeitraum um 36% auf 831 Mio. EUR zugelegt. Damit habe das anvisierte Umsatzwachstum von 20 bis 25% für das Gesamtjahr erfüllen und die Planungen bestätigen können.
Ähnliche Bedenken sehe sich die Deutsche Telekom gegenüber. Während man aber bei KPN aufgrund der negativen Nachrichtenlage mit Neuengagements noch abwarte, sehe man für die Deutsche Telekom auf dem erreichten Niveau gute Einstiegschancen. Die schlechten Nachrichten sollten hier bereits im Kurs eskomptiert sein. Positiv stimme außerdem der weitere Ausbau des US-Engagements mit dem Kauf des Mobilfunkbetreibers Powertel.
Die Verluste bei den Telekom-Titeln hätten jedoch durch Gewinne in anderen Branchen wieder wettgemacht werden. Vor allem die Technologie- und Biotech-Werte hätten deutliche Zuwächse verbuchen können. Im Dax hervorzuheben seien hier die Muster-Depot-Werte SAP und Siemens, die beide im Wochenverlauf kräftig zugelegt hätten. Profitiert hätten die Titel dabei vor allem von der Erholung des Technologie-Sektors an der US-Börse Nasdaq.
Wie nervös die Investoren derzeit trotz des guten Umfeldes agierten, zeige aber der Fall des Netzwerkausrüsters Emulex. Nach der durch einen Internet-Dienst lancierten Falschmeldung, dass statt der gemeldeten Gewinne tatsächlich Verluste angefallen seien und das Management zurücktreten werde, sei der Kurs von 120 auf 43 US$ gefallen. Erst nach dem Dementi der Gesellschaft habe sich der Wert wieder bis auf 105 US$ erholt.
