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Fr, 17. April 2026, 22:23 Uhr

Eurostoxx leicht gestiegen


14.01.04 10:35
Bank von Ernst

Europas Aktienmärkte haben am Dienstag frühe Gewinne im Soge der schwachen Tendenz der US-Leitbörsen zu einem großen Teil wieder abgegeben und mehrheitlich nur wenig fester geschlossen, berichten die Analysten der Bank von Ernst.

Der Eurostoxx 50-Index habe moderate 0,1 Prozent höher geschlossen bei 2.691,56 Punkten. Händler hätten von gegenläufigen Tendenzen gesprochen. Während insbesondere Auto- und Industriewerte für Auftrieb gesorgt hätten, hätten sich Werte aus den Sektoren Konsumgüter und Technologie als Belastung erwiesen. Insgesamt sei aber die Stimmung nach wie vor intakt, habe ein Händler gesagt.

Im Automobilsektor hätten die Aktien von Porsche mit einem Plus von 3,1 Prozent die Gewinnerliste angeführt. DaimlerChrysler seien 1,8 Prozent vorgerückt, was Händler auf die positive Neuigkeiten zum US-Rechtsstreit zwischen DaimlerChrysler und Großinvestor Kirk Kerkorian zurückgeführt hätten. Renault hätten sich um 0,7 Prozent verbessert und die Peugeot-Aktien hätten 0,5 Prozent fester geschlossen.

Bei den Industriewerten hätten die Titel der schweizerisch-schwedischen ABB mit einem Aufschlag von 4,3 Prozent hervorgestochen. Die Aktien des weltgrößten Zeitarbeitskonzerns Adecco, die am Montag wegen Ängsten um einen möglichen Bilanzierungsskandal um 35 Prozent eingebrochen seien, hätten sich etwas erholt und hätten knapp neun Prozent angezogen. Die Papiere der niederländischen Vedior seien um 2,1 Prozent vorgerückt.

Eine Berg- und Talfahrt hätten Technologiewerte vollführt. Zunächst hätten Meldungen über einen milliardenschweren Auftrag aus China dem zweitgrößten Mobiltelefonhersteller Motorola und anderen Unternehmen aus dem Sektor Auftrieb verliehen. Im Handelsverlauf hätten die Kurse aber ins Minus gedreht. Die Titel des IT-Beraters Cap Gemini seien 5,1 Prozent abgesackt. Die Aktien des deutschen Software-Entwicklers SAP hätten sich nach dem Jahresausweis um 3,7 Prozent ermäßigt. Die Papiere von STMicroeclectronics, des Herstellers von Geräten für die Chipindustrie, hätten in Paris 1,3 Prozent verloren, während die Aktien der Telekomausrüster und Handyhersteller Nokia und Ericsson knapp ein und 0,6 Prozent nachgegeben hätten.

Bei den Konsumgüterwerten seien die Aktien der führenden britischen Kaufhauskette Tesco um 4,1 Prozent gefallen. Carrefour hätten sich um 1,4 Prozent ermäßigt und L'Oreal hätten 0,8 Prozent niedriger geschlossen. Swedish Match hätten 0,7 Prozent nachgegeben.