Europäischer Rentenmarkt im Fokus
03.07.06 09:11
Conrad Hinrich Donner Bank
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Juni die Leitzinsen um weitere 0,25% auf 2,75% erhöht, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.
Hintergrund seien einerseits Inflationsängste, nachdem der Verbraucherpreisindex der Eurozone mit 2,4% im Mai weiterhin über der von der EZB festgesetzten Grenze von 2,0% gelegen habe. Andererseits gehe die EZB von einem festen Wirtschaftswachstum von 2,1% für das Jahr 2006 aus, nach 1,3% im abgelaufenen Jahr. Für das dritte und vierte Quartal 2006 würden die Analysten ein bis zwei weitere Zinserhöhungen für realistisch halten. Da dieses Niveau im historischen Vergleich immer noch als niedrig zu bewerten sei, erwarte man kaum negative Auswirkungen für die Konjunktur.
Für die europäischen Rentenmärkte würden die Analysten im weiteren Jahresverlauf zunächst noch mit leicht steigenden Renditen im Zuge weiterer Leitzinserhöhungen der EZB rechnen. Im Sommer sollte allerdings das Höchstniveau bei den Renditen erreicht sein, da die Marktteilnehmer dann ihren Fokus auf das kommende Jahr richten würden und eine sich wieder abkühlende Konjunktur in ihre Erwartungen einbeziehen sollten. Die Analystenprognose für die 10-Jahres-Renditen zum Jahresende liege bei 3,75%.
Bei der Laufzeitenallokation in einem Rentenportfolio würden die Analysten weiterhin kurze bis mittlere Laufzeiten mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. 3 Jahren bevorzugen. Diese Strategie habe sich im bisherigen Jahresverlauf bewährt, da sich die Renditen deutlich erhöht hätten, was zu Kursverlusten bei lang laufenden Anleihen geführt habe. Im weiteren Jahresverlauf würden die Analysten planen, die Restlaufzeit wieder zu erhöhen, um ihrer Erwartung eines wieder fallenden Renditeniveaus gerecht zu werden.
Im Bereich der Unternehmensanleihen sei man weiterhin sehr vorsichtig mit einer Quote von 10% gewichtet. Dies liege an den derzeit sehr geringen Risikoaufschlägen von Unternehmensanleihen. Innerhalb des Segments bevorzuge man Investmentgrade-Anleihen, d.h. Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität. Im Bereich der Hochzinsanleihen, deren Emittenten eine schlechtere Bonität aufweisen würden, seien die Analysten derzeit nicht investiert.
Das Anlagesegment der Wandelanleihen halte man nach wie vor für sehr interessant. Die weiterhin positiven Einschätzungen der Analysten für die globalen Aktienmärkte würden gute Voraussetzungen für diese Wertpapierklasse darstellen. Zur weiteren Diversifikation empfehle man nach wie vor so genannte Absolute Return Produkte. Zielsetzung solcher Fonds sei es, eine von der Entwicklung des deutschen Rentenmarktes unabhängige positive Rendite zu erzielen. Vor allem das Zinsänderungsrisiko sei bei solchen Produkten reduziert. (3.7.2006/ac/a/m)
Hintergrund seien einerseits Inflationsängste, nachdem der Verbraucherpreisindex der Eurozone mit 2,4% im Mai weiterhin über der von der EZB festgesetzten Grenze von 2,0% gelegen habe. Andererseits gehe die EZB von einem festen Wirtschaftswachstum von 2,1% für das Jahr 2006 aus, nach 1,3% im abgelaufenen Jahr. Für das dritte und vierte Quartal 2006 würden die Analysten ein bis zwei weitere Zinserhöhungen für realistisch halten. Da dieses Niveau im historischen Vergleich immer noch als niedrig zu bewerten sei, erwarte man kaum negative Auswirkungen für die Konjunktur.
Bei der Laufzeitenallokation in einem Rentenportfolio würden die Analysten weiterhin kurze bis mittlere Laufzeiten mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. 3 Jahren bevorzugen. Diese Strategie habe sich im bisherigen Jahresverlauf bewährt, da sich die Renditen deutlich erhöht hätten, was zu Kursverlusten bei lang laufenden Anleihen geführt habe. Im weiteren Jahresverlauf würden die Analysten planen, die Restlaufzeit wieder zu erhöhen, um ihrer Erwartung eines wieder fallenden Renditeniveaus gerecht zu werden.
Im Bereich der Unternehmensanleihen sei man weiterhin sehr vorsichtig mit einer Quote von 10% gewichtet. Dies liege an den derzeit sehr geringen Risikoaufschlägen von Unternehmensanleihen. Innerhalb des Segments bevorzuge man Investmentgrade-Anleihen, d.h. Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität. Im Bereich der Hochzinsanleihen, deren Emittenten eine schlechtere Bonität aufweisen würden, seien die Analysten derzeit nicht investiert.
Das Anlagesegment der Wandelanleihen halte man nach wie vor für sehr interessant. Die weiterhin positiven Einschätzungen der Analysten für die globalen Aktienmärkte würden gute Voraussetzungen für diese Wertpapierklasse darstellen. Zur weiteren Diversifikation empfehle man nach wie vor so genannte Absolute Return Produkte. Zielsetzung solcher Fonds sei es, eine von der Entwicklung des deutschen Rentenmarktes unabhängige positive Rendite zu erzielen. Vor allem das Zinsänderungsrisiko sei bei solchen Produkten reduziert. (3.7.2006/ac/a/m)
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