Europäische Rentenmärkte volatil
11.02.04 09:56
WGZ-Bank
Die europäische Rentenmärkte waren gestern zunächst freundlich in den Handel gegangen, so die Analysten der WGZ-Bank.
Im Zuge eines sich im Tagesverlauf erholenden US-Dollar seien die Gewinne aber wieder abgebröckelt. Letztlich hätten die Renten sogar im negativen Terrain geschlossen. Per saldo habe es bei allen Laufzeiten einen geringen Renditeanstieg gegeben. Insgesamt hätten sich die Bewegungen - wie bereits am Montag - aber in engen Grenzen gehalten. Da keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht worden seien, hätten fundamentale Impulse gefehlt. Die gestrige Auktion 3jähriger US-Treasuries sei mit einem Bid-Cover-Verhältnis von 2,27 sehr erfolgreich verlaufen.
Insbesondere die sogenannten indirekten Bieter - diese Gruppe umfasse unter anderem ausländische Zentralbanken - hätten für eine rege Nachfrage gesorgt. Ihnen sei insgesamt 47% des Volumens (letzte Auktion im November 37%) zugeteilt worden. Dennoch habe sich der US-Rentenmarkt auch nach der Auktion im Vorfeld der heutigen Rede von FED-Präsident Greenspan schwächer gezeigt.
Vor Handelsbeginn seien bereits die Daten zur deutschen Handels- und Leistungsbilanz (Dezember) veröffentlicht worden. Obwohl der Überschuss zumindest bei der Leistungsbilanz etwas zurückgegangen sei, würden beide Salden auf einem hohen Niveau bleiben. Die deutschen Unternehmen hätten die seit nunmehr über zwei Jahren andauernde Aufwertung des Euro (insbesondere zum US-Dollar) bislang gut verkraftet.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit werde heute Alan Greenspan stehen. Er werde um 17.00 MEZ vor dem US-Repräsentantenhaus seine halbjährliche Stellungnahme zur konjunkturellen Lage und zur Zinspolitik der FED abgeben. Es sei davon auszugehen, dass er auf die sich weiter verbessernde Konjunktursituation in den USA verweisen werde. Mit Spannung würden seine Ausführungen zur weiteren Geldpolitik erwartet. Man halte es für durchaus möglich, dass er zwar auf den aktuell fehlenden Inflationsdruck hinweise, aber zugleich deutlich mache, dass in der zweiten Jahreshälfte Leitzinserhöhungen zu erwarten seien. Angesichts der zuletzt deutlich nach hinten verschobenen Zinserhöhungserwartungen in den USA könnte dies zu Verlusten an den Rentenmärkten führen.
Aufgrund der schwachen Vorgaben vom US-Markt hätten die europäischen Rentenmärkte heute im roten Terrain eröffnet. Bis zum Nachmittag erwarte man eine Seitwärtsbewegung. Es könnte im Anschluss an die Greenspan Rede zu weiteren Verlusten und damit steigenden Renditen an den Rentenmärkten kommen.
Im Zuge eines sich im Tagesverlauf erholenden US-Dollar seien die Gewinne aber wieder abgebröckelt. Letztlich hätten die Renten sogar im negativen Terrain geschlossen. Per saldo habe es bei allen Laufzeiten einen geringen Renditeanstieg gegeben. Insgesamt hätten sich die Bewegungen - wie bereits am Montag - aber in engen Grenzen gehalten. Da keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht worden seien, hätten fundamentale Impulse gefehlt. Die gestrige Auktion 3jähriger US-Treasuries sei mit einem Bid-Cover-Verhältnis von 2,27 sehr erfolgreich verlaufen.
Vor Handelsbeginn seien bereits die Daten zur deutschen Handels- und Leistungsbilanz (Dezember) veröffentlicht worden. Obwohl der Überschuss zumindest bei der Leistungsbilanz etwas zurückgegangen sei, würden beide Salden auf einem hohen Niveau bleiben. Die deutschen Unternehmen hätten die seit nunmehr über zwei Jahren andauernde Aufwertung des Euro (insbesondere zum US-Dollar) bislang gut verkraftet.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit werde heute Alan Greenspan stehen. Er werde um 17.00 MEZ vor dem US-Repräsentantenhaus seine halbjährliche Stellungnahme zur konjunkturellen Lage und zur Zinspolitik der FED abgeben. Es sei davon auszugehen, dass er auf die sich weiter verbessernde Konjunktursituation in den USA verweisen werde. Mit Spannung würden seine Ausführungen zur weiteren Geldpolitik erwartet. Man halte es für durchaus möglich, dass er zwar auf den aktuell fehlenden Inflationsdruck hinweise, aber zugleich deutlich mache, dass in der zweiten Jahreshälfte Leitzinserhöhungen zu erwarten seien. Angesichts der zuletzt deutlich nach hinten verschobenen Zinserhöhungserwartungen in den USA könnte dies zu Verlusten an den Rentenmärkten führen.
Aufgrund der schwachen Vorgaben vom US-Markt hätten die europäischen Rentenmärkte heute im roten Terrain eröffnet. Bis zum Nachmittag erwarte man eine Seitwärtsbewegung. Es könnte im Anschluss an die Greenspan Rede zu weiteren Verlusten und damit steigenden Renditen an den Rentenmärkten kommen.
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