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So, 19. April 2026, 6:26 Uhr

Europ. Börsen schließen schwächer


24.10.03 13:36
Bank von Ernst

Europas Börsen haben am Donnerstag schwächer geschlossen, so die Analysten der Bank von Ernst.

Die enttäuschenden Zwischenberichte von Royal Dutch/Shell und STMicroelectronics hätten die Anleger verunsichert, hätten Händler gesagt. Der Eurostoxx 50-Index habe rund ein Prozent tiefer bei 2.485 Punkten notiert. Druck sei auch vom schwachen Start der US-Börsen ausgegangen. Die wachsende Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld über die Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs habe sich auf die mikroökonomische Seite ausgeweitet, habe Jean-Francois Cauvet von E.T.C. Pollak Prebon gesagt.

Auch die Furcht vor einer Erhöhung der britischen Leitzinsen habe den Markt weiterhin belastet. Händlern zufolge seien die europäischen Unternehmensergebnisse bisher insgesamt sehr gut ausgefallen. Die Marktkorrektur dürfte sich deshalb in Grenzen halten. Auch wenn es kurzfristig immer wieder kleinere Korrekturen geben könne, sei die Rally noch nicht abgeschlossen. Die Aktienbewertungen seien immer noch angemessen und die Unternehmensgewinne dürften weiter steigen, habe Ben Funnell von Morgan Stanley erklärt. Auch die US-Arbeitsmarktdaten hätten auf einen anhaltenden Aufschwung hingewiesen, habe er weiter gesagt.

Der größte britische Versicherungskonzern Aviva habe mit dem Quartalsumsatz enttäuscht. Trotz eines vorsichtig optimistischen Ausblicks seien die Titel um 4,9 Prozent gesunken. Die Aktien des Unterhaltungselektronikkonzerns Philips hätten sich um 2,3 Prozent ermäßigt. Händler hätten dabei auf das Ergebnis des japanischen Konkurrenten Sony verwiesen, der im abgelaufenen Quartal wegen des gesunkenen Playstation-Absatzes einen Gewinnrückgang von rund 25 Prozent verbucht habe.

Unter den übrigen Technologiewerten hätten die Papiere von STM nach der Veröffentlichung eines Quartalsverlustes in Paris um 5,3 Prozent tiefer geschlossen, während Infineon an der deutschen Börse um 0,8 Prozent und in den Niederlanden ASML um 3,7 Prozent an Wert eingebüsst hätten. Die Aktien des schwedischen Papierkonzerns Stora Enso hätten sich um 4,2 Prozent verbessert, nachdem die Gewinnzahlen weniger als erwartet gesunken seien. Die Papiere des Lastwagenherstellers Volvo hätten einen Kursanstieg von 9,7 Prozent verbucht. Volvo habe mit starken Unternehmensresultaten und optimistischen Zukunftsaussichten überzeugt. Gegen den Trend hätten sich defensive Werte aus den Branchen Versorgung sowie nichtzyklische Konsumgüter behauptet.