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Fr, 17. April 2026, 18:16 Uhr

Euro auf Höhenflug


23.11.04 09:03
Sparkasse Essen

Trotz der robusten US-Konjunkturdaten bleibt der Kurs des US-Dollars weiter unter Druck, so die Analysten der Sparkasse Essen.

Technisch befinde sich der Euro in einem steilen Aufwärtstrendkanal. Innerhalb des Kanals gebe es verschiedene Widerstände, die obere Begrenzung des Kanals liege bei 1,3351. Die Indikatoren würden aber auf einen überkauften Bereich hindeuten, was kurzfristig auf eine Konsolidierung schließen lasse.

Der Ausbruch nach oben sei dynamisch erfolgt. Die Argumente für einen schwachen Dollar würden mittlerweile sehr der Argumentation vor zwei Jahren für einen schwachen Euro ähneln. Damals sei nur das schwache Euroland-Wachstum in den Raum gestellt worden, heute sähen die Marktteilnehmer nur noch die hohen Defizite in den USA. Die volkswirtschaftliche Lehrbuchbegründung laute: Fahre ein Land im Handel hohe Defizite ein, müsse die Währung so lange abwerten und die Exporte des Landes attraktiver machen bis sich die Defizite wieder ausgleichen würden. Auf der anderen Seite basiere aber nur ein kleiner Teil des weltweiten Devisenhandels tatsächlich auf realen Handelsströmen.

Es deute einiges auf eine Übertreibung des Marktes hin, wobei wie in jeder Übertreibung nicht eindeutig sei, wann sie sich denn auflöse. Mögliche Zielpunkte einer solchen Übertreibung würden sich z.B. über den Umweg der DM berechnen lassen oder man schaue sich den Vorläufer ECU an und erhalte dann Kurse von ca. 1,40 aus der Zeit Anfang der 90er Jahre.