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Euro-Renten freundlich


29.12.03 09:47
WGZ-Bank

Am letzten Handelstag vor Weihnachten konnte der Bund-Future noch leicht um 13 Ticks zulegen, so die Analysten der WGZ-Bank.

Vor der langen Handelspause und angesichts der erhöhten Terroralarmstufe in den USA seien sichere Anlageformen gesucht worden. In den USA seien die Märkte nicht nur Heilig Abend sondern bereits am vergangenen Freitag wieder geöffnet gewesen. Nachdem im späteren Handel am 23. Dezember die US-Anleihen u.a. aufgrund der günstigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen nachgegeben hätten, hätten sie sich an den beiden folgenden Handelstagen wieder erholen können.

Der endgültige Wert für den US-Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan (92,6 Punkte) sei deutlich besser ausgefallen als der zunächst berichtete (89,6 Punkte), so dass im Dezember das Verbrauchervertrauen nur leicht zurückgegangen sei. Die Verbraucherausgaben im November seien mit einem Anstieg von 0,4% monatsbezogen zwar leicht hinter den Erwartungen zurück geblieben, der Vormonat sei jedoch nach oben korrigiert worden und die Einkommensentwicklung etwas günstiger als prognostiziert gewesen. An Heiligabend seien in den USA enttäuschende Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Güter veröffentlicht worden.

Auch wenn die Auftragseingangskomponente des Einkaufsmanagerindex einen weiteren Anstieg habe vermuten lassen, seien die Aufträge im November deutlich zurück gegangen (-3,1% monatsbezogen). Dabei habe sich der Rückgang auch auf stark beachtete Teilkomponenten wie die Kapitalgüter ohne Verteidigungsgüter und Flugzeuge erstreckt (-5,9%), die als Hinweis auf die Investitionsnachfrage gelten würden. Nach den kräftigen Zuwächsen in den Vormonaten sei dies zwar ein Dämpfer für die Konjunktureuphorie, aber noch kein Zeichen für eine Nachfrageschwäche.

In Europa seien aus Frankreich wichtige Daten gekommen. Dabei hätten die Verbraucherausgaben im November mit einem realen Rückgang um 2,8% monatsbezogen enttäuscht und würden auf ein schwächeres Weihnachtsgeschäft hindeuten. Der französische Geschäftsklimaindex INSEE habe dagegen wie erwartet von 100 auf 102 Punkte zugelegt und damit die Tendenz des deutschen ifo-Index bestätigt.

Heute würden keine wichtigen Daten veröffentlicht. Die positive Tendenz in den USA an den beiden in Europa handelsfreien Tagen habe heute Morgen zu einer festeren Eröffnung geführt. Aufgrund der durch Neujahr geteilten Woche dürfte der Handel aber ruhig verlaufen. Eine Entspannung der Sicherheitslage könnte im US-Handel zu leichten Abgaben führen, ansonsten seien kaum größere Bewegungen zu erwarten.