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Fr, 17. April 2026, 12:13 Uhr

Euro-Renten abgegeben


29.03.04 09:57
WGZ-Bank

Die europäischen Rentenmärkte schlossen zum Wochenausklang schwächer, so die Analysten der WGZ-Bank.

Während sich die Renditen am kurzen Ende noch vergleichsweise robust präsentiert hätten, hätten die Zinsen bei mittleren und langen Laufzeiten mit bis zu 5 Basispunkten deutlicher zugelegt. Der Bund-Future habe im Tagesverlauf 41 Ticks verloren. Dabei hätte der niedriger als erwartet ausgefallene ifo-Index dem Markt durchaus Unterstützung geben können. Verantwortlich für die Kursverluste bei europäischen Anleihen sei der kräftige Renditeanstieg am US-Bondmarkt gewesen. Hier hätten die Zinsen aufgrund günstiger Konjunkturdaten und erster Anzeichen, dass die Inflation ihren Boden mittlerweile erreicht habe und langsam wieder nach oben drehe, spürbar zugelegt.

Der ifo-Geschäftsklimaindex sei im März stärker als erwartet zurückgegangen. Das Stimmungsbarometer sei um einen Punkt auf 95,4 Punkte gefallen. Nicht nur die Geschäftserwartungen auch die aktuelle Lage hätten die Unternehmen im laufenden Monat schlechter beurteilt. Zwar bedeute dies nicht, dass die Konjunkturerholung in Deutschland bereits wieder zum Erliegen gekommen sei. Der Rücksetzer speziell bei der Lagebeurteilung werfe allerdings ein ungünstiges Licht auf das aktuelle Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft.

Die Konsumausgaben in den USA seien im Februar weiter moderat gestiegen. Ein positiver Aspekt an den Zahlen zur Einkommens- und Ausgabenstatistik der US-Haushalte dürfte insbesondere der Anstieg der Einkommen um 0,4% sein, zumal das Plus vom Vormonat noch leicht nach oben revidiert worden sei. Der Preisanstieg bei den Konsumausgaben habe sich - auch bereinigt um Energie und Nahrungsmittel - im Februar weiter leicht beschleunigt. Damit dürfte die Talsohle bei der Inflationsrate in den USA sehr wahrscheinlich durchschritten sein. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan habe sich gegenüber dem vorläufigen Wert für März noch moderat verbessern können.

Die Auftragseingänge in der Eurozone dürften sich im Januar nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat wieder spürbar abgeschwächt haben. Der mittelfristige Aufwärtstrend sollte aber intakt bleiben und auf eine weiter anziehende Produktion in den nächsten Monaten hindeuten.

Die Kurse europäischer Staatsanleihen hätten heute Morgen leicht nachgegeben und damit noch den Renditeanstieg im späten US-Handel nachvollzogen. Angesichts der fehlenden Impulse von Seiten der Konjunkturdaten dürfte der Handel heute in vergleichsweise ruhigen Bahnen verlaufen.