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So, 26. April 2026, 18:08 Uhr

Euro-Anleihen weiter freundlich


09.01.04 11:01
WGZ-Bank

Nach einer schwächeren Eröffnung tendierten die Euro-Anleihemärkte gestern erneut fester, so die Analysten der WGZ-Bank.

Dabei habe wohl der positive Inflationsausblick von EZB-Präsident Trichet an den Märkten für Auftrieb gesorgt. In den USA sei es dagegen bei den Anleihen nur zu geringen Bewegungen gekommen. Die EZB habe gestern die Leitzinsen wie erwartet unverändert belassen. EZB-Präsident Trichet habe in der Pressekonferenz ausgeführt, dass die Euroaufwertung zwar die Exporte belaste, dies jedoch durch die Belebung der Weltkonjunktur ausgeglichen werde. Die EZB habe vor allem Interesse an stabilen Devisenmärkten. Dies deute darauf hin, dass eine mögliche Sorge der EZB weniger aus dem Euroniveau als vielmehr der Dynamik der jüngsten Eurobewegung resultieren könne.

Die Zahl der Arbeitslosen sei im Dezember in Deutschland saisonbereinigt überraschend kräftig um 21.000 zurückgegangen. Die Beschäftigung sei allerdings auch im Oktober (aktuellere Zahlen lägen nicht vor) rückläufig gewesen, so dass noch von keiner Wende am Arbeitsmarkt gesprochen werden könne.

Nach mehreren Monaten mit kräftigen Zuwächsen sei bei den deutschen Auftragseingängen im November eine Atempause zu erwarten. Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland habe sich bisher keine Belastung aufgrund der Euroaufwertung gezeigt. Die Exporte hingegen seien im Vorjahresvergleich noch leicht rückläufig gewesen. Die Belebung der Weltkonjunktur dürfte jedoch auch hier wieder zu einem Anstieg führen. Aufgrund der bisher schwachen inländischen Nachfrage sei die Handelsbilanz und in einem geringeren Maß damit auch die Leistungsbilanz deutlich im Plus geblieben, woran sich auch bei den heute Morgen bereits veröffentlichten Novemberzahlen nichts geändert habe.

Trotz des gestern bekannt gegebenen Anstiegs der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sei die Tendenz in den letzten Wochen eher positiv gewesen. Nach dem jüngsten ISM-Index, dessen Arbeitsmarktkomponente deutlich in den expansiven Bereich gestiegen sei, werde an den Märkten beim heutigen Arbeitsmarktbericht ein deutlicher Anstieg der Beschäftigung erwartet.

Heute hätten die europäischen Anleihen mit leichten Abschlägen eröffnet. Bis zum Nachmittag dürfte sich die Bewegung allerdings in Grenzen halten. Eine leichte Enttäuschung bei den Arbeitsmarktzahlen könnte den Anleihen dann wieder Auftrieb verleihen.





 
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