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So, 19. April 2026, 5:34 Uhr

Ericsson AB B

WKN: 850001 / ISIN: SE0000108656

Ericsson untergewichten


25.10.02 13:08
Berliner Volksbank

Die Analysten der Berliner Volksbank empfehlen die Aktien von Ericsson (WKN 850001) unterzugewichten.

In diesem Jahr werde der Markt für Mobilfunk-Infrastruktur nach Ericssons Annahmen um etwa 20% rückläufig sein, nachdem zuvor 'mehr als 15%' prognostiziert worden seien. Was Ericssons Lage noch verschlimmere: Das Unternehmen rechne damit, dass seine Umsätze aus dem Mobilfunkgeschäft aufgrund des Produkt-Mixes mehr als der Markt sinken könnten. Die Zielsetzung für nächstes Jahr sei ebenfalls gesenkt worden, wobei keine konkreten Zahlen angegeben worden seien. Nach Ericssons Angaben werde 'der Markt im Jahr 2003 nicht so stark schrumpfen wie in diesem Jahr und sich allmählich, auf niedrigerem Niveau, stabilisieren'.

Nach Erachten der Berliner Volksbank würde auch der pessimistischste Analyst nicht erwarten, dass der Markt im nächsten Jahr ebenso stark schrumpfe wie in diesem Jahr. So, wie man diese Aussage jedoch interpretiert habe, würden zumindest mehr als 5% signalisiert. Dies seien auch schlechte Nachrichten für Siemens, Alcatel und Nokia. Bei der Berliner Volksbank sei man der Auffassung, dass die meisten Analysten ihre Schätzungen nach unten revidieren müssten. Der Auftragseingang sei mit 20,5 Mrd. SEK deutlich niedriger gewesen als erwartet worden sei. Selbst berichtigt um Stornierungen in Höhe von 5,4 Mrd. SEK, würden die Aufträge deutlich unter den Schätzung von 30 Mrd. SEK liegen. Dies sei nicht gerade vielversprechend für die Umsätze des vierten Quartals und der ersten Hälfte des nächsten Jahres.

Die Umsatzerlöse seien im dritten Quartal leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, der Verlust sei jedoch höher als erwartet gewesen. Der Grund für diese Diskrepanz sei im Mobilfunkgeschäft und den Sonstigen Unternehmensbereichen zu finden. Der Verlust aus dem SonyEricsson-Joint-Venture sei höher als erwartet worden sei. Nach Einschätzung der Analysten von der Berliner Volksbank sei eine Rücknahme der Zielsetzung durch den Markt erwartet worden. Die Aussagen in Bezug auf das Jahr 2003 dürften den meisten Analysten jedoch Anlass zur Beunruhigung geben. Zudem sei der Auftragseingang extrem schwach, was nichts Gutes für die nähere Zukunft erwarten lasse. Die Tatsache, dass die Umsätze erwartungsgemäß ausfallen würden, sei nicht besonders beindruckend, da das Unternehmen vor einigen Wochen eine Umsatzwarnung ausgegeben habe.

Alles in allem werden die wenigen Lichtblicke durch die niedrigere Zielsetzung und den schwachen Auftragseingang überschattet, daher empfehlen die Analysten der Berliner Volksbank weiterhin die Aktien von Ericsson unterzugewichten.





 
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