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Sa, 18. April 2026, 4:51 Uhr

Enel SpA

WKN: 928624 / ISIN: IT0003128367

Enel SpA Outperformer


14.03.03 16:31
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Enel SpA (WKN 928624) mit "Outperformer" ein.

Nach vorläufigen Zahlen habe Enel, Italiens größter Stromerzeuger und -verteiler, im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz in Höhe von 30 Milliarden Euro erzielt, das EBITA habe mit 7,85 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 8 Milliarden sowie am unteren Ende der Erwartungen gelegen. Die Vorjahreszahlen seien allerdings aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis auf Pro-forma-Basis erstellt worden. Die Verschuldung habe wegen Investitionen im Kerngeschäft sowie der Dividendenzahlung auf 24,5 (Vorjahr 21,9) Milliarden Euro zugenommen.

Der endgültige Jahresbericht sowie Informationen zur neuen Strategie würden für Ende März erwartet. Der Fokus des neuen Vorstandsvorsitzenden Scaroni gelte der Konzentration auf das Kerngeschäft der Gebiete Strom und Gas, wo die künftigen Investitionsschwerpunkte gesetzt würden. Der Marktanteil an Erdgas in Italien solle von derzeit 11 Prozent auf 20 Prozent in 2007 erhöht, die Kundenzahl von 1,7 auf 3 Millionen Kunden gesteigert werden. Zudem werde eine Expansionsstrategie im In- und Ausland verfolgt.

Nach den geplanten Desinvestitionen werde Enel weiterhin führend in der nationalen Stromgenerierung sein und einen Marktanteil von 45 bis 50 Prozent besitzen. Dies könnte zu regulativen Problemen führen. Anfang Mai würden im Rahmen der Liberalisierung 40 Prozent des italienischen Marktes freigegeben. Die Transformation innerhalb des Unternehmens könnte nach bisher unspektakulären Erträgen im laufenden Jahr erste Verbesserungen der Gewinnbasis sichtbar werden lassen, da Kostensenkungen und Erträge von Seiten der Neuinvestitionen zunehmen würden.

Für die Jahresmitte könnte der Börsengang der Telekommunikationsgesellschaft Wind angestrebt werden, allerdings müsste sich hierfür das Börsenumfeld wesentlich verbessern. Unter Berücksichtigung der bereits eingeläuteten Veränderungen könnte der rückläufige Gewinntrend des vergangenen Jahres sein Ende gefunden haben. Eine nachdrückliche Restrukturierung im laufenden Geschäftsjahr sollte in den nächsten Jahren zum Gewinnwachstum beitragen. Ziel des neuen Managements dürfte nicht nur eine Verschlankung der Unternehmensstruktur sein, sondern auch eine Positionierung des Versorgers für künftige Herausforderungen im Wettbewerb.

Als weiterer positiver Faktor sei neben der sehr geringen Abhängigkeit vom US-Dollar die starke Dividendenrendite von derzeit 6,8 Prozent (eine kontinuierliche Dividendenzahlung vorausgesetzt) anzuführen. Als Risiken würden sich fallende Großhandelspreise in Italien, die zu den höchsten in Westeuropa zählen würden, eine volatile Telekom-Bewertung, eine Überprüfung der Transmissions- und Distributionspreise seitens des Regulators sowie zu teure Akquisitionen darstellen. Auch ein Abbau von Anteilen seitens des italienischen Staates sollte stets einkalkuliert werden, dieser müsse jedoch nicht unbedingt über den Kapitalmarkt erfolgen.

Insgesamt erachten die Analysten der Frankfurter Sparkasse trotz der derzeit hohen Bewertung die Restrukturierungsstory als interessant und stufen die Aktie von Enel SpA in ihrer Ersteinschätzung als Outperformer ein, zumal sie von einer anhaltenden relativen Stärke der Aktie ausgehen. Jedoch möchten sie auf den spekulativen Charakter eines Engagements hinweisen. Bestehende Risiken hinsichtlich einer Enttäuschung des Marktes, die sich bei der Präsentation der weiteren strategischen Pläne einstellen könnte, sollten zudem in Betracht gezogen werden. Das Stop-Loss würden sie bei 4,30 Euro setzten.





 
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