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Sa, 18. April 2026, 5:25 Uhr

Endesa SA

WKN: 871028 / ISIN: ES0130670112

Endesa verkaufen


03.03.03 16:06
Berliner Volksbank

Die Analysten der Berliner Volksbank bewerten die Endesa-Aktie (WKN 871028) mit "verkaufen".

Das Thema Risiken und deren Absicherung ziehe sich für Endesa wie ein roter Faden durch das Geschäftsjahr 2002. Rund 1,17 Mrd. Euro habe das Unternehmen an Rückstellungen für das Gesamtjahr gebildet, was 380 Mio. Euro für Risiken im heimischen Strommarkt und Pensionsrückstellungen und 270 Mio. Euro im 4. Quartal für Währungsrisiken im Lateinamerikageschäft einschließe. Auch in diesem Jahr werde das Thema Währungsrisiken im Lateinamerikageschäft ein aktuelles Thema bleiben, mit dem sich Endesa auseinandersetzen müsse.

Nachdem die Expansionschancen auf dem heimischen Strommarkt limitiert seien - Endesa kontrolliere derzeit rund 45% der Stromerzeugung und 40% des Stromabsatzes im Heimatland - sei der spanische Versorger seit 1998 um eine stärkere Präsenz in Argentinien, Chile und Brasilien bemüht und habe dafür den Verschuldungsgrad nahezu verdoppelt. Endesa kontrolliere zwar 10% des lateinamerikanischen Strommarktes, jedoch seien die Wachstumsperspektiven wegen des unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds in dieser Region fraglich.

Die Belastungen im Auslandsgeschäft kämen zu einer Zeit, in der sich endlich eine Entspannung am heimischen Strommarkt abzeichne. Ende 2002 habe die spanische Regierung nach jahrelangem Streit um die Festschreibung der Endverbraucherpreise eingelenkt. Die spanischen Versorger hätten nun die Möglichkeit, die Strompreise anzuheben und die über Jahre hinweg akkumulierten Defizite abzubauen. Endesas Strategie sei es, die finanzielle Position im Heimatland und in Lateinamerika zu stärken. Die Gesamtverschuldung des Unternehmens betrage derzeit 22,75 Mrd. Euro, was fast dem Zweifachen des Marktwertes oder der Gesamtverschuldung des stärksten Konkurrenten, Iberdola, entspreche.

Zum Schuldenabbau sollten nun Vermögenswerte im Wert von bis zu 2,9 Mrd. Euro veräußert und die Laufzeit von Verbindlichkeiten der lateinamerikanischen Tochter Enersis im Wert von 2,2 Mrd. Euro verlängert werden. Auch eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von Vorzugsaktien in Höhe von 1,5 Mrd. Euro werde in Erwägung gezogen. Die Pläne Endesas hätten viele unbekannte Größen enthalten. So sei nicht sicher, ob die Kapitalerhöhung erfolgreich vollzogen werden könne und ob die Vermögenswerte den erwarteten Preis erzielen würden. Die Ratingagentur Moody’s habe sich bereits skeptisch geäußert und Endesas Rating um zwei Schritte von A2 auf Baa1 gesenkt.

Die Analysten der Berliner Volksbank empfehlen die Aktie von Endesa aus den vorgenannten Gründen zu verkaufen.





 
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