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Fr, 17. April 2026, 18:13 Uhr

Emerging Markets unter Druck


06.02.04 13:01
WGZ-Bank

Die Emerging Markets gerieten in dieser Woche wie bereits zum Ende der Vorwoche unter kräftigen Abgabedruck, so die Analysten der WGZ-Bank.

Dabei seien die risikoreicheren Papiere Lateinamerikas und in geringerem Maße auch der Türkei deutlich stärker betroffen gewesen als die besser bewerteten Anleihen Osteuropas. Neben der Unsicherheit an den Anleihemärkten der USA und Eurolands sei hierfür auch die Empfehlung eines großen US-Investmenthauses verantwortlich gewesen, das Marktsegment von "übergewichten" auf "neutral" zu stellen. Der EMBIG Index bewege sich damit nun mit einem Gewinn von 0,3% seit Jahresbeginn nur noch knapp im positiven Bereich.

In der nächsten Woche würden sich Vertreter des IWF und Argentiniens zu einem Vorgespräch vor dem Beginn der nächsten Überprüfung im Rahmen des Beistandskreditprogramms in Miami treffen. Die letzte Überprüfung sei in der vergangenen Woche mit einmonatiger Verspätung abgeschlossen worden. Obwohl die anstehende Zahlung bewilligt worden sei, habe sich das Direktorium des IWF unzufrieden über den Stand der Anleiheumschuldung geäußert. Daher werde die Verhandlungsweise mit den privaten Gläubigern voraussichtlich Thema des Gespräches der nächsten Woche werden.

Die USA, die die Freigabe in der letzten Woche unterstützt hätten, würden aber bereits eine strengere Haltung in der Frage der Umschuldung bei der nun beginnenden Überprüfung signalisieren. Argentinien wolle die Zielüberprüfung bis März abgeschlossen haben, um mit der Freigabe von 3,1 Mrd. US-Dollar eine Fälligkeit in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar an den Währungsfonds finanzieren zu können.