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Fr, 17. April 2026, 8:20 Uhr

Emerging Markets uneinheitlich


26.03.04 14:58
WGZ-Bank

Argentinien hat in dieser Woche in einer an den IWF gerichteten Absichtserklärung angekündigt, nun Gespräche mit den Vertretern der Anleihegläubiger aufnehmen zu wollen und bis August ein endgültiges Angebot für eine Umstrukturierung abgeben zu wollen, so die Analysten der WGZ-Bank.

Die in Aussicht gestellte Eröffnung der Umstrukturierungsverhandlungen dürfte auch auf den Druck des Währungsfonds zurückzuführen sein, der die Freigabe der Tranche von 3,1 Mrd. US-Dollar mit der Maßgabe verbunden habe, Fortschritte in den Gesprächen mit den Anleihegläubigern zu erzielen. Sollte bis zu der nächsten Überprüfung im Sommer kein Fortkommen erreicht worden sein, dürfte die Auszahlung der nächsten Tranche gefährdet sein.

Nachdem die Querelen um den Korruptionsverdacht eines Mitarbeiters des brasilianischen Stabchefs Dirceu abgeklungen seien, habe sich Dirceu mit einer Attacke auf Mitglieder einer die Regierung unterstützenden Oppositionspartei erneut ins Gerede gebracht. Bisher habe der Markt einen möglichen Rücktritt des Stabchefs im Zuge der Korruptionsaffäre als sehr negativ betrachtet, möglicherweise würde aber eine eventuelle Absetzung nach dem politisch schädlichen Angriff nun weniger kritisch betrachtet werden. Marktteilnehmer hätten dieses hochgespielte politische Ereignis zum Anlass genommen, Kursgewinne nach der guten Entwicklung der letzten Wochen zu realisieren. Die aufgrund guter Exportzahlen im Februar erneut mit einem Überschuss ausgefallene Leistungsbilanz habe den Markt dagegen nicht zu optimistischerem Handel bewegen können.

Nachdem die Inflationsdaten für Mexiko im bisherigen Jahresverlauf jeweils über den Erwartungen gelegen hätten, habe sich für die erste Märzhälfte mit 0,18% ein Wert gezeigt, der moderat unter den erwarteten 0,20% gelegen habe. Im Jahresvergleich sei die Preissteigerungsrate von 4,5% im Februar auf nunmehr 4,3% gefallen.