Emerging Markets uneinheitlich
13.02.04 14:22
WGZ-Bank
Brasilianische Anleihen konnten in dieser Woche einen Gutteil der zuletzt schwachen Entwicklung wieder wettmachen, so die Analysten der WGZ-Bank.
Nachdem vorwiegend technische Faktoren - fundamental gebe es in Brasilien keine speziellen Negativentwicklungen - den Kurssturz ausgelöst hätten, habe in dieser Woche die Rede von Alan Greenspan für Entlastung gesorgt. Der FED-Präsident habe angedeutet, dass die Leitzinsen wohl doch nicht so zügig wie noch vor zwei Wochen erwartet, angehoben würden.
Trotz schwächerer Inflationsdaten - mit 4,2% (jährlich) habe die Preissteigerung im Januar erstmals seit September wieder über der Zielmarke von 4% gelegen - habe der mexikanische Peso in dieser Woche Boden gegenüber dem US-Dollar gutmachen können. Über den Erwartungen liegendes Wachstum der Industrieproduktion (2,4% jährlich im Dezember) deute weiter auf ein Anspringen der Konjunktur in Mexiko hin - dies dürfte die Währung stützen.
In einem - in seinem Zeitpunkt überraschenden - Schritt habe die venezolanische Zentralbank zu Beginn der Woche den Wechselkurs für den Bolivar von 1.600 auf 1.920 Bolivar per US-Dollar neu festgelegt. Die Maßnahme dürfte sich ungünstig auf die Inflationsentwicklung auswirken und damit für Unmut bei den ärmeren Bevölkerungsschichten - der "Stammwählerschaft" von Präsident Chávez - sorgen. Allerdings werde die Abwertung für eine Entlastung innerhalb der Fiskalpolitik sorgen und der Regierung somit Spielraum für eine expansivere Ausgabenpolitik im Umfeld des möglichen Referendums schaffen.
Zudem könnten mit der Wechselkursmaßnahme neuerliche Umschuldungsmaßnahmen, welche die Euro-Anleihen aber nicht beträfen, vorbereitet werden. Der Nationale Wahlrat habe indessen angekündigt, dass mehrere tausend Venezolaner zur Verifikation ihrer Unterschriften persönlich in den entsprechenden Wahllokalen erscheinen müssten. Ein abschließendes Urteil darüber, ob es zu einem Referendum kommen werde, dürfte erst im März erfolgen.
Nachdem vorwiegend technische Faktoren - fundamental gebe es in Brasilien keine speziellen Negativentwicklungen - den Kurssturz ausgelöst hätten, habe in dieser Woche die Rede von Alan Greenspan für Entlastung gesorgt. Der FED-Präsident habe angedeutet, dass die Leitzinsen wohl doch nicht so zügig wie noch vor zwei Wochen erwartet, angehoben würden.
In einem - in seinem Zeitpunkt überraschenden - Schritt habe die venezolanische Zentralbank zu Beginn der Woche den Wechselkurs für den Bolivar von 1.600 auf 1.920 Bolivar per US-Dollar neu festgelegt. Die Maßnahme dürfte sich ungünstig auf die Inflationsentwicklung auswirken und damit für Unmut bei den ärmeren Bevölkerungsschichten - der "Stammwählerschaft" von Präsident Chávez - sorgen. Allerdings werde die Abwertung für eine Entlastung innerhalb der Fiskalpolitik sorgen und der Regierung somit Spielraum für eine expansivere Ausgabenpolitik im Umfeld des möglichen Referendums schaffen.
Zudem könnten mit der Wechselkursmaßnahme neuerliche Umschuldungsmaßnahmen, welche die Euro-Anleihen aber nicht beträfen, vorbereitet werden. Der Nationale Wahlrat habe indessen angekündigt, dass mehrere tausend Venezolaner zur Verifikation ihrer Unterschriften persönlich in den entsprechenden Wahllokalen erscheinen müssten. Ein abschließendes Urteil darüber, ob es zu einem Referendum kommen werde, dürfte erst im März erfolgen.
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