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Fr, 17. April 2026, 14:47 Uhr

E.ON SE

WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999

E.ON favorisiert


23.10.02 09:26
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen halten die E.ON-Aktie (WKN 761440) für den Favoriten im Energiesektor.

Die britische E.ON-Tochter Powergen werde die britischen Aktivitäten des angeschlagen US-Versorgungsunternehmen TXU übernehmen. Durch den Kauf des drittgrößten britischen Versorger überrunde E.ON den Konkurrenten RWE und werde zum größten Stromlieferanten und zum zweitgrößten Ergasversorger Großbritanniens. Powergen habe zur Zeit rund 3 Mio. Endkunden in Großbritannien. Durch die Akquisition werde die Kundenzahl auf 6 Mio. Stromkunden und 2,4 Mio. Gaskunden ansteigen. Der Kaufpreis für die Akquisition betrage 2,17 Mrd. Euro.

In der Vergangenheit hätten die Schwerpunkte von Powergen überwiegend in der Stromproduktion und im margenschwachen Großkundengeschäft gelegen. Seit der Liberalisierung im Jahr 1998 sei der Großhandelspreis für Strom in Großbritannien um bis zu 40 Prozent gefallen. Damit sei es für einen Teil der Hersteller nicht mehr möglich, zu kostendeckenden Preisen zu produzieren. So habe z.B. vor einigen Wochen bei British Energy eine Pleite nur mit finanzieller Hilfe des Staates verhindert werden können.

E.ON beabsichtige mit der Transaktion eine Stärkung der Endkundenbasis von Powergen. Bisher habe Powergen unter Überkapazitäten gelitten, denn in den sieben Kraftwerken des Unternehmens sei deutlich mehr Strom produziert worden als an die Kunden habe abgesetzt werden können. TXU bringe drei Kraftwerke und 4 Mio. Endkunden in die Firmenehe mit ein. Der britische Strommarkt sei von starken Überkapazitäten (25 bis 30 Prozent) gekennzeichnet. Nach Meinung des Aufsichtsratsvorsitzenden von Powergen, Ed Wallis müssten bis zu zehn Kraftwerke stillgelegt werden, um die Überproduktion abzubauen.

In diesem Zusammenhang habe Powegen noch vor kurzem die Schließung von zwei Kraftwerken erwogen, was etwa einem Viertel der Produktionskapazität entsprochen hätte. Die bislang geplanten Stillegungen könnten verschoben werden, da man die eigenen und die Anlagen von TXU benötige, um die deutlich gestiegene Kundenanzahl versorgen zu können, habe E.ON mitgeteilt. Aus strategischer Sicht könnte die Akquisition Sinn machen, da sie die Absatzbasis für die unter Überkapazitäten leidende E.ON-Tochter vergrößere. Allerdings bedeute der TXU-Kauf weitere Investitionen in einen als schwierig geltenden Markt.

Im Energiesektor favorisieren die Analysten der Sparkasse Bremen deshalb weiter die E.ON-Aktie.





 
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