EZB lässt Leitzinsen unverändert
09.01.04 16:16
Frankfurter Sparkasse
Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer gestrigen Ratssitzung wie erwartet keine Leitzinsänderung beschlossen, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
In der anschließenden Pressekonferenz habe EZB-Chef Trichet Belastungen durch den Euro-Dollar-Wechselkurs für die Exporte und die Konjunktur in Euroland erwähnt. Diese Wechselkurseffekte würden nach Einschätzung der Notenbank durch die anziehende Weltwirtschaft aber überkompensiert. Mit Interventionen am Devisenmarkt oder Leitzinssenkungen sei vorerst also nicht zu rechnen. Ein Überschreiten der Marke von 1,30 US-Dollar pro Euro vor dem G7-Treffen Anfang Februar halte man in der Tat für wenig wahrscheinlich.
Ein wichtiger Fakt für die Entwicklung am Rentenmarkt sei die Bekanntgabe der Daten zum US-Arbeitsmarkt am Freitag. Die Marktteilnehmer würden von 150.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Dezember ausgehen. Die Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im vergangenen Monat würden hier eine positive Überraschung möglich erscheinen lassen. Ein Renditeanstieg bei den 10jährigen US-Treasuries wäre die Folge mit entsprechendem Effekt auf die langlaufenden Zinstitel diesseits des Atlantiks.
Rentenwerte seien momentan von entgegengesetzt wirkenden Faktoren beeinflusst: Einerseits die Aussicht auf eine anziehende US-Konjunktur, von der ein BIP-Wachstum von über vier Prozent in diesem Jahr erwartet werde, mit der Konsequenz steigender Renditen in den USA und in deren Folge auch in Euroland, andererseits niedrige Leitzinsen, in Euroland sogar mit geringer Chance auf eine weitere Absenkung, und massive Käufe von Anleihen aus dem asiatischen Raum, die fallende Renditen implizieren würden. In diesem Kräftefeld erscheine eine vorsichtige Positionierung im kurzen Laufzeitbereich von 2 bis 3 Jahren Restlaufzeit am sinnvollsten.
In der anschließenden Pressekonferenz habe EZB-Chef Trichet Belastungen durch den Euro-Dollar-Wechselkurs für die Exporte und die Konjunktur in Euroland erwähnt. Diese Wechselkurseffekte würden nach Einschätzung der Notenbank durch die anziehende Weltwirtschaft aber überkompensiert. Mit Interventionen am Devisenmarkt oder Leitzinssenkungen sei vorerst also nicht zu rechnen. Ein Überschreiten der Marke von 1,30 US-Dollar pro Euro vor dem G7-Treffen Anfang Februar halte man in der Tat für wenig wahrscheinlich.
Ein wichtiger Fakt für die Entwicklung am Rentenmarkt sei die Bekanntgabe der Daten zum US-Arbeitsmarkt am Freitag. Die Marktteilnehmer würden von 150.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Dezember ausgehen. Die Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im vergangenen Monat würden hier eine positive Überraschung möglich erscheinen lassen. Ein Renditeanstieg bei den 10jährigen US-Treasuries wäre die Folge mit entsprechendem Effekt auf die langlaufenden Zinstitel diesseits des Atlantiks.
Rentenwerte seien momentan von entgegengesetzt wirkenden Faktoren beeinflusst: Einerseits die Aussicht auf eine anziehende US-Konjunktur, von der ein BIP-Wachstum von über vier Prozent in diesem Jahr erwartet werde, mit der Konsequenz steigender Renditen in den USA und in deren Folge auch in Euroland, andererseits niedrige Leitzinsen, in Euroland sogar mit geringer Chance auf eine weitere Absenkung, und massive Käufe von Anleihen aus dem asiatischen Raum, die fallende Renditen implizieren würden. In diesem Kräftefeld erscheine eine vorsichtige Positionierung im kurzen Laufzeitbereich von 2 bis 3 Jahren Restlaufzeit am sinnvollsten.
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