EZB lässt Leitzinsen unverändert
07.10.03 12:25
Frankfurter Sparkasse
Zu Beginn der Woche dämpfte die Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindizes für die Chicagoer Wirtschaftsregion den Konjunkturoptimismus bezüglich der USA deutlich und sorgte für einen Rückgang der US-Renditen, der bei den 10jährigen Treasuries zu einem Unterschreiten der 4-Prozent-Marke führte, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
Die Bekanntgabe des breiter gefassten Einkaufsmanagerindizes des Institue of Supply Management (früher NAPM benannt) habe die Auswirkungen des ersteren Index abgemildert. Er sei zwar auch unterhalb der Konsensschätzung ausgefallen, aber nicht so deutlich wie nach der Umfrage aus Chicago zunächst befürchtet. Mit 53,7 Punkten habe er noch signifikant im Expansion anzeigenden Bereich gelegen. Erfreulich habe vor allem der Subindex der Auftragseingänge gestimmt, welcher von 59,6 auf 60,4 Zähler geklettert sei. Diese beiden Fakten hätten die negative Aussage der für den Arbeitsmarkt zuständigen Teilkomponente überwogen: Mit einem Rückgang von 45,9 auf 45,7 Punkten habe sie einen leicht beschleunigten Stellenabbau signalisiert. Als Ergebnis würden die Renditen 10jähriger US-Treasuries wieder über vier Prozent liegen.
Die EZB habe wie erwartet die Leitzinsen unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Von der letzten Sitzung unter Leitung von Wim Duisenberg sei naturgemäß mit keinen gravierenden Beschlüsse gerechnet worden. Unter der Ägide des neuen EZB-Chefs Jean-Claude Trichet, der am 1. November sein Amt antrete, seien vorerst keine wesentlichen Änderungen der bisher praktizierten ruhigen Geldpolitik zu erwarten. Falls der Euro aber weiter an Wert gegenüber dem US-Dollar gewinne und neue Höchststände erreiche, dürfte das Thema Leitzinssenkung in Euroland wieder akut werden. Die Interventionen seitens der Bank of Japan würden vorerst aber noch gegen einen sich stark abschwächenden US-Dollar sprechen.
Zunächst sollte daher der US-Arbeitsmarkt den größten Einfluss auf die mittelfristige Entwicklung der Anleihetitel haben. Falls sich Anzeichen für eine Entspannung der Beschäftigungssituation mehren würden, würden die US-Renditen heftig anziehen und in ihrem Gefolge - vorausgesetzt der Euro/US-Dollar Wechselkurs steige nicht deutlich über 1,20 - auch die europäischen. Laut ISM-Veröffentlichung sei es noch nicht so weit. Für die morgige US-Arbeitslosenrate werde zunächst ein Anstieg auf 6,2 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund seien angesichts der Steilheit der Zinskurve erstklassige Papiere mit 2 bis 4 Jahren Restlaufzeit interessant.
Die Bekanntgabe des breiter gefassten Einkaufsmanagerindizes des Institue of Supply Management (früher NAPM benannt) habe die Auswirkungen des ersteren Index abgemildert. Er sei zwar auch unterhalb der Konsensschätzung ausgefallen, aber nicht so deutlich wie nach der Umfrage aus Chicago zunächst befürchtet. Mit 53,7 Punkten habe er noch signifikant im Expansion anzeigenden Bereich gelegen. Erfreulich habe vor allem der Subindex der Auftragseingänge gestimmt, welcher von 59,6 auf 60,4 Zähler geklettert sei. Diese beiden Fakten hätten die negative Aussage der für den Arbeitsmarkt zuständigen Teilkomponente überwogen: Mit einem Rückgang von 45,9 auf 45,7 Punkten habe sie einen leicht beschleunigten Stellenabbau signalisiert. Als Ergebnis würden die Renditen 10jähriger US-Treasuries wieder über vier Prozent liegen.
Die EZB habe wie erwartet die Leitzinsen unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Von der letzten Sitzung unter Leitung von Wim Duisenberg sei naturgemäß mit keinen gravierenden Beschlüsse gerechnet worden. Unter der Ägide des neuen EZB-Chefs Jean-Claude Trichet, der am 1. November sein Amt antrete, seien vorerst keine wesentlichen Änderungen der bisher praktizierten ruhigen Geldpolitik zu erwarten. Falls der Euro aber weiter an Wert gegenüber dem US-Dollar gewinne und neue Höchststände erreiche, dürfte das Thema Leitzinssenkung in Euroland wieder akut werden. Die Interventionen seitens der Bank of Japan würden vorerst aber noch gegen einen sich stark abschwächenden US-Dollar sprechen.
Zunächst sollte daher der US-Arbeitsmarkt den größten Einfluss auf die mittelfristige Entwicklung der Anleihetitel haben. Falls sich Anzeichen für eine Entspannung der Beschäftigungssituation mehren würden, würden die US-Renditen heftig anziehen und in ihrem Gefolge - vorausgesetzt der Euro/US-Dollar Wechselkurs steige nicht deutlich über 1,20 - auch die europäischen. Laut ISM-Veröffentlichung sei es noch nicht so weit. Für die morgige US-Arbeitslosenrate werde zunächst ein Anstieg auf 6,2 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund seien angesichts der Steilheit der Zinskurve erstklassige Papiere mit 2 bis 4 Jahren Restlaufzeit interessant.
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