EZB lässt Leitzinsen unverändert
04.04.03 16:45
Frankfurter Sparkasse
Die Fundamentaldaten zeichnen nach wie vor kein positives Konjunkturbild, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
Der US-Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM, früher NAPM) sei im März von 50,5 auf 46,2 Punkte abgesackt. Erwartet worden seien 48,6 Zähler. Das europäische Gegenstück, der EMI von Reuters, sei von 50,1 auf 48,4 und dessen deutsche Teilkomponente von 49,9 auf 47,8 abgesunken. In diesen Daten sei der Kriegsbeginn zum Teil erfasst, Hauptursache des Rückgangs in Europa seien aber die fehlenden Bestellungen gewesen: Der Teilindex für Auftragseingänge habe mit 46,3 Punkten den niedrigsten Stand seit Januar 2002 aufgewiesen. Die Arbeitslosenzahl sei in Deutschland im März um 52.000 auf 4,414 Millionen angestiegen und liege damit über den Erwartungen sowie auf dem höchsten Niveau seit Februar 1998. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, sei vor 2004 nicht mit einer Besserung am Arbeitsmarkt zu rechnen.
Trotz dieses schlechten fundamentalen Umfeldes hätten die Anleihen an Wert verloren. Nachrichten über ein schnelles Vorrücken der US-Truppen im Irak, die eine Annäherung bis auf wenige Kilometer an Bagdad vermeldet hätten, hätten wieder Hoffnungen auf einen kurzen Krieg beflügelt und alle anderen Nachrichten überschattet. Diese momentan positive Nachrichtenlage aus dem Irak könne sich wieder ins Negative drehen, sobald der Einmarsch in Bagdad anstehe. Dann werde sich zeigen, wie sehr die irakischen Truppen wirklich gelitten hätten und wie heftig somit der Widerstand ausfalle. Erst nach dieser Hürde könne das Aufatmen von Dauer sein. Falls sie schnell überwunden werde, dürften Zinspapiere weiterhin an Wert verlieren. Die EZB habe wie erwartet die Leitzinsen unverändert belassen. Von den Marktteilnehmern werde aber überwiegend mit einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Juni gerechnet.
Der US-Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM, früher NAPM) sei im März von 50,5 auf 46,2 Punkte abgesackt. Erwartet worden seien 48,6 Zähler. Das europäische Gegenstück, der EMI von Reuters, sei von 50,1 auf 48,4 und dessen deutsche Teilkomponente von 49,9 auf 47,8 abgesunken. In diesen Daten sei der Kriegsbeginn zum Teil erfasst, Hauptursache des Rückgangs in Europa seien aber die fehlenden Bestellungen gewesen: Der Teilindex für Auftragseingänge habe mit 46,3 Punkten den niedrigsten Stand seit Januar 2002 aufgewiesen. Die Arbeitslosenzahl sei in Deutschland im März um 52.000 auf 4,414 Millionen angestiegen und liege damit über den Erwartungen sowie auf dem höchsten Niveau seit Februar 1998. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, sei vor 2004 nicht mit einer Besserung am Arbeitsmarkt zu rechnen.
Trotz dieses schlechten fundamentalen Umfeldes hätten die Anleihen an Wert verloren. Nachrichten über ein schnelles Vorrücken der US-Truppen im Irak, die eine Annäherung bis auf wenige Kilometer an Bagdad vermeldet hätten, hätten wieder Hoffnungen auf einen kurzen Krieg beflügelt und alle anderen Nachrichten überschattet. Diese momentan positive Nachrichtenlage aus dem Irak könne sich wieder ins Negative drehen, sobald der Einmarsch in Bagdad anstehe. Dann werde sich zeigen, wie sehr die irakischen Truppen wirklich gelitten hätten und wie heftig somit der Widerstand ausfalle. Erst nach dieser Hürde könne das Aufatmen von Dauer sein. Falls sie schnell überwunden werde, dürften Zinspapiere weiterhin an Wert verlieren. Die EZB habe wie erwartet die Leitzinsen unverändert belassen. Von den Marktteilnehmern werde aber überwiegend mit einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Juni gerechnet.
