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So, 19. April 2026, 3:22 Uhr

EWU-BIP-Wachstum leicht gefallen


08.09.05 11:55
Bank Austria

Das reale BIP-Wachstum der Europäischen Währungsunion (EWU) fiel mit 0,3% p.q. im Q2 nur unmerklich geringer aus als im Q1 (0,4%), berichten die Analysten der Bank Austria.

Die Zusammensetzung habe sich jedoch schlechter gestaltet. Während der Private Konsum und die Nettoexporte im Vorquartal immerhin noch positive Wachstumsbeiträge geliefert hätten (0,1 PP bzw. 0,2 PP), hätten sie diesmal nichts zum Wachstum beigetragen. Der stärkste Wachstumsträger sei im Q2 der Lageraufbau (0,2 PP) gewesen. Die auf Indikatoren basierende Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission gehe weiterhin von einer Erholung im 2. Halbjahr aus (0,4% p.q. im Q3 und 0,6% im Q4). Die Risiken seien jedoch klar nach unten gerichtet.

Nach vorläufiger Schätzung habe sich die Verbraucherpreisinflation im August beruhigt (2,1% p.a. nach 2,2%). Die durch den Hurrikan "Katrina" verschärften Engpässe in der Raffinerie-Kapazität der USA und die dadurch erforderlichen Ankäufe aus anderen Regionen könnten in nächster Zeit weiter Preisauftrieb bei den destillierten Produkten (Benzin) und somit den Verbraucherpreisen verursachen. Dies ändere jedoch nichts daran, dass der zugrunde liegende Inflationsdruck (Juli Kernrate 1,3%) gering bleibe und die Europäische Zentralbank (EZB) daher auf Jahressicht keinen Grund für eine Zinsanhebung habe.

Der international gestiegene Risikoappetit, die gesunkenen US-Zinserhöhungserwartungen und Hinweise auf eine Diversifikation in Richtung EUR-Reserven haben zu einer USD-Abschwächung vs. EUR, JPY, GBP und CHF geführt. Die kommenden Monate würden eher für eine Seitwärtsbewegung als für einen Trend sprechen. Erstens fliese genügend Kapital zur Finanzierung des hohen US-Leistungsbilanzdefizits in die USA, was USD-unterstützend wirke. Zweitens sei das Potenzial für eine kräftige USD-Festigung solange begrenzt, wie die FED-Zinserhöhungserwartungen nicht substantiell zunehmen würden.



 
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