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Sa, 18. April 2026, 6:22 Uhr

Dt. Geschäftsklimaindex aufgehellt


03.03.03 15:20
Frankfurter Sparkasse

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich laut Ifo-Index im Februar überraschend aufgehellt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Der Indexstand sei mit 88,9 Punkten bekannt gegeben worden, erwartet worden seien 87,2 Zähler. Dabei seien sowohl der Teilindex für die gegenwärtige als auch jener für die zukünftige Lage angestiegen, wobei letzterer schon im Januar einen Anstieg verzeichnet habe. Entweder sei ein Gewöhnungseffekt eingetreten oder der Beginn einer Wende beginne sich zu manifestieren. Im zweiten Fall müsste das zweite Halbjahr in Deutschland konjunkturell erfreulicher als bisher antizipiert ausfallen. Flankiert worden sei diese Entwicklung durch die Veröffentlichung des italienischen Geschäftsklimas, dass ebenfalls besser als prognostiziert ausgefallen sei.

Von der EZB-Sitzung am 6. März werde überwiegend eine Leitzinssenkung um 0,25, teilweise auch 0,50 Prozentpunkte, erwartet. Da die Inflationsrate aber noch nicht unterhalb der 2-Prozentmarke liege, erscheine die Wahrscheinlichkeit für den kleineren Schritt höher.

In den USA habe der starke Anstieg bei den Aufträgen für langlebige Güter überrascht, der als Hinweis auf eine gesteigerte Investitionsneigung bei den Unternehmen interpretiert werde. Auf der Konsumentenseite seien die Daten wenig erfreulich gewesen. Das Verbrauchervertrauen sei auf den niedrigsten Wert seit 1993 gefallen und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien auf 417.000 bei erwarteten 386.000 gestiegen. Das lasse auf eine US-Arbeitslosenrate Ende nächster Woche schließen, die schlechter ausfalle als bis jetzt angenommen worden sei. Vor diesem Hintergrund würden Zinstitel weiterhin attraktiv bleiben. Das bereits erreichte Kursniveau beinhalte allerdings eine Unsicherheitsprämie für die geopolitischen Imponderabilien. Sobald diese Unwägbarkeiten sich reduzieren würden, hätten Rentenpapiere einen entsprechenden Korrekturbedarf.



 
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