Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz
WKN: 555063 / ISIN: DE0005550636Drägerwerk Turnaround-Kandidat
13.06.01 13:53
fnet.de Research
Die Börsenkenner von fnet.de Research halten Drägerwerk (WKN 555063) für einen interessanten Turnaround-Kandidaten.
Seit 1889 entwickele, produziere und vertreibe das Familienunternehmen Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin-, Sicherheits- und Luft- und Raumfahrttechnik. Neben Fertigungsstätten in Deutschland, Australien, China, Großbritannien, Indien, den Niederlanden und den USA sei Dräger in über 100 Ländern präsent. Wichtigster Geschäftsbereich sei das Segment Medizintechnik. Allein damit generiere Drägerwerk fast zwei Drittel seiner Umsätze. Seit mehr als einem Jahrhundert gelte Dräger als Weltmarktführer bei der Produktion von Gerätesystemen für Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin.
Aktuell würden die Anteilsscheine an der Börse in Frankfurt bei 11,81 Euro notieren. Die jüngste Rallye sei jedoch des Guten ein wenig zu viel gewesen. Anleger sollten daher im Moment lieber noch etwas warten. Eine demnächst mit einiger Wahrscheinlichkeit anstehende Konsolidierung könnte man zum Aufbau erster Positionen nutzen. Denkbar wäre etwa ein Rücksetzer auf den gleitenden 38-Tage-Durchschnitt. Dieser verlaufe im Moment bei etwa 10,50 Euro. Ansonsten sehe die Charttechnik sehr vielversprechend aus. Der Trendfolger MACD signalisiere schon seit einiger Zeit grünes Licht. Auch die Umsätze an der Frankfurter Börse hätten zuletzt deutlich zugelegt.
Bestechend seien zunächst die fundamentalen Kennzahlen. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 0,14 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 würden überzeugte Antizykliker glänzende Augen bekommen. Daneben verfüge die Gesellschaft über Cashreserven von fast fünf Euro je Aktie. Auch eine Dividendenrendite von knapp vier Prozent könne sich sehen lassen. Wie fast immer in solchen Fällen habe die Unterbewertung jedoch handfeste Gründe. Das vergangene Jahr hätten die Lübecker mit einem Konzernverlust von fast 115 Millionen DM abgeschlossen. Obwohl die Umsätze um mehr als elf Prozent auf rund 2,2 Milliarden DM geklettert seien, habe sich am Ende der Geschäftsperiode eine Umsatzrendite im deutlich negativen Bereich (minus 5,2 Prozent) errechnet.
Insgesamt hätten die Maßnahmen das Konzernergebnis in 2000 mit mehr als 93 Millionen DM belastet. Sollten die Einschnitte allerdings greifen, winke ein beachtliches Gewinnpotential. Mit seinen wettbewerbsfähigen Produkten halte das Unternehmen bereits seit längerem die Technologieführerschaft. Hohe Markteintrittsbarrieren seien im komplexen Bereich der Medizintechnik garantiert. Gleichzeitig strebe Dräger jetzt die Kostenführerschaft an. Gesellschaften, die so wie derzeit Dräger, extrem niedrige Margen aufweisen würden, würden allerdings schon bei geringen Kosteneinsparungen über einen beachtlichen Gewinnhebel nach oben verfügen.
Bereits im laufenden Jahr werde man beim Konzernergebnis wieder schwarze Zahlen schreiben. Hinzu komme, dass man eine Umwandlung der beiden größten Spartengesellschaften plane. Durch eine Änderung der Rechtsform würden die Voraussetzungen für einen möglichen Börsengang der Medizin- und der Sicherheitstechnik geschaffen werden sollen. Dies könnte im Zuge von mehr Transparenz zu einer Höherbewertung der Drägerwerk AG führen. Nachdem den Aktionären im Vorjahr die Dividende gestrichen worden sei, könnten demnach schon bald wieder bessere Zeiten ins Haus stehen.
Aktuell würden die Vorzugsaktien mit dem 14-fachen des für das laufende Geschäftsjahr zu erwartenden Gewinns notieren. Sollte der Tunraround gelingen, würden Analysten für die kommenden Jahre mit Wachstumsraten bei den Erlösen im mittleren zweistelligen Bereich rechnen. Wobei derartige Schätzungen wie immer mit Vorsicht zu genießen seien. Über eines sollte man sich allerdings im Klaren sein. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 75 Millionen Euro zähle Drägerwerk auf dem Kurszettel der deutschen Börsen zu den gering kapitalisierten Unternehmen.
Würden die Börsenkenner ihre strengen antizyklischen Kriterien anlegen, müsste man demnach die Finger von dem Wert lassen. "Zu klein" würde das vernichtende Urteil lauten. Anleger, die sich des Risikos bewusst seien, würden hier jedoch einen echten Turnaround-Kandidaten im Sonderangebot finden. Oder besser gesagt: der Turnaround sei bereits in vollem Gange. Außerdem beteilige man sich hier an einem Unternehmen, das Menschenleben rette. Bei allem Streben nach Gewinn - auch über so einen Umstand könne man in einer ruhigen Minute durchaus einmal nachdenken.
Die Analysten von f.net.de Research würden einen Stopp-Loss im Bereich von etwa neun Euro setzen und den Kapitaleinsatz begrenzen.
Seit 1889 entwickele, produziere und vertreibe das Familienunternehmen Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin-, Sicherheits- und Luft- und Raumfahrttechnik. Neben Fertigungsstätten in Deutschland, Australien, China, Großbritannien, Indien, den Niederlanden und den USA sei Dräger in über 100 Ländern präsent. Wichtigster Geschäftsbereich sei das Segment Medizintechnik. Allein damit generiere Drägerwerk fast zwei Drittel seiner Umsätze. Seit mehr als einem Jahrhundert gelte Dräger als Weltmarktführer bei der Produktion von Gerätesystemen für Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin.
Aktuell würden die Anteilsscheine an der Börse in Frankfurt bei 11,81 Euro notieren. Die jüngste Rallye sei jedoch des Guten ein wenig zu viel gewesen. Anleger sollten daher im Moment lieber noch etwas warten. Eine demnächst mit einiger Wahrscheinlichkeit anstehende Konsolidierung könnte man zum Aufbau erster Positionen nutzen. Denkbar wäre etwa ein Rücksetzer auf den gleitenden 38-Tage-Durchschnitt. Dieser verlaufe im Moment bei etwa 10,50 Euro. Ansonsten sehe die Charttechnik sehr vielversprechend aus. Der Trendfolger MACD signalisiere schon seit einiger Zeit grünes Licht. Auch die Umsätze an der Frankfurter Börse hätten zuletzt deutlich zugelegt.
Bestechend seien zunächst die fundamentalen Kennzahlen. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 0,14 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 würden überzeugte Antizykliker glänzende Augen bekommen. Daneben verfüge die Gesellschaft über Cashreserven von fast fünf Euro je Aktie. Auch eine Dividendenrendite von knapp vier Prozent könne sich sehen lassen. Wie fast immer in solchen Fällen habe die Unterbewertung jedoch handfeste Gründe. Das vergangene Jahr hätten die Lübecker mit einem Konzernverlust von fast 115 Millionen DM abgeschlossen. Obwohl die Umsätze um mehr als elf Prozent auf rund 2,2 Milliarden DM geklettert seien, habe sich am Ende der Geschäftsperiode eine Umsatzrendite im deutlich negativen Bereich (minus 5,2 Prozent) errechnet.
Bereits im laufenden Jahr werde man beim Konzernergebnis wieder schwarze Zahlen schreiben. Hinzu komme, dass man eine Umwandlung der beiden größten Spartengesellschaften plane. Durch eine Änderung der Rechtsform würden die Voraussetzungen für einen möglichen Börsengang der Medizin- und der Sicherheitstechnik geschaffen werden sollen. Dies könnte im Zuge von mehr Transparenz zu einer Höherbewertung der Drägerwerk AG führen. Nachdem den Aktionären im Vorjahr die Dividende gestrichen worden sei, könnten demnach schon bald wieder bessere Zeiten ins Haus stehen.
Aktuell würden die Vorzugsaktien mit dem 14-fachen des für das laufende Geschäftsjahr zu erwartenden Gewinns notieren. Sollte der Tunraround gelingen, würden Analysten für die kommenden Jahre mit Wachstumsraten bei den Erlösen im mittleren zweistelligen Bereich rechnen. Wobei derartige Schätzungen wie immer mit Vorsicht zu genießen seien. Über eines sollte man sich allerdings im Klaren sein. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 75 Millionen Euro zähle Drägerwerk auf dem Kurszettel der deutschen Börsen zu den gering kapitalisierten Unternehmen.
Würden die Börsenkenner ihre strengen antizyklischen Kriterien anlegen, müsste man demnach die Finger von dem Wert lassen. "Zu klein" würde das vernichtende Urteil lauten. Anleger, die sich des Risikos bewusst seien, würden hier jedoch einen echten Turnaround-Kandidaten im Sonderangebot finden. Oder besser gesagt: der Turnaround sei bereits in vollem Gange. Außerdem beteilige man sich hier an einem Unternehmen, das Menschenleben rette. Bei allem Streben nach Gewinn - auch über so einen Umstand könne man in einer ruhigen Minute durchaus einmal nachdenken.
Die Analysten von f.net.de Research würden einen Stopp-Loss im Bereich von etwa neun Euro setzen und den Kapitaleinsatz begrenzen.
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