Digital Advertising zeichnen
14.10.99 00:00
Wirtschaftswoche
Die Anlageexperten der Wirtschaftswoche empfehlen risikobereiten Anlegern die Zeichnung der Digital Advertising-Aktie (WKN 513820).
Internet-Agenturen seien zur Zeit gefragt. Die Aktie der Bertelsmann-Tochter Pixelpark habe allein am vergangenen Montag zeitweise über 30 Prozent zugelegt. Digital Advertising sei zwar deutlich kleiner, konnte aber bei RTL – ebenfalls zum Einflußbereich von Bertelsmann gehörend – Pixelpark sogar ausstechen. RTL und Microsoft Deutschland seien die prominentesten Kunden von Digital Advertising.
Begonnen habe alles mit Bildschirmschonern. Vorstand Kamilo Kolarz und sein Partner Raimund Alt vermarkteten seit 1993 die Programme, die das Durchbrennen von PC-Bildschirmen verhindern, als Werbeflächen. Die Kombination Computer und Marketing – Kolarz ist Informatiker, Alt Geschäftsführer eines Werbemittelunternehmens – sei wie geschaffen für das aufkommende Internetzeitalter gewesen.
Digital Advertising konzipiere und gestalte die Internetauftrittte von großen Gesellschaften, setze sie technisch um, pflege Inhalte und Technik der Internetseiten und stelle auf Wunsch auch die technische Plattform bereit.
Rund ein Viertel des Umsatzes von 3,6 Millionen Euro 1999 mache Digital Advertising mit einem sogenannten Web-Content-Management-System (WCM), einem Softwareprodukt, das Inhalte auf Internetseiten automatisch verwaltee. Schon 2000 wolle Kolarz damit vier bis fünf Millionen Euro umsetzen. Der Softwareverkauf sei attraktiver als das umkämpfte Agenturgeschäft: Sie könne beliebig oft reproduziert und verkauft werden.
Der Durchbruch sei 1995 gelungen, als Digital Advertising den Auftrag zur Entwicklung von Inhalten für den deutschen Internet-Auftritt von Microsoft Network gewonnen habe. Doch der Großkunde hätte nicht viel Glück gebracht.
Als Vorstandschef Bill Gates seine Internet-Strategie geändert habe, kündigte Microsoft auch die Verträge mit Digital Advertising – die kleine Agentur sei ins Minus gerutscht. Nach Gates erneutem Strategieschwenk biete Microsoft wieder Inhalte im Netz an. „Heute kommen weniger als 20 Prozent des Umsatzes von Microsoft – und die verteilen sich auch noch auf drei ganz verschiedene Geschäftsfelder“, beteuere Kolarz.
1998 habe Digital Advertising einen kleinen Gewinn gemacht. 1999 und 2000 stünden erneut Verluste an – diesmal allerdings geplant. 2001 sollen bescheidene 760000 Euro Gewinn anstehen.
Jeder Akteur wolle schneller wachsen als der Markt. Die Prognosen zusammengefügt, bleibe die simple Erkenntnis, daß dies nicht alle schaffen können. Digital Advertising habe aber zweifellos gute Karten in diesem Spiel – vor allem, weil das Unternehmen schon mehr technisches Wissen angesammelt habe als etliche Mitbewerber. Den größten Pluspunkt sehen Analysten in der Verbindung von Electronic-Marketing und Softwareprodukten.
Die mittlerweile bei Kunden wie Microsoft, RTL, EM.TV oder Leo Kirchs Betafilm installierte Software habe offenbar auch die Experten des Neuer-Markt-Softwarehauses Plenum überzeugt. Die beteiligten sich mit 25 Prozent an Digital Advertising und würden auch beim Börsengang keine Aktien abgeben.
Riskant sei die Aktie dennoch: Die WCM-Software sei noch wenig bekannt, der Marktanteil niedrig. Der Wettbewerbsdruck ausländischer WCM-Anbieter könne stärker als erwartet ausfallen und die Expansion von Digital Advertising bremsen. Weitere Risiken: Digital Advertising mache mit elf Kunden 80 Prozent des Umsatzes – wenn einer abspringe, könne sich das schmerzhaft bemerkbar machen. Die Münchner wollten innerhalb von vier Jahren ihren Umsatz verachtfachen – da könne sich das Unternehmen keine Ausfälle leisten.
Internet-Agenturen seien zur Zeit gefragt. Die Aktie der Bertelsmann-Tochter Pixelpark habe allein am vergangenen Montag zeitweise über 30 Prozent zugelegt. Digital Advertising sei zwar deutlich kleiner, konnte aber bei RTL – ebenfalls zum Einflußbereich von Bertelsmann gehörend – Pixelpark sogar ausstechen. RTL und Microsoft Deutschland seien die prominentesten Kunden von Digital Advertising.
Begonnen habe alles mit Bildschirmschonern. Vorstand Kamilo Kolarz und sein Partner Raimund Alt vermarkteten seit 1993 die Programme, die das Durchbrennen von PC-Bildschirmen verhindern, als Werbeflächen. Die Kombination Computer und Marketing – Kolarz ist Informatiker, Alt Geschäftsführer eines Werbemittelunternehmens – sei wie geschaffen für das aufkommende Internetzeitalter gewesen.
Rund ein Viertel des Umsatzes von 3,6 Millionen Euro 1999 mache Digital Advertising mit einem sogenannten Web-Content-Management-System (WCM), einem Softwareprodukt, das Inhalte auf Internetseiten automatisch verwaltee. Schon 2000 wolle Kolarz damit vier bis fünf Millionen Euro umsetzen. Der Softwareverkauf sei attraktiver als das umkämpfte Agenturgeschäft: Sie könne beliebig oft reproduziert und verkauft werden.
Der Durchbruch sei 1995 gelungen, als Digital Advertising den Auftrag zur Entwicklung von Inhalten für den deutschen Internet-Auftritt von Microsoft Network gewonnen habe. Doch der Großkunde hätte nicht viel Glück gebracht.
Als Vorstandschef Bill Gates seine Internet-Strategie geändert habe, kündigte Microsoft auch die Verträge mit Digital Advertising – die kleine Agentur sei ins Minus gerutscht. Nach Gates erneutem Strategieschwenk biete Microsoft wieder Inhalte im Netz an. „Heute kommen weniger als 20 Prozent des Umsatzes von Microsoft – und die verteilen sich auch noch auf drei ganz verschiedene Geschäftsfelder“, beteuere Kolarz.
1998 habe Digital Advertising einen kleinen Gewinn gemacht. 1999 und 2000 stünden erneut Verluste an – diesmal allerdings geplant. 2001 sollen bescheidene 760000 Euro Gewinn anstehen.
Jeder Akteur wolle schneller wachsen als der Markt. Die Prognosen zusammengefügt, bleibe die simple Erkenntnis, daß dies nicht alle schaffen können. Digital Advertising habe aber zweifellos gute Karten in diesem Spiel – vor allem, weil das Unternehmen schon mehr technisches Wissen angesammelt habe als etliche Mitbewerber. Den größten Pluspunkt sehen Analysten in der Verbindung von Electronic-Marketing und Softwareprodukten.
Die mittlerweile bei Kunden wie Microsoft, RTL, EM.TV oder Leo Kirchs Betafilm installierte Software habe offenbar auch die Experten des Neuer-Markt-Softwarehauses Plenum überzeugt. Die beteiligten sich mit 25 Prozent an Digital Advertising und würden auch beim Börsengang keine Aktien abgeben.
Riskant sei die Aktie dennoch: Die WCM-Software sei noch wenig bekannt, der Marktanteil niedrig. Der Wettbewerbsdruck ausländischer WCM-Anbieter könne stärker als erwartet ausfallen und die Expansion von Digital Advertising bremsen. Weitere Risiken: Digital Advertising mache mit elf Kunden 80 Prozent des Umsatzes – wenn einer abspringe, könne sich das schmerzhaft bemerkbar machen. Die Münchner wollten innerhalb von vier Jahren ihren Umsatz verachtfachen – da könne sich das Unternehmen keine Ausfälle leisten.
02.04.22
, Aktiennews
Happy Supplements Aktie: DAS sind mal Neuigkeit [...]An derBörse notiert Happy Gut Brands per 01.04.2022, Uhr bei 1 CAD. Diese Aktie haben wir in 4 Punkten analysiert ...
04.10.07
, aktiencheck.de
Elephant Seven meldet VergleichUnterhaching (aktiencheck.de AG) - Die Internet-Agentur Elephant Seven AG (ISIN DE0005138200/ WKN 513820) hat sich mit ...
23.08.07
, Ad hoc
Elephant Seven Klagen gegen Beschluss zum Entw [...]Unterhaching (aktiencheck.de AG) - Gegen den auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Elephant Seven AG (ISIN DE0005138200/ ...
