Deutsche Lufthansa bereit zum Take Off
24.03.11 11:15
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Magdalena Wasowicz und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, ändern ihr Rating für die Aktie der Deutschen Lufthansa auf "kaufen".
Der Passagierbereich von Lufthansa habe im Berichtsjahr 2010 von der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds profitiert. Es seien knapp 18% mehr Fluggäste als im Vergleichszeitraum befördert worden. Vor allem die Region Nahost/Afrika habe ein deutliches Nachfrageplus verzeichnet. Der Umsatz sei um 24,5% auf EUR 20,9 Mrd. gestiegen, das operative Ergebnis habe EUR 436 Mio. betragen.
Während das Tochterunternehmen Austrian Airlines, das 2010 noch einen Verlust von EUR 66 Mio. ausgewiesen habe, im laufenden Geschäftsjahr bereits schwarze Zahlen schreiben solle, werde die Restrukturierung von bmi (ISIN US0565251081 / WKN 863871) noch länger dauern. Für 2011 rechne Lufthansa mit einer weiteren positiven Nachfrageentwicklung, obwohl gewisse Herausforderungen wie höhere Treibstoffkosten oder die in manchen Ländern eingeführte Luftverkehrsteuern bestehen bleiben würden. Als weiteres Risiko bezeichne Lufthansa die wachsende Konkurrenz von Billigfluglinien sowie Wettbewerbern aus der Golfregion. Mit Effizienzmaßnahmen wie dem Einsatz neuer, schmälerer Sitze (und dadurch Kapazitätssteigerung) seien Profitabilitätssteigerungen möglich.
Das zweitgrößte Segment Logistik habe in 2010 ein beachtliches Umsatzplus von 43,3% auf EUR 2,8 Mrd. erreicht. Das operative Ergebnis habe bei EUR 310 Mio. gelegen. Dieses Rekordergebnis werde 2011 nicht wiederholt. Lufthansa rechne aber für 2012 mit weiterem Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.
Der internationale Luftfahrtverband habe die Gewinnschätzungen für die Branche 2011 auf USD 9,1 Mrd. heruntergesetzt, nach einem weltweiten Gewinn von USD 15,1 Mrd. in 2010. Grund dafür seien die neuesten inflationären Entwicklungen auf der Kostenseite, allen voran bei Treibstoff, gewesen. Lufthansa beobachte eine Wettbewerbsintensivierung innerhalb Europas sowie auf der Langstrecke nach Amerika und Asien.
Fluglinien hätten sich den Entwicklungen der letzten Wochen nicht entziehen können. Der Ölpreisanstieg werde 2012 für höhere Belastungen in der Branche sorgen. Allerdings würden Fluglinien von einem sich erholenden wirtschaftlichen Umfeld profitieren. Insbesondere Lufthansa sei im internationalen Wettbewerb gut positioniert.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern ihre Einschätzung für die Aktie der Deutschen Lufthansa auf "kaufen". (Analyse vom 24.03.2011) (24.03.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Passagierbereich von Lufthansa habe im Berichtsjahr 2010 von der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds profitiert. Es seien knapp 18% mehr Fluggäste als im Vergleichszeitraum befördert worden. Vor allem die Region Nahost/Afrika habe ein deutliches Nachfrageplus verzeichnet. Der Umsatz sei um 24,5% auf EUR 20,9 Mrd. gestiegen, das operative Ergebnis habe EUR 436 Mio. betragen.
Während das Tochterunternehmen Austrian Airlines, das 2010 noch einen Verlust von EUR 66 Mio. ausgewiesen habe, im laufenden Geschäftsjahr bereits schwarze Zahlen schreiben solle, werde die Restrukturierung von bmi (ISIN US0565251081 / WKN 863871) noch länger dauern. Für 2011 rechne Lufthansa mit einer weiteren positiven Nachfrageentwicklung, obwohl gewisse Herausforderungen wie höhere Treibstoffkosten oder die in manchen Ländern eingeführte Luftverkehrsteuern bestehen bleiben würden. Als weiteres Risiko bezeichne Lufthansa die wachsende Konkurrenz von Billigfluglinien sowie Wettbewerbern aus der Golfregion. Mit Effizienzmaßnahmen wie dem Einsatz neuer, schmälerer Sitze (und dadurch Kapazitätssteigerung) seien Profitabilitätssteigerungen möglich.
Der internationale Luftfahrtverband habe die Gewinnschätzungen für die Branche 2011 auf USD 9,1 Mrd. heruntergesetzt, nach einem weltweiten Gewinn von USD 15,1 Mrd. in 2010. Grund dafür seien die neuesten inflationären Entwicklungen auf der Kostenseite, allen voran bei Treibstoff, gewesen. Lufthansa beobachte eine Wettbewerbsintensivierung innerhalb Europas sowie auf der Langstrecke nach Amerika und Asien.
Fluglinien hätten sich den Entwicklungen der letzten Wochen nicht entziehen können. Der Ölpreisanstieg werde 2012 für höhere Belastungen in der Branche sorgen. Allerdings würden Fluglinien von einem sich erholenden wirtschaftlichen Umfeld profitieren. Insbesondere Lufthansa sei im internationalen Wettbewerb gut positioniert.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern ihre Einschätzung für die Aktie der Deutschen Lufthansa auf "kaufen". (Analyse vom 24.03.2011) (24.03.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Werte im Artikel
18.04.26
, dpa-AFX
Reiche warnt vor Alarmismus bei KerosinBERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigt für den Fall eines Kerosinmangels ...
18.04.26
, dpa-AFX
ROUNDUP 2: Wer bekommt die Entlastungsprämie? [...]BERLIN (dpa-AFX) - Viele große Unternehmen halten sich bei der neuen Entlastungsprämie für ihre ...
18.04.26
, dpa-AFX
Nach Streiks hebt die Lufthansa wie geplant abFRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den ganzwöchigen Streiks des fliegenden Personals bei der Lufthansa heben alle ...


