Deutsche Börse im Auf und Ab
09.08.01 10:11
LB Schleswig-Holstein
Der deutsche Aktienmarkt zeigt im Moment eine Volatilität wie selten, so die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein.
Ein regelrechter Kurseinbruch bei der Deutschen Telekom und Bayer zeichne dafür verantwortlich. Die T-Aktie sei ebenso wie andere europäische Telekom-Werte herabgestuft worden und habe ein neues Zweijahrestief verzeichnen können. Zudem habe die Deutsche Bank bestätigt, 44 Mio. T-Aktien zu 23,60 Euro platziert zu haben.
Belastet worden seien die Märkte auch von einem negativen Geschäftsausblick von Cisco. Das US-Technologieunternehmen habe mit den Quartalszahlen zwar die Erwartungen der Analysten erfüllen können, sei aber aufgrund der branchenweiten Nachfrageschwäche bei einem verhaltenen Ausblick geblieben.
Bei Bayer seien an einem Tag ziemlich genau 5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung vernichtet worden. Anlass dazu habe die dritte Senkung der Gewinnprognose in diesem Jahr gegeben, die noch vor den Quartalszahlen veröffentlicht worden sei. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe habe für einen erheblichen Vertrauensverlust gesorgt. Der Pharma- und Chemiekonzern habe mit der Bekanntgabe über die Aussetzung der Vermarktung seines Cholesterinsenkers Baycol/Lipobay in einem Nebensatz gemeldet, dass die bisherige Ergebniserwartung für den Gesamtkonzern ganz erheblich unterschritten werde. Bei dem Cholesterinsenkungsmittel handele es sich um das umsatzstärkste Produkt der Bayer AG, was die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig beeinträchtige. Die echte Ergebnisminderung betrage nach Berücksichtigung der Steuern ca. 217 Mio. Euro pro Jahr. Gehe man von dem branchenüblichen KGV von 24 aus, werde die Marktkapitalisierung um 5,2 Mrd. Euro reduziert. Der Kursabschlag scheine damit also gerechtfertigt.
Ein regelrechter Kurseinbruch bei der Deutschen Telekom und Bayer zeichne dafür verantwortlich. Die T-Aktie sei ebenso wie andere europäische Telekom-Werte herabgestuft worden und habe ein neues Zweijahrestief verzeichnen können. Zudem habe die Deutsche Bank bestätigt, 44 Mio. T-Aktien zu 23,60 Euro platziert zu haben.
Belastet worden seien die Märkte auch von einem negativen Geschäftsausblick von Cisco. Das US-Technologieunternehmen habe mit den Quartalszahlen zwar die Erwartungen der Analysten erfüllen können, sei aber aufgrund der branchenweiten Nachfrageschwäche bei einem verhaltenen Ausblick geblieben.
Bei Bayer seien an einem Tag ziemlich genau 5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung vernichtet worden. Anlass dazu habe die dritte Senkung der Gewinnprognose in diesem Jahr gegeben, die noch vor den Quartalszahlen veröffentlicht worden sei. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe habe für einen erheblichen Vertrauensverlust gesorgt. Der Pharma- und Chemiekonzern habe mit der Bekanntgabe über die Aussetzung der Vermarktung seines Cholesterinsenkers Baycol/Lipobay in einem Nebensatz gemeldet, dass die bisherige Ergebniserwartung für den Gesamtkonzern ganz erheblich unterschritten werde. Bei dem Cholesterinsenkungsmittel handele es sich um das umsatzstärkste Produkt der Bayer AG, was die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig beeinträchtige. Die echte Ergebnisminderung betrage nach Berücksichtigung der Steuern ca. 217 Mio. Euro pro Jahr. Gehe man von dem branchenüblichen KGV von 24 aus, werde die Marktkapitalisierung um 5,2 Mrd. Euro reduziert. Der Kursabschlag scheine damit also gerechtfertigt.
