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Depfa Dt.pfandbr.o.n.

WKN: 804700 / ISIN: DE0008047002

DePfa Bank kaufen


12.09.02 16:40
WGZ-Bank

Die Analysten der WGZ-Bank raten die Aktie der DePfa Bank (WKN 804700) zu kaufen.

Die Bewertungskennzahlen der DePfa Bank plc würden eine deutliche Unterbewertung des aus der DePfa Pfandbriefbank AG hervorgegangen Institutes signalisieren. Selbst auf Basis der Analysten-Schätzungen für 2002 und 2003, die aufgrund der Ausklammerung von Sondererträgen mit 5,10 EUR bzw. 6,10 EUR je Aktie spürbar unter dem Marktkonsens lägen, ergebe sich ein niedriges KGV. Dieser Sachverhalt überrasche insofern, als die Ergebnisentwicklung in der Vergangenheit durchaus Dynamik gezeigt habe und die Eigenkapitalrendite nach Steuern mit aktuell etwa 15% (inklusive positiver Sondereffekte fast 29%) sehr attraktiv sei. Ein Grund für die Zurückhaltung vieler (einheimischer) Anleger gegenüber dem Titel lasse sich aber in der fehlenden Berücksichtigung in den bedeutendsten Aktienindizes finden.

Die DePfa Bank plc zeichne sich durch ein klar umrissenes Geschäftsmodell aus. Das in Dublin ansässige Institut konzentriere sich auf die unspektakuläre, wenig volatile Finanzierung öffentlicher Budgets und Infrastrukturmaßnahmen. Ergänzt werde dieser Geschäftsschwerpunkt durch Leistungen im Investment Banking, die derzeit an Bedeutung gewinnen würden. Hier habe die DePfa u.a. durch das Anwerben erfahrener Teams Know-how in der Origination und Platzierung von Aktiva öffentlicher Körperschaften aufbauen können. Das sogenannte Pfandbriefprivileg, das die unverzichtbare Grundlage für die Emission von Pfandbriefen bilde, liege auch nach der Abspaltung der Immobilienaktivitäten weiterhin im Konzern der irischen DePfa.

Das Finanzierungsvolumen im Konzern der DePfa sei in den Jahren 1997 bis 2001 stetig gewachsen (CAGR in diesem Zeitraum: 12,7%). Per 30. Juni 2002 habe sich dagegen im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Rückgang des Gesamtbestandes an Staats- und Immobilienfinanzierungen von 27,5 Mrd. EUR bzw. knapp 19% auf 119,3 Mrd. EUR ergeben. Gleichwohl habe die DePfa ihren gewohnten Expansionspfad nicht verlassen, da sich die Einbußen im ersten Halbjahr 2002 ausschließlich durch die planmäßige Zuordnung von Geschäft auf die Aareal Bank AG erklärten.

Ausgehend von der derzeitigen Basis erwarte man vielmehr, dass sich sowohl ein Wachstum im Volumen als auch ein weiterer Anstieg des Auslandsanteils am Bestand ergeben werde. Nur geringen Veränderungen sollte dagegen auch langfristig die Erlösstruktur unterworfen sein, die neben geringen Handels- und Provisionsbeiträgen maßgeblich durch den Zinsüberschuss bestimmt werde. Die erzielbaren Margen in der Staatsfinanzierung waren und sind gering, so die Analysten der WGZ-Bank. Gleichwohl habe die DePfa durch den fortschreitenden Aufbau ihres internationalen Netzwerkes die Grundlage zur Gewinnung ausreichend hoher Transaktionsvolumina geschaffen, so dass auch mittelfristig die Renditen auf das eingesetzte Eigenkapital vergleichsweise hoch (die Analysten würden nachhaltig mindestens 17% p.a. erwarten) sowie die Aufwandsquote relativ niedrig (Analysten-Schätzung: 30% bis 32%) ausfallen sollten.

Obwohl durch die Trennung nur eingeschränkt aussagekräftig, belege der Halbjahresbericht zum 30. Juni 2002 die weiter hohe Ertragskraft der DePfa. Der Konzerngewinn nach Steuern von 142 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2002 habe gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 einem Anstieg um 54 Mio. EUR bzw. etwa 61% entsprochen. Auch unter Abzug der Erträge aus der Veräußerung von Aktiva im Wert von 70 Mio. EUR könnten die Zahlen überzeugen.

Der Verwaltungsaufwand habe sich zwar deutlich von 30 Mio. EUR auf 43 Mio. EUR erhöht, sei jedoch ebenfalls durch Einmalfaktoren (z.B. der Umzug der deutschen Konzerneinheiten von Wiesbaden nach Frankfurt) geprägt gewesen. Einschließlich der Sondererträge errechne sich nach dem ersten Halbjahr ein sehr beachtliches Ergebnis je Aktie von 4,02 EUR. Eine lineare Hochrechnung für das Gesamtjahr sei jedoch nicht angemessen, ebenso wie der seitens der Gesellschaft veröffentlichte Return on Equity von 28,9% die längerfristige Ertragslage überzeichne. Das Management der DePfa gehe für das Gesamtjahr 2002 von einem Nettoüberschuss von "mehr als 200 Mio. Euro" aus, die vorsichtigere Analysten-Prognose unterstelle einen Gewinn von 184 Mio. EUR.

Aufgrund der soliden Marktstellung (die DePfa selbst gehe von einem Anteil in Höhe von etwa 3% an der Finanzierung der gesamten öffentlichen Schulden in der Eurozone aus) blieben die Analysten insgesamt für die künftige Entwicklung der DePfa Bank plc optimistisch. Das seitens der Bank kommunizierte Ziel eines nachhaltigen RoE after tax von 20% p.a. scheine ehrgeizig aber nicht unerreichbar. Nachdem die Belastungen aus dem Trennungsprozess weitgehend in 2002 verarbeitet werden dürften, halte man in 2003 auch unter Annahme eines weiterhin mäßigen Umfelds zumindest einen Anstieg des Ergebnisses je Aktie um etwa 20% auf 6,10 EUR für realistisch.

Eine Belebung der Konjunktur in Europa und den USA im Rahmen der aktuellen Erwartung könnte Spielraum für weiteres Wachstum schaffen, so dass die Analysten der WGZ-Bank die - zuletzt wenig volatile - DePfa-Aktie langfristig mit einem Kursziel von 74 EUR zum Kauf empfehlen.





 
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