DSM Outperformer
15.08.03 12:47
Frankfurter Sparkasse
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von DSM weiterhin mit "Outperformer" ein.
Für das zweite Quartal habe DSM einen Rückgang des Umsatzes um 5% auf 1,36 Milliarden Euro gemeldet. Das bereinigte Umsatzergebnis habe in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres mit 2,8 Milliarden Euro leicht über dem Ergebnis vom Vorjahr gelegen. Das EBIT sei dabei um 4% auf 176 Millionen Euro zurück gegangen. Allein im zweiten Quartal sei das EBIT um 17% auf 85 Millionen Euro gefallen, was einem derzeitigen Gewinn von 0,66 Euro pro Aktie entspreche (Vorjahr: 1,18 Euro pro Aktie). Für das laufende Quartal erwarte das Management einen Rückgang des Gewinns um 25% im Vergleich zum vorigen Quartal.
Für das gesamte Geschäftsjahr rechne DSM mit einem geringeren EBIT im Jahresvergleich und baue nach geplanten 100 weitere 500 von derzeit 18.750 Mitarbeiterstellen weltweit ab. Zusätzlich würden unrentable Standorte in der Pharma- und Kunststoffherstellung stillgelegt. Damit sollten rund 75 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Gründe für dieses Vorgehen seien die gesunkene Nachfrage nach Chemieprodukten von Seiten der Automobil-, Pharma- und Elektronikbranche sowie der für DSM ungünstige Dollar-Wechselkurs. Besonders der massive Preisverfall der Penicillinpreise um 20%, ausgelöst durch aggressive chinesische Penicillin-Produzenten, habe DSM bei den Einnahmen getroffen.
Die EU-Wettbewerbskommission habe die Übernahme der Vitamin- und Feinchemiesparte des Schweizer Roche-Konzerns für 1,75 Milliarden Euro (geplant gewesen seien ursprünglich 1,95 Milliarden Euro) von DSM unter Auflagen genehmigt. DSM habe sich zuvor bereit erklärt, seine Allianz mit BASF bei Herstellung und Vertrieb von Futtermittelenzymen zu beenden. Damit seien die Wettbewerbsbedenken ausgeräumt worden. Das Unternehmen rechne damit, das die ehemalige Roche-Sparte trotz der in den letzten drei Jahren erzielten verhaltenen Geschäftszahlen bis zum Ende des Geschäftsjahres im Konzernergebnis bis zu 100 Millionen Euro jährlich an zusätzlichen Erträgen bringen solle.
DSM habe im Gegenzug zugesagt, sämtliche Produktionsbereiche sowie den Bereich Forschung und Entwicklung aus dem Joint-Venture mit BASF zu verkaufen. Dadurch solle ein unabhängiger Wettbewerber auf dem Markt für Futtermittelenzyme entstehen. Andernfalls wäre mit der Roche-Übernahme ein Monopol sowohl auf der Produktions- als auch auf der Vertriebsebene entstanden, da die Schweizer ihrerseits mit dem dänischen Hersteller Novozymes verbunden seien. Der Verkauf der DSM-Anteile an der Allianz mit BASF müsse von der EU-Wettbewerbskommision gebilligt werden. Probleme gebe es zudem bei seien bei anderen Medikamenten wie z.B. dem Roche-Mittel Xenical, das bei Gewichtsproblemen eingesetzt werden könne, die Umsätze hinter den Erwartungen zurück geblieben.
Die kommenden Quartale sollten für DSM schwierig werden. Nachdem die angestrebten Ziele für Umsatz und EBIT für das 2. Quartal nicht erreicht worden seien, habe sich der Ausblick auch für die 2. Jahreshälfte des Geschäftsjahres als nicht positiv erwiesen. Erst im vierten Quartal rechne das Management wieder mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses. Durch die derzeitige konjunkturelle Situation, Probleme im Absatz und den ungünstigen Dollar-Wechselkurs werde es für DSM schwer werden, eine Trendwende herleiten zu können.
Auch die Akquisition der Vitamin- und Feinchemiesparte von Roche, die seit 1999 rückläufige Umsätze und Gewinne vorweisen könne, sollte nichts an dieser Tatsache ändern können. Die Jahresdividende solle unverändert 1,75 Euro pro Jahr betragen. DSM suche trotz der derzeit schlechten Marktsituation weiterhin nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten bis zu einem Volumen von 500 Millionen Euro. Der Konzern halte weiterhin an seinem Ziel fest, bis zum Jahre 2005 einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Euro zu erreichen. Die letzten Quartalszahlen von DSM hätten enttäuscht.
Trotz des derzeit schwierigen Marktumfeldes im Chemiesektor sollte sich die DSM-Aktie jedoch bei einem konjunkturellem Aufschwung innerhalb der nächsten zwölf Monate positiv entwickeln. Das Unternehmen sei mit einem 2004er KGV von 9,5 relativ niedrig bewertet und besitze bei einer geschätzten Gewinnsteigerungsrate von rund 30% von 2003 auf 2004 Potenzial. Auch im Branchenvergleich überzeuge DSM mit einer attraktiven Bewertung. Die angekündigte Dividendenzahlung entspreche darüber hinaus einer Dividendenrendite von 4,5%.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse belassen daher ihr Rating für DSM bei "Outperformer". Das Stop-Loss würden sie von 28,00 Euro auf 35,00 Euro erhöhen.
Für das zweite Quartal habe DSM einen Rückgang des Umsatzes um 5% auf 1,36 Milliarden Euro gemeldet. Das bereinigte Umsatzergebnis habe in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres mit 2,8 Milliarden Euro leicht über dem Ergebnis vom Vorjahr gelegen. Das EBIT sei dabei um 4% auf 176 Millionen Euro zurück gegangen. Allein im zweiten Quartal sei das EBIT um 17% auf 85 Millionen Euro gefallen, was einem derzeitigen Gewinn von 0,66 Euro pro Aktie entspreche (Vorjahr: 1,18 Euro pro Aktie). Für das laufende Quartal erwarte das Management einen Rückgang des Gewinns um 25% im Vergleich zum vorigen Quartal.
Für das gesamte Geschäftsjahr rechne DSM mit einem geringeren EBIT im Jahresvergleich und baue nach geplanten 100 weitere 500 von derzeit 18.750 Mitarbeiterstellen weltweit ab. Zusätzlich würden unrentable Standorte in der Pharma- und Kunststoffherstellung stillgelegt. Damit sollten rund 75 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Gründe für dieses Vorgehen seien die gesunkene Nachfrage nach Chemieprodukten von Seiten der Automobil-, Pharma- und Elektronikbranche sowie der für DSM ungünstige Dollar-Wechselkurs. Besonders der massive Preisverfall der Penicillinpreise um 20%, ausgelöst durch aggressive chinesische Penicillin-Produzenten, habe DSM bei den Einnahmen getroffen.
Die EU-Wettbewerbskommission habe die Übernahme der Vitamin- und Feinchemiesparte des Schweizer Roche-Konzerns für 1,75 Milliarden Euro (geplant gewesen seien ursprünglich 1,95 Milliarden Euro) von DSM unter Auflagen genehmigt. DSM habe sich zuvor bereit erklärt, seine Allianz mit BASF bei Herstellung und Vertrieb von Futtermittelenzymen zu beenden. Damit seien die Wettbewerbsbedenken ausgeräumt worden. Das Unternehmen rechne damit, das die ehemalige Roche-Sparte trotz der in den letzten drei Jahren erzielten verhaltenen Geschäftszahlen bis zum Ende des Geschäftsjahres im Konzernergebnis bis zu 100 Millionen Euro jährlich an zusätzlichen Erträgen bringen solle.
Die kommenden Quartale sollten für DSM schwierig werden. Nachdem die angestrebten Ziele für Umsatz und EBIT für das 2. Quartal nicht erreicht worden seien, habe sich der Ausblick auch für die 2. Jahreshälfte des Geschäftsjahres als nicht positiv erwiesen. Erst im vierten Quartal rechne das Management wieder mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses. Durch die derzeitige konjunkturelle Situation, Probleme im Absatz und den ungünstigen Dollar-Wechselkurs werde es für DSM schwer werden, eine Trendwende herleiten zu können.
Auch die Akquisition der Vitamin- und Feinchemiesparte von Roche, die seit 1999 rückläufige Umsätze und Gewinne vorweisen könne, sollte nichts an dieser Tatsache ändern können. Die Jahresdividende solle unverändert 1,75 Euro pro Jahr betragen. DSM suche trotz der derzeit schlechten Marktsituation weiterhin nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten bis zu einem Volumen von 500 Millionen Euro. Der Konzern halte weiterhin an seinem Ziel fest, bis zum Jahre 2005 einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Euro zu erreichen. Die letzten Quartalszahlen von DSM hätten enttäuscht.
Trotz des derzeit schwierigen Marktumfeldes im Chemiesektor sollte sich die DSM-Aktie jedoch bei einem konjunkturellem Aufschwung innerhalb der nächsten zwölf Monate positiv entwickeln. Das Unternehmen sei mit einem 2004er KGV von 9,5 relativ niedrig bewertet und besitze bei einer geschätzten Gewinnsteigerungsrate von rund 30% von 2003 auf 2004 Potenzial. Auch im Branchenvergleich überzeuge DSM mit einer attraktiven Bewertung. Die angekündigte Dividendenzahlung entspreche darüber hinaus einer Dividendenrendite von 4,5%.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse belassen daher ihr Rating für DSM bei "Outperformer". Das Stop-Loss würden sie von 28,00 Euro auf 35,00 Euro erhöhen.
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