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DSM NV EO 3

WKN: 876300 / ISIN: NL0000009769

DSM Outperformer


24.03.03 12:03
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von DSM weiterhin mit "Outperformer" ein.

Die Ergebnisse für 2002 seien bei DSM durch die vollzogene Veränderung des Portfolios mit dem Verkauf der Petrochemie an die saudische Sabic sowie der Energietochter EBN nur schwerlich mit dem Vorjahr zu vergleichen. Der Umsatz habe sich auf 6,7 Milliarden Euro, das operative Ergebnis auf 450 Millionen Euro belaufen. Aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei je Aktie ein Nettogewinn von 3,38 Euro erzielt worden. Inklusive der oben angegebenen Verkäufe habe sich ein Gewinn von 1,2 Milliarden Euro bzw. 12,08 Euro je Aktie ergeben. Die Nettoverschuldung von 867 Millionen Euro sei mittels der Desinvestitionen in einen Cash-Bestand von einer Milliarde Euro, vor Übernahme der Roche-Aktivitäten, gewandelt worden.

Im 4. Quartal habe der Sektor Life Science von einer starken Volumensteigerung im Bereich Anti-Infektionsmittel profitieren und eine eher schwache Entwicklung bei den pharmazeutischen Produkten überkompensieren können. Bei Performance Materials sowie der Industriechemie habe die operative Marge trotz schwierigen Umfelds gehalten werden können. Die Akquisition der Roche Vitamin und Feinchemie werde 300 Millionen günstiger als zuvor avisiert vollzogen werden. Der Kaufpreis werde sich nach aktuellem Stand auf 1,95 Milliarden Euro belaufen, die Übernahme solle im Frühjahr abgeschlossen sein. Angekündigt worden sei zudem eine Dividende von 1,75 Euro je Aktie.

Nach dem Milliarden-Deal mit Roche plane DSM keine weiteren Akquisitionen in dieser Größenordnung, der Fokus liege zunächst auf der Integration dieses Geschäftsbereiches. Von weiteren Zukäufen im Bereich Performance-Materials sei jedoch auszugehen. Im Geschäftsjahr 2003 sollte die Geschäftsentwicklung aufgrund höherer Energie- und Rohmaterialkosten, eines anhaltenden US-Dollar-Rückgangs sowie der Schwäche in den Hauptendmärkten belastet werden.

DSMs Fokussierung auf Kosten- und Produktionseffizienz sowie die starke Marktposition sollte bei Life Science jedoch zu einer steigenden Profitabilität des Geschäfts führen. Dieser Bereich dürfte daher ähnlich abschneiden wie 2002. Die Industriechemie sollte zunächst von der Unsicherheit in den Endmärkten geprägt sein, die Profitabilität unter Kapazitätsüberschüssen und steigenden Rohmaterialkosten leiden. In diesem Sektor dürfte erst Ende des laufenden Jahres von einer Erholung auszugehen sein. Innovative Produkte wie Dyneema (Kunstfasern für kugelsichere Westen/Türen) würden aufgrund der hohen Nachfrage ein langfristiges Wachstumspotenzial im Bereich Performance Materials versprechen, der zudem über Akquisitionen aufgestockt werden könnte.

Die DSM-Aktie stellte sich seit der Ankündigung des Ausstieges aus der Petrochemie als eine der besten Chemieaktien im europäischen Sektor dar, werde jedoch hinsichtlich ihrer Bewertung wie eine Basischemie-Aktie bewertet. Die Vorzüge des Spezialchemieunternehmens seien bisher nicht gewürdigt worden. Das Gewinn- und Wachstumspotenzial werde derzeit vom Markt unterbewertet, die Bewertung der Aktie stelle sich mit einem 2004er KGV von rund 7 als attraktiv dar.

Zu den Risikoaspekten würden die Gefahr zu teurer Akquisitionen, Produktverzögerungen im Bereich pharmazeutischer Produkte, ein weiterer Anstieg der Rohmaterialkosten sowie Preiserhöhungen zählen, die aufgrund der Bestrebung, den Euro-Umsatz zu halten, erst durchgesetzt werden müssten und sich mit einer Zeitverzögerung bemerkbar machen würden. Abschließend verweise man auf die aktuelle Dividendenrendite von 4,6 Prozent.

Trotz des geringeren EPS-Ausblicks infolge des hohen Euro-Niveaus sowie steigender Rohmaterialkosten behalten die Analysten der Frankfurter Sparkasse ihre Einschätzung als Outperformer für DSM bei. Das Stop-Loss würden sie bei 28,00 Euro setzen.





 
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