DAX negativ beeinflusst
05.10.00 00:00
LB Schleswig-Holstein
Der DAX habe sich in der Berichtswoche nicht den negativen Vorgaben aus den USA entziehen können, so die Experten der LB Schleswig-Holstein.
Bei den Technologiewerten sei eine "Gewinnwarnungswelle" losgetreten worden, die die Stimmung für diesen Sektor vollends zum Erliegen gebracht habe. Sei es in der letzten Woche noch der Halbleiterhersteller Intel, der die Börsen erschüttert habe, hätten nun Apple, Xerox und Oracle gefolgt. Die Apple-Aktie habe an einem Tag gar mehr als 50% gefolgt, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick für das 4. Quartal bekannt gegeben habe. Xerox werde für das dritte Quartal einen Verlust je Aktie ausweisen, nachdem zuvor noch ein kleiner Gewinn erwartet worden sein. Oracle hingegen gehe "nur" davon aus, dass die zuvor angestrebten Wachstumsraten der Ergebnisse nicht erreicht werden können.
Unter diesen negativen Vorgaben habe vor allem der ohnehin schon angeschlagene Neue Markt zu leiden. So habe der Nemax50 am Mittwoch auf Jahrestiefständen unter 5.000 Punkten notiert. Vor allem Indexschwergewichte, deren fundamentales Umfeld als einwandfrei zu bewerten sei, hätten sich diesem Abwärtssog nicht entziehen können. Besonders betroffen seien Werte wie Intershop, Mobilcom oder Broadvision. Von dieser Misere im High-Tech- Bereich hätten Titel der "old economy" profitieren können. So hätten unter anderem im Automobilsektor BMW und VW und im Konsumbereich die zuletzt stark gebeutelten Titel von Metro und Karstadt deutliche Kursgewinne verzeichnet.
Ein neuerliches nachhaltiges Unterschreiten der für den DAX wichtigen Unterstützungsmarke von 6.800 Punkten sei nicht zu verzeichnen gewesen, jedoch sei auch der Angriff der 7.000er Marke bislang erfolglos geblieben. Mittelfristig hielten die Experten jedoch ihre positive Grundhaltung für den deutschen Markt aufrecht, zumal das fundamentale Umfeld nach wie vor intakt sei.
Kaum einen Einfluss auf das Marktgeschehen an den Aktienmärkten habe die Entscheidung der US Notenbank FED, die Leitzinsen unverändert zu belassen. Es sei jedoch eine spätere Zinserhöhung nicht ausgeschlossen worden. Die Notenbänker warnten, dass aufgrund der gestiegenen Energiepreise weiterhin eine Inflationsgefahr existiere. Die Zinsen seien jedoch aufgrund nachlassender Nachfrage und Produktivitätsgewinnen, die die Kosten in Schach hielten und Preisanhebungen unterdrückten, nicht erhöht worden.
Am heutigen Donnerstag werde die EZB auf ihrer Ratssitzung mit ihrem Zinsbeschluss folgen. Marktteilnehmer erwarteten hier ebenfalls keine Zinserhöhung. Die Entscheidung werde maßgeblich von der sich abflachenden Wirtschaftsdynamik und den Preisindikatoren beeinflusst. Diese deuteten bislang noch nicht auf die Notwendigkeit einer Zinserhöhung. Obwohl der Aufwärtsdruck bei den Importpreisen vor allem infolge des schwachen Euros enorm sei, sei eine Überwälzung auf die Verbraucherpreise bislang noch nicht festzustellen gewesen. Sollten entwarnende Worte seitens der Notenbänker erfolgen, könnte ein Stimmungsumschwung einsetzen und die Aktienmärkte nach oben tendieren.
Bei den Technologiewerten sei eine "Gewinnwarnungswelle" losgetreten worden, die die Stimmung für diesen Sektor vollends zum Erliegen gebracht habe. Sei es in der letzten Woche noch der Halbleiterhersteller Intel, der die Börsen erschüttert habe, hätten nun Apple, Xerox und Oracle gefolgt. Die Apple-Aktie habe an einem Tag gar mehr als 50% gefolgt, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick für das 4. Quartal bekannt gegeben habe. Xerox werde für das dritte Quartal einen Verlust je Aktie ausweisen, nachdem zuvor noch ein kleiner Gewinn erwartet worden sein. Oracle hingegen gehe "nur" davon aus, dass die zuvor angestrebten Wachstumsraten der Ergebnisse nicht erreicht werden können.
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